Als im Jahr 2003 die erste Version von „Symphonic Live“ erschien, war der Aufschrei bei den Fans groß, hatte man sich doch auf nur eine CD beschränkt und so großartige Tracks wie „The Gates Of Delirium“, „Ritual“, „In The Presence Of“ und „Magnification“ einfach unterschlagen. Dieser Fehler wurde erst 2009 mit einem 2-CD-Release behoben und jetzt findet sich zum 25jährigen Jubiläum des Gigs auf einer neuen Box auch die vollständige Version inklusive BluRay.
„Symphonic Live“ dokumentiert ein Konzert von YES am 22. November 2001 in der Heineken Music Hall in Amsterdam. Die Band spielt in ungewöhnlicher Besetzung mit dem European Festival Orchestra unter Leitung von Wilhelm Keitel, was den ohnehin komplexen Prog-Rock-Sound von Yes um reichhaltige Orchesterfarben erweitert. Die Show entstand im Rahmen der „YES Symphonic-Tour“, die das Studioalbum „Magnification“ (2001) begleitete – ein ungewöhnliches Werk, da es ebenfalls mit Orchester arrangiert und ohne den für YES so typischen klassischen Keyboarder aufgenommen wurde.
Rick Wakeman ist leider nicht im Line-Up dabei, obwohl er zur Tour eingeladen wurde. Das merkt man an vielen Stellen. Er wurde von Tom Brislin ersetzt, da Wakeman aufgrund eigener Tour-Aktivitäten nicht verfügbar war. Die Setlist mit Klassikern wie „Close to the Edge“, „Starship trooper“, „The gates of Delirium“ sowie „And you and I“ ist einfach großartig. Zum Abfeiern gibt es dann am Ende auch noch „Owner of a Lonely Heart“ und „Roundabout“, womit alle Fan-Schichten bedient sein dürften. Vor allem die Longtracks sind für die orchestrale Umsetzung wie geschaffen – und man nutzt dies in einer Klangfülle, die dennoch die originalen Arrangements nicht übertönt.
Die aktuelle Box enthält alle drei Silberlinge (2CD und BluRay) in einzelnen Papphülle, viele Artwork-Karten, ein Poster zum Ausfalten und ein umfangreiches Booklet, dessen Informationsgehalt aber leider zu wünschen übrig lässt. Sei’s drum. Die BluRay ist visuell anspruchsvoll und hat einen hervorragenden Klang. Zu den Extras auf der Blu-ray zählen das Video zu „Don’t Go“ und eine 30-minütige Dokumentation mit dem Titel „Dreamtime“. Die neue 4LP-Version wurde auf 180-Gramm-Vinyl gepresst und mit halber Geschwindigkeit gemastert. Das fast halbstündige Epos „Ritual (Nous Sommes du Soleil)“ ist zum ersten Mal auf Vinyl erhältlich. Fazit: Der Fan bekommt hier alles, was er sich für diesen Release wünschen kann.
In Deutschland ist Mika irgendwie komplett in der Versenkung verschwunden. Was sehr schade ist, denn er macht immer noch wundervolle Musik. Doch im Radio findet er kaum noch statt. Wenn überhaupt wird der alte Schmachtfetzen „Relax“ gespielt. Und Konzerte im deutschsprachigen Raum sind ebenfalls Mangelware. Wenigstens ist er regelmäßig in der luxemburgischen Rockhal in Esch/Alzette zu erleben.
Ganz anders sieht das nämlich in Frankreich und Italien aus. Dort fährt Mika immer noch höchste Chartpositionen ein. Lange Zeit war er Coack beim beim französischen „The Voice“, in Italien fungierte er als Juror bei „X Factor“ und 2022 moderierte er gar mit zwei Kolleg*innen den ESC in Turin. Beim Thema Medienpräsenz also ganz weit vorne.
Sein sechstes Studioalbum „Que ta tête fleurisse toujours“ erschien in französischer Sprache – auch ein Statement! Ein wunderschönes Werk voll gefühlvoller Melodien. Drei Jahre später wendet sich Michael Holbrook Penniman aka Mika wieder den englischen Lyrics zu. Mit „Hyperlove“ kehrt er zum Klavier als kreativem Kompass zurück und begibt sich auf eine gewagte Neuerfindung – ein Album, das die Wärme analoger Unvollkommenheiten mit dem makellosen Puls elektronischen Pops verbindet.
Komplett am Klavier geschrieben und ausschließlich mit analogem und vintage Outboard-Equipment produziert, ist das Werk eine lebendige, atmende Landschaft voller Verletzlichkeit, Rauheit, Sehnsucht und Euphorie. So ist der Start mit dem atmosphärischen Titeltrack ein Ausrufezeichen zu Beginn. Hymnisch, eingängig, großartig! Es folgt „Modern Times“ im krachenden Discosound, und schon sind wir zurückversetzt ins letzte Jahrtausend.
Vielleicht manchmal etwas zu viel Elektronik, doch Stücke wie „Science Fiction Lover“, das melancholische „Take Your Problems With You“, der Groove von „Nicotine“ und das mitreißende „Bells“ sind einfach grandios. So gelingt die Symbiose zweier Welten, denn das Album erforscht die Spannung zwischen der digitalen Welt und der Zerbrechlichkeit menschlicher Gefühle.
Mikas Markenzeichen, der unglaubliche Stimmumfang von Bariton bis zu hohem Falsett und sein großartiges Klavierspiel, prägen natürlich auch das aktuelle Album. Wie auf den Vorgängern gelingt es ihm wieder, seine Hörer mit fröhlich-buntem Pop zu verzaubern, der an die 70er und 80er Jahre erinnert, aber gleichzeitig erfrischend neu und kreativ ist.
Der mehrfach mit Platin ausgezeichnete, BRIT-Award-prämierte und für den GRAMMY® nominierte globale Pop-Visionär MIKA veröffentlichte kürzlich seine neue Single „Immortal Love“ – zusammen mit dem offiziellen Start der Album-Vorbestellung für „Hyperlove“, MIKAs erstem englischsprachigen Studioalbum seit 2019, das am 23. Januar erscheint.
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„Immortal Love“ ist ein schimmernder, zutiefst gefühlvoller Blick auf Verbundenheit und die unsichtbaren Energien, die uns durch unser Leben begleiten. Inspiriert wurde der Song unter anderem von einem ständigen Gefährten in MIKAs kreativem Leben – seinem geliebten 15-jährigen Golden Retriever.
Der Track strahlt Wärme, Nostalgie und jenes zutiefst menschliche Staunen aus, das MIKAs ikonischste Werke geprägt hat. Getragen von einem Refrain, der sich sofort zeitlos anfühlt – „It’s just immortal love / There’s just immortal love / We are immortal love“ – zeigt die Single MIKAs unvergleichliche Fähigkeit, Pop zu erschaffen, der sowohl meisterhaft komponiert als auch emotional furchtlos ist.
Die neue Single folgt auf „Modern Times“, eine mutige und erhebende Hymne, die den Beginn dieser neuen Ära markierte. Von MIKA beschrieben als „ein kathedralenartiger Aufschrei nach Glaube und Geist, im Widerstand gegen das Mahlen und Gewicht des Lebens und das Verstreichen der Zeit“, erschien der Track zusammen mit einem eindrucksvollen offiziellen Musikvideo, das das visuelle und emotionale Universum rund um „Hyperlove“ erweiterte.
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Mit „Hyperlove“ kehrt MIKA zum Klavier als kreativem Kompass zurück und begibt sich auf eine gewagte Neuerfindung – ein Album, das die Wärme analoger Unvollkommenheiten mit dem makellosen Puls elektronischen Pops verbindet. Komplett am Klavier geschrieben und ausschließlich mit analogem und vintage Outboard-Equipment produziert, ist das Werk eine lebendige, atmende Landschaft voller Verletzlichkeit, Rauheit, Sehnsucht und Euphorie.
Das Album erforscht die Spannung zwischen der digitalen Welt und der Zerbrechlichkeit menschlicher Gefühle – das, was MIKA als „die Elektrizität, die zwischen dem Plus und Minus einer Ladung überspringt“ beschreibt. „Hyper-Love und Hyper-Living bedeuten, jene Euphorie zu umarmen, die dir hilft, die Welt um dich herum zu verstehen“.
Um diese neue Ära zu feiern, bringt MIKA seine schillernde, kaleidoskopische Liveshow im kommenden Frühjahr wieder nach Nordamerika. Die Spinning Out Tour North America startet am 29. April 2026 in Boston und führt anschließend durch große Städte wie New York, Chicago, Los Angeles, San Francisco, Dallas, Austin und viele mehr.
Seit Gründung 1970 gilt das Glastonbury Festival als ein Ort, an dem Musikgeschichte geschrieben wird. Ein Headliner Auftritt dort im britischen Pilton, Somerset gilt als Ritterschlag für jeden musikalischen Act. Zu Beginn waren es Künstler wie David Bowie, die den Kultcharakter besiegelten, Auftritte von Oasis und Radiohead in den 90er Jahren gelten als legendär, und im neuen Jahrtausend war es ein Sprungbrett für Coldplay.
Das alles geschah zu einer Zeit, als Olivia Rodrigo noch gar nicht geboren war. Um so erstaunlicher, dass sie mit ihren 22 Jahren und zwei Studiaolben beim Glastonbury 2025 zur Headlinerin avancierte. Aufnahmen davon kursierten schnell über YouTube und Social Media, vor allem aufgrund der grandiosen Duette Olivias mit Robert Smith bei „Friday I’m In Love“ und „Just Like Heaven“. Um so schöner, dass es das Livekonzert nun auch offiziell im Streaming, auf CD und als Vinyl-Version gibt.
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Das Livealbum enthält den kompletten Set mit Songs der beiden Alben „SOUR“ und „GUTS“. Olivia ist grandios in ihrer Performance und man spürt die Bedeutung des Augenblicks in jedem Stück. Die großen Hits wie „Vampire“, „Drivers Licence“ und „Traitor“ gibt es schon sehr früh im Set, Kracher wie „All-american Bitch“ und „Good 4 u“ folgen zum Ende hin.
Die junge Sängerin aus Kalifornien steht grade erst am Anfang ihrer Karriere und man fragt sich, was jetzt noch kommen soll. Auf jeden Fall liefert sie hier einen Mitschnitt, der in die Geschichte eingehen wird – ein weiterer Meilenstein für sie und dieses kultige Festival.
Seit über fünfzig Jahren steht die Band Yes für eine unvergleichliche Handwerkskunst, Kreativität und Innovationen, womit ihnen symphonische Meisterwerke gelangen, die bis heute inspirieren. Am 23. Januar 2026 veröffentlicht Mercury Studios „Yes – Symphonic Live“, eine herausragende Live-Sammlung mit 14 Songs, die in High Definition gefilmt wurde, in zwei neuen Editionen.
Zur Unterstützung ihres 2001 veröffentlichten symphonischen Albums „Magnification“ gingen Yes noch im gleichen Jahr mit einem neuen Ansatz für ihre Live-Sets auf Tour. Mit Unterstützung des European Festival Orchestra unter der Leitung von Wilhelm Keitel verliehen sie ihren Live-Sets neue, üppige Texturen, um die Intention ihres damals neuen Albums auf der Bühne umzusetzen. Yes spielten aber nicht nur Songs aus „Magnification“, sondern auch neue Interpretationen ihrer zeitlosen Hits. Klassiker wie „Owner Of A Lonely Heart”, „Long Distance Runaround” oder zum Beispiel „I’ve Seen All Good People” klangen noch nie so grandios.
„Yes – Symphonic Live“ wurde bereits vor einigen Jahren als 2DVD-Set und Blu-ray veröffentlicht. Die neue Sonderausgabe von Yes – Symphonic Live erscheint nun in einer großen CD-Klappbox mit einer Blu-ray und zwei CDs, die jeweils in einem eigenen Schuber untergebracht sind, zusammen mit einem Booklet, einem ausklappbaren Poster und fünf Kunstkarten. Zu den Extras auf der Blu-ray zählen das Video zu „Don’t Go“ und eine 30-minütige Dokumentation mit dem Titel „Dreamtime“.
Die neue 4LP-Version wurde auf 180-Gramm-Vinyl gepresst und mit halber Geschwindigkeit gemastert. Das fast halbstündige Epos „Ritual (Nous Sommes du Soleil)“ ist zum ersten Mal auf Vinyl erhältlich.
14 Songs, gefilmt in High Definition, begleitet von einem kompletten Symphonieorchester! Veröffentlichungstermin: 23. Januar 2026
1981 von Roland Orzabal und Curt Smith gegründet, hatten es Tears For Fears Anfang 1985 endlich geschafft und mit Hits wie „Shout“ und „Everybody Wants To Rule The World“ die Chartspitzen weltweit erobert. Zum 40jährigen erfährt das dazu gehörige Album eine entsprechende Würdigung in Form einer „40th Anniversary Edition“.
Mit diesem Album schuf die Band einen Sound, der sowohl großflächig und atmosphärisch als auch emotional zugänglich war. Die Single „Shout“ wurde zu einem Generationenhit und thematisierte das Herauslassen unterdrückter Emotionen, während „Everybody Wants to Rule the World“ mit seinem treibenden Rhythmus zu einem der wichtigsten Popklassiker der 80er Jahre wurde. Genauso hervorzuheben ist „Head Over Heels“, das in seiner Melancholie trotzdem noch radiotauglich war.
„Songs From The Big Chair“ besticht nicht nur durch seine bekannten Hits, sondern auch durch tiefere, experimentellere Stücke wie „Listen“ oder „The Working Hour“, die den hohen musikalischen Anspruch der Band verdeutlichen. Mit einer Mischung aus Synthesizerflächen, kraftvollen Gitarren, ausgereiften Arrangements und introspektiven Texten gelang der Band ein außergewöhnlich zeitloses Werk, das bis heute relevant ist.
Anlässlich des Jubiläums zur Erstveröffentlichung vor 40 Jahren hat Universal Music eine Reihe von Sonderausgaben veröffentlicht, darunter das mir vorliegende Deluxe-Set mit drei CDs. Wirklich weltbewegend ist es aber nicht, was da bei den „Edited Songs“ und den „Remixed Songs“ geboten wird.
Am interessantesten mag noch „The Way You Are“ sein, das ursprünglich als reine Single-Veröffentlichung die Lücke zwischen dem ersten und zweiten Album füllte. Tears for Fears selbst haben später oft betont, dass sie mit dem Song nie ganz zufrieden waren. Für sie war er eher ein Übergangswerk, das zeigte, welche Elemente sie nicht weiterverfolgen wollten. Zugleich zeigt es aber auch den Wechsel zu einem komplexeren Sound, der dann später das 85er Werk beherrscht.
Ansonsten gibt es viele gekürzte und ausgedehnte Songversionen, US-Mixe, Single Edits, die Videoversion von „Mothers Talk“, Instrumentals und ein Interview mit Curt & Roland. Immerhin ist das Booklet sehr informativ – und was soll’s: „Songs From The Big Chair“ ist und bleibt ein grandioses Album. Am Ende steht das Original ohnehin für sich!
Die Neo-Soul-Sängerin Olivia Dean trat erstmals 2017 mit 18 Jahren als Sängerin für die Band Rudimental in Erscheinung, bevor sie eine Solokarriere startete. Ihr Debütalbum „Messy“ wurde bei seiner Veröffentlichung von Kritikern hoch gelobt und festigte ihren Status als eine der faszinierendsten Stimmen im Neo-Soul und Pop. Vor kurzem war Olivia als Support für Sam Fender bei seiner Headliner-Tournee in Großbritannien zu sehen, darunter auch bei einem Konzert im London Stadium, wo sie vor ausverkauftem Haus zum ersten Mal ihre neue Zusammenarbeit zu Sams Track „Rein Me In“ aufführten. Außerdem trat sie mit Sabrina Carpenter bei deren BST Hyde Park Show am 6. Juli auf und wird sie im Oktober und November auf einer Reihe von US-Tourterminen begleiten, darunter fünf ausverkaufte Abende im Madison Square Garden.
Auf ihrem lang erwarteten zweites Album „The Art Of Loving“ verbindet Olivia mühelos Wärme und Ehrlichkeit in bewegenden Darstellungen romantischer und platonischer Liebe und zeigt mit ihren immer wieder nachhallenden Songtexten auf elegante Weise ein ausgefeiltes und meisterhaftes musikalisches Handwerk. Mit einer unbestreitbaren Aura von Nostalgie und Zeitlosigkeit bietet jeder Track einen individuellen Einblick in die Komplexität der Liebe.
Bei den Fans von The Cranberries stand die offizielle Veröffentlichung ihres MTV Unplugged- Konzerts aus dem Jahr 1995 ganz oben auf der Wunschliste. „MTV Unplugged“, das bisher noch nie als eigenständige Veröffentlichung auf Vinyl, CD und digital erhältlich war, wird am 7. November 2025 über Island Records/Universal Music erhältlich sein. Eine limitierte farbige Vinyl-Version mit einem alternativen Cover erscheint exklusiv über COMPLEX. Bisher war es nur auf der limitierten 3LP-30th-Anniversary-Edition von „No Need To Argue“ erhältlich, die am 27. Juni 2025 veröffentlicht wurde und sofort nach der Ankündigung ausverkauft war.
Das ursprünglich am 14. Februar 1995 aufgenommene Konzert mit neun Songs wurde am 18. April desselben Jahres erstmals ausgestrahlt. Diese Folge wurde im Howard Gilman Opera House in Brooklyn, New York, gedreht und während der sechsten Staffel der gefeierten Serie ausgestrahlt, in der einige der beliebtesten Künstler und Musiker der damaligen Zeit in einem reduzierten akustischen Set zu sehen waren.
„Wir hatten einige der größten Namen der Musikszene wie R.E.M., Pearl Jam, The Cure und Nirvana bei ihren Unplugged-Auftritten gesehen und waren überwältigt, in ihre Fußstapfen treten zu dürfen“, erinnert sich Schlagzeuger Fergal Lawler. „MTV machte eine Reihe von Aufnahmen in diesem wunderschönen alten Theater mit geschwungenen Sitzreihen. Es war eine entspannte Atmosphäre, in der das Publikum auf dem Boden saß.“ Begleitet von Electra Strings (dem Streichquartett, das die Band 1994 in der britischen Sendung „Later with Jools Holland“ begleitet hatte) kam die Ausdruckskraft der Songs von The Cranberries voll zur Geltung und unterstrich die Bedeutung der Band in der Welt des Alternative Rock.
Nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums „No Need To Argue“, mit dem ihnen der Durchbruch auch bei einem Mainstream-Publikum gelang, enthielt die Setlist für MTV Unplugged eine Auswahl aus diesem wegweisenden Album, darunter „Dreaming My Dreams“, „Ode To My Family“, „Empty“, „Zombie“ und der Titelsong. Zu den weiteren gespielten Titeln gehörten der Hit „Linger“ (aus ihrem Debütalbum „Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?“) sowie „Free To Decide“ und „I’m Still Remembering“, die beide zu diesem Zeitpunkt noch unveröffentlicht und im folgenden Jahr auf ihrem 1996 erschienenen Album „To The Faithful Departed“ zu hören waren.
Ebenfalls enthalten ist der Nicht-Album-Track „Yesterday’s Gone“, der in Studioform unveröffentlicht geblieben ist. „Dolores und ich haben ‚Yesterday’s Gone‘ – passender Titel! – buchstäblich am Tag zuvor geschrieben“, verrät Gitarrist Noel Hogan. „Da stand ein Klavier, und ich sagte: ‚Ich habe da eine Idee‘, und innerhalb weniger Stunden war der Song fertig. Das einzige Mal, dass wir ihn gespielt haben, war bei MTV.“
Der Auftritt von The Cranberries wurde als einer der besten Folgen der legendären MTV-Serie mit insgesamt 125 Episoden gleichermaßen von den Medien und dem Publikum geschätzt. SPIN wählte sie als eine der „8 MTV Unplugged-Performances, die als Vinyl neu aufgelegt werden sollten” und lobte sie als „eine unvergessliche Erinnerung an das große Talent, das mit dem Tod der Sängerin Dolores O’Riordan im Jahr 2018 verloren gegangen ist”.
In seiner Liste der „15 besten MTV Unplugged-Auftritte aller Zeiten“ schrieb das australische Magazin Mixdown über die Show: „Manche Bands sind einfach wie geschaffen dafür, in einer akustischen Umgebung zu glänzen, und es gibt kein besseres Beispiel dafür als den MTV-Auftritt von The Cranberries.“ In dem gleichnamigen Bildband aus dem Jahr 1995 heißt es: „Die Stärke von The Cranberries liegt fest in der Kraft von Dolores O’Riordans Stimme verwurzelt. Es ist ein Instrument, das in einem Moment wunderschön und flüsterleise sein kann und dann plötzlich die durchdringende Kraft einer Dudelsackpfeife entfaltet. Unplugged war daher eine hervorragende Kulisse für die Band und eine ganz besondere Gelegenheit, eine Stimme mit so viel Bandbreite in einer intimen Umgebung zu hören.“
„Es war eine Ehre, bei MTV Unplugged dabei zu sein, und ich bin wirklich stolz darauf, dass die Songs, die wir geschrieben haben, nicht all die Schnörkel brauchten, die man im Studio einsetzt, um gut zu klingen“, fügt Gitarrist Noel Hogan hinzu. „Sie funktionierten genauso gut, reduziert und akustisch gespielt, wenn auch mit Hilfe der brillanten Electra Strings.“
The Cranberries: „MTV Unplugged“ wird am 7. November 2025 via Island Records / Universal Music auf Vinyl, CD und digital veröffentlicht.
2025 erscheint das zweite mit Multi-Platin ausgezeichnete Album „Songs From The Big Chair“ von Tears For Fears in verschiedenen neuen Editionen. Das ursprünglich am 25. Februar 1985 veröffentlichte Album „Songs From The Big Chair“ wurde zu einem weltweiten Erfolg, führte die US-Charts an und brachte fünf Hit-Singles hervor: „Mothers Talk“, „Shout“, „Everybody Wants To Rule The World“, „Head Over Heels“ und „I Believe“. Der Longplayer war eine perfekte Mischung aus eingängigen Popmelodien, pointierten Texten, kraftvollen Gitarrenriffs und innovativen New-Wave-Elementen.
Anlässlich des Jubiläums zur Erstveröffentlichung vor 40 Jahren wird Universal Music eine Reihe von Sonderausgaben präsentieren, darunter ein Deluxe-Set mit drei CDs. Weiterhin eine limitierte Auflage auf transparentem rotem Vinyl mit zwei LPs, die das bisher unveröffentlichte originale Artwork und bisher auf Vinyl nicht erhältliche Titel enthält, eine limitierte 1LP-Version auf transparentem Vinyl und eine limitierte Picture-LP.
Der Einfluss des Albums ist nicht zu unterschätzen und findet auch bei neuen Zuhörern weiterhin Anklang. „Everybody Wants To Rule The World“ wurde von Lorde für „The Hunger Games: Catching Fire“ gecovert und unter anderem in „Guardians Of The Galaxy“, „Despicable Me 4“ und „The Lego Batman Movie“ verwendet.
Über Tears For Fears:
Tears For Fears – Roland Orzabal (Gesang, Gitarre, Keyboards) und Curt Smith (Gesang, Bass, Keyboards) gründeten die Band 1981 in Bath, England. Mit weltweit 30 Millionen verkauften Alben, unzähligen ausverkauften Konzerten und verschiedenen Auszeichnungen steht die Band für eine einzigartige Mischung aus eingängigen Popmelodien, intelligenten und tiefgründigen Texten, bombastischen Gitarrenriffs und New-Wave-Innovationen. Ihr Debütalbum „The Hurting“ aus dem Jahr 1983 enthielt Hits wie „Mad World“, „Change“ und „Pale Shelter“ und erreichte in den Vereinigten Staaten Goldstatus.
Das Album „Songs from the Big Chair“ aus dem Jahr 1985 wurde zu einem Wendepunkt für die Band und die Musikszene insgesamt. Mit den BRIT-Award-prämierten Titeln „Everybody Wants to Rule the World“, „Shout“, „Head Over Heels“, „Mothers Talk“ und „I Believe (A Soulful Re-Recording)“ erreichte es fünffach Platin und Platz 1 der Billboard Top 200. „Seeds Of Love“ aus dem Jahr 1989 war die letzte Zusammenarbeit von Orzabal und Smith bis zu zum Album „Everybody Loves A Happy Ending“ im Jahr 2004, das die kreative Flamme zwischen ihnen wieder entfachte.
Die Band begab sich 2010 auf eine dreijährige Tournee durch Nordamerika, Japan, Südkorea, Manila und Südamerika. 2013 veröffentlichten sie eine Coverversion von Arcade Fires „Ready To Start“ und 2017 erschien ihr Best-of-Album „Rule The World“, das die Band erneut an die Spitze der britischen Albumcharts führte.
2022 kehrten Tears For Fears mit ihrem ersten Studioalbum seit siebzehn Jahren zurück: „The Tipping Point“. Laut Pitchfork, Vulture, Stereogum und vielen anderen war es eines der am meisten erwarteten Alben des Jahres 2022 und wurde von Kritikern hoch gelobt. Auf die Veröffentlichung folgte eine weltweit ausverkaufte Headliner-Tournee. Bereits im Jahr 2021 wurde die Band bei den Ivor Novello Awards mit dem Outstanding Song Collection Award ausgezeichnet. Inzwischen sind klassische Songs von Tears For Fears überall prominent vertreten, von The Lego Batman Movie, The Wire, Despicable Me 4 und Donnie Darko bis hin zu Straight Outta Compton und Mr. Robot.
Universal Music Recordings veröffentlicht in Zusammenarbeit mit Island Records am 24. Oktober 2025 von der Band Pulp die erweiterte Neuauflage ihres 1995 mit dem Mercury Prize ausgezeichneten und die Charts stürmenden Albums „Different Class“. Das Album wird sowohl als Vierfach-LP-Set als auch im Doppel-CD-Format erhältlich sein und enthält zusätzlich den kompletten Mitschnitt ihres legendären Auftritts beim Glastonbury Festival 1995. Damit wird dieser Auftritt zum ersten Mal veröffentlicht.
Nach der Veröffentlichung von Pulps aktuellem Nummer-1-Album „More“ und einer gefeierten Arena-Tournee durch Großbritannien und Irland sowie Headliner-Konzerten in Europa und einem unvergesslichen Auftritt beim diesjährigen Glastonbury Festival knüpft die Neuauflage von „Different Class“ an ein für die Band ohnehin schon ganz besonderes Jahr an.
Jarvis Cocker erklärt, wie diese Neuauflage das Album in einem verbesserten Format präsentiert: „Diese 45-U/min-Doppelalbum-Version von „Different Class“ wird den Klang erheblich verbessern. Wir waren davon besessen, dass dies unser `Pop´-Album war – wir hatten endlich etwas `Popularität´ erreicht, als `Common People´ ein Hit wurde – und wie jeder weiß, enthalten alle Pop-Alben zwölf Songs: sechs Titel pro Seite. Das einzige Problem: Dadurch betrug die Spielzeit der Platte 53 Minuten. Uns wurde gesagt, dass dies die Audioqualität der Vinylplatte beeinträchtigen würde – aber uns war es wichtiger, die Qualität unseres Pop-Traums nicht zu beeinträchtigen. Jetzt, 30 Jahre später, ist es endlich möglich, `Different Class´ in seiner ganzen Pracht zu hören.“
Der Auftritt in Glastonbury im Juni 1995 wird immer das bedeutendste Konzert in der Karriere von Pulp bleiben. Drei Wochen nachdem „Common People“ Platz 2 der nationalen Charts erreicht hatte, sprang die Band kurzfristig für The Stone Roses ein. „Wir spielten `Sorted For E’s & Wizz´, `Mis-Shapes´ und `Disco 2000´ – allesamt Live-Premieren.“ Zum ersten Mal ist nun das gesamte Konzert (einschließlich des langen, drone-basierten Intros) erhältlich.
Die Band Pulp wurde 1978 von dem damals 15-jährigen Schüler Jarvis Cocker aus Sheffield gegründet und veröffentlichte zwischen 1983 und 1992 drei Alben beim Label Fire: Nach dem Plattenfirmenwechsel zu Island Records – Mitte der 1990er Jahre – wurde die Band mit „His ‚n‘ Hers“ (1994) populär und feierte einen ersten kommerziellen Erfolg.
Das Nachfolgealbum „Different Class“ (veröffentlicht am 30. Oktober 1995) war dann ein großer Erfolg, der Pulp internationale Anerkennung einbrachte und auf Platz eins der britischen Albumcharts debütierte. 1996 gewann die Gruppe zudem den Mercury Music Prize. Auf dem Album gab es vier Top-Ten-Singles: die Nummer-Zwei-Hits „Common People“ und „Mis-Shapes/Sorted for E’s & Wizz“, „Disco 2000“ (Platz: 7) und „Something Changed“ (Platz: 10). Bis heute wurden in Großbritannien über 1,4 Millionen und in Europa über eine Million Exemplare verkauft.
Vier Monate vor der Veröffentlichung des Albums hatte die Band am Samstag, dem 24. Juni, einen triumphalen Auftritt als Headliner auf der Pyramid Stage des Glastonbury Festivals (als kurzfristiger Ersatz für The Stone Roses). Diese legendäre Performance, deren Audioaufnahmen hier zum ersten Mal veröffentlicht werden, wurde mit dem remasterten Album kombiniert, um das 30-jährige Jubiläum einer Platte zu feiern, die weithin als eine der besten ihrer Zeit gilt.
Das Deluxe-4LP-Set wird in einem stabilen Schuber präsentiert, zusammen mit einem 28-seitigen Booklet und einem neuen Essay, das auf aktuelle Interviews mit den Bandmitgliedern basiert. Dazu gibt es viele bisher unveröffentlichte Bilder der Fotografen Rankin und Donald Milne (der auch die Fotos für die Originalveröffentlichung aufgenommen hat) und aus dem Archiv der Band. Das ursprüngliche „Aperture“-Cover-Design, das die Käufer dazu ermutigte, „ihr eigenes Cover zu wählen“, enthielt sechs doppelseitige Beilagen/Kunstkarten mit alternativen Cover-Motiven, die Pappausschnitte der Bandmitglieder in verschiedenen Situationen zeigten. Dies wurde für das LP-Set vollständig nachgebildet, das auch ein 30 x 30 cm großes Poster mit Miniaturversionen der Ausschnitte enthält, die Fans nach Belieben ausschneiden und in einer Umgebung ihrer Wahl platzieren können. Das 2CD-Set wird in einer Digi-Hülle mit einem 28-seitigen Booklet geliefert.
Das Remastering/Mastering durch Geoff Pesche in den Abbey Road Studios, der vor drei Jahrzehnten gemeinsam mit Kevin Metcalfe das Album „Different Class“ für seine Erstveröffentlichung gemastert hatte, wurde von Jarvis Cocker und Mark Webber beaufsichtigt.
Im Jahr 2013 platzierte der NME (New Musical Express) das Album auf Platz sechs seiner Liste der 500 besten Alben aller Zeiten, während der Rolling Stone es in seiner überarbeiteten Version der 500 besten Alben aller Zeiten aus dem Jahr 2020 auf Platz 162 setzte. „Witzig, unglaublich frech, wirklich subversiv und natürlich extrem, feurig POP!… Different Class ist ein geschicktes, atmosphärisches, manchmal heimliches und oft dröhnendes, selbstbewusstes Album.“ NME
2025 ist für Saltatio Mortis ein Jahr voller Meilensteine: Die Band feiert ihr 25-jähriges Bandjubiläum und passend zum Jubiläum erschien am 25. Juli das Best-of-Album „Weltenwanderer – Von Träumen & Krawall“, auf dem zwei Jahrzehnte musikalischer Höhenflüge vereint sind – ausgewählt von den Fans selbst. Vorab veröffentlicht wurden bereits „Wo sind die Clowns?“ neu interpretiert mit dem Prager Sinfonieorchester und „Spielmannsschwur (United)“ gemeinsam aufgenommen mit den wichtigsten Freunden und Weggefährten der Band aus der deutschen Folk-, Rock- und Metal-Szene.
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Das Album erscheint in vielen unterschiedlichen Formaten. Mir liegt zur Review der Digipack mit drei CDs vor. Natürlich nicht so opulent wie der 5er-Vinylrelease, aber die Tracklist umfasst ebenso alle 50 Songs, das kultige Albumcover mit Schriftzug als Ambigramm und ein Booklet mit den kompletten Lyrics.
Ausgewählt wurden jeweils zehn Songs, die für eine der Welten stehen, in den Saltatio Mortis musikalisch unterwegs sind: Mittelalter-Rock, Mittelalter-Metal, Folk-Rock, Pagan-Metal und Irish Folk. Das Ergebnis ist ebenso vielseitig wie umfassend. Vor allem die neu arrangierten Songs und die Vielzahl beteiligter Weggefährten geben dem Best-of-Album einen besonderen Touch, der auch Fans ansprechen dürfte, die ansonsten schon alles von der Band im Schrank haben.
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Zur VÖ der Best Of erscheint „Gardyloo“ ganz aktuell in einer neuen Version mit den legendären Folk-Metal-Piraten Alestorm. Mit treibenden Dudelsäcken, fetten Riffs und einem Refrain, der zum kollektiven Mitgrölen einlädt, vereinen Saltatio Mortis und Alestorm ihre Kräfte zu einem Trink- und Kampfgesang, der keine Kehle trocken lässt. Gemeinsam feiern sie die Liebe zu Geschichten, die nach Meer, Met und Moshpit klingen – laut, wild und absolut grenzenlos. „Gardyloo“ zeigt einmal mehr, wie sehr Saltatio Mortis ihre Vielseitigkeit leben und ihren Platz als eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Rock- und Mittelalterszene untermauern.
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Alle Wacken-Besucher dürfen sich auf die große Jubiläumsshow nächste Woche freuen und allen anderen sei die aktuell noch laufende Burgentour ans Herz gelegt und natürlich die große Headliner-Tour im Herbst.
Gegründet vor über 50 Jahren kann man sich die AOR- und Progressive Rock-Welt ohne die Band STYX aus Chicago gar nicht vorstellen. Muss man auch nicht, denn das Quintett ruht sich nicht etwa auf seinen Klassikern aus, sondern fertigt in zwar großen aber dennoch gut wahrnehmbaren Abständen solide Studioalben mit neuer Musik.
Die 70er Jahre waren die Hochphase der Band. Perfekter Rock für Erwachsene, bombastische Progalben, quasi Soundschicht auf Soundschicht gestapelt. „Boat On The River“ sollte jeder kennen, aber auch den Smahhit „Mr. Roboto“. Das Album „Kilroy Was Here“ (1983) ermöglichte den Sprung in den Mainstream, war gleichzeitig aber auch ein tiefer Einschnitt. Viele potentielle Fans verbanden den Namen der Band jetzt eher mit dem Discosound als mit den Heroen des AOR.
Viele Besetzungswechsel und zwei Reunions später gab es 2017 das geniale Konzeptalbum „The Mission“. Man muss den Männern um James Young und Tommy Shaw zugute halten, dass eine Rückbesinnung auf die musikalischen Wurzeln immer drin ist und diese Science Fiction -Story um eine Marsmission im Jahr 2033 gehört auf jeden Fall zu den besten Alben der Band. Vier Jahre später legte man mit „Crash of the Crown“ noch eine Schippe drauf. Kein Konzeptalbum im eigentlichen Sinn, aber thematisch verknüpfte Songs, in denen es um Hoffnung, ums Weitermachen, um einen Neuanfang geht. Ein Album, das einerseits zur wechselvollen Bandgeschichte passte, zum anderen aber auch die Situation nach der Pandemie beschrieb.
Am neuen Werk „Circling From Above“ (VÖ: 18.7.2025) haben alle sieben Mitgliedern der Band, darunter Gründungsgitarrist/Sänger James „JY“ Young (liebevoll „The Godfather of Styx“ genannt), Gitarrist/Sänger Tommy Shaw, Original-Bassist Chuck Panozzo, der langjährige Schlagzeuger Todd Sucherman, Keyboarder/Sänger Lawrence Gowan, Gitarrist/Sänger Will Evankovich und Bassist Terry Gowan, mitgewirkt.
Inhaltlich geht es um vergessene Satelliten, die einst mit hohen Ambitionen ins All geschossen wurden und nun ziellos um die Erde treiben. Der Titelsong als kurzer Opener und „Build and Destroy“ starten dieses Konzept. „Als sie in den Weltraum geschossen wurden, waren diese Satelliten der Traum und der Ehrgeiz von jemandem“, sagt Shaw über die einst hochmoderne Technologie. „Sie haben ihren Zweck erfüllt und wurden weggeworfen. Es ist eine Einöde da oben, aber sie wurden einst mit Liebe geschaffen. Wir sind alle Menschen, und wer kann schon sagen, dass unser Liebesprojekt besser ist als das von jemand anderem?“
Wieder zeigen sich STYX als aufregende Geschichtenerzähler und liefern eine dynamische Sammlung an Tracks, die die gesamte emotionale und stilistische Bandbreite des Styx-Kanons widerspiegelt. Das Album ist kraftvoll und doch auch introspektiv, in manchen Momenten theatralisch und in anderen aufrichtig – mit einem Gleichgewicht zwischen progressiven Tendenzen und tieferen, zum Nachdenken anregenden Botschaften.
Fazit: Es gibt wenig zu meckern. Die Rock-Veteranen von Styx legen hier (mal wieder) ein grandioses Album vor, das sich stilistisch durch die Jahrzehnte zieht und Freunde guter filigraner Rockmusik begeistern dürfte. Musikalisch wird das Konzept mit genialem Progressive Rock und fantastischen Hymnen umgesetzt. Definitiv kann man sagen, dass Styx noch die Gabe besitzen, Zuhörer zu fesseln und auf ihre Reise mitzunehmen. Ich bin auch ein großer Fan von „Mr. Roboto“, doch ich muss gestehen, wenn Styx ihre Songs von Gitarrenriffs umwehen lassen, zeigen sie ihre ganz große Stärke – auch nach über 50 erfolgreichen Jahren als Band.
Als sie zwölf Jahre alt war gewann Ella Yelich-O’Connor alias Lorde einen Talentwettbewerb an ihrer Schule. Ein Video ihres Auftritts gelangte zu Universal Music, man nahm sie unter Vertrag und förderte ihre weitere musikalische Entwicklung. Das US-Billboard Magazine erkor sie schnell zur “New Queen Of Alternative” und widmete ihr das Cover. Ob solche Vorschusslorbeeren im Alter von 16 Jahren ein guter Wegbereiter für die zukünftige Karriere sind? Es scheint zu funktionieren. Seitdem liefert Lorde nämlich im 4-Jahres-Rhythmus atmosphärisch dichte Alben mit energetischer Popmusik. „Virgin“ ist das vierte Werk der Neuseeländerin und stieg in der ersten Woche auf Platz 3 der deutschen Albumcharts ein.
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Samt neuer Ästhetik, neuer Inspiration und musikalischen Themen eroberte die Sängerin mit den Single-Auskopplungen “What Was That“, “Man Of The Year“ und “Hammer“ bereits die volle Aufmerksamkeit und Begeisterung der Pop-Szene weltweit. Elf Tracks umfasst das Album, das sie neben Jim E-Stack teils selbst mit produziert hat – und die weltweite Ultrasound Tour ist bereits größtenteils ausverkauft. Mit scharfen Lyrics und einem diversen Sound, eröffnet Lorde ihren Fans nicht nur den Lorde Summer, sondern auch eine prickelnde Harmonie aus verführenden neuen Sounds und der Rückkehr des lang vermissten Lorde-Pop.
Das Albumcover zeigt eine Röntgenaufnahme des Beckens der Sängerin, darauf enthalten ein Reißverschluss, eine Gürtelschnalle und eine Verhütungsspirale. Ein äußerst intimer Blick ins Innere also, so wie es auch Lordes Songs sind. Besonders beeindruckt mich der A-cappella-Titel „Clearblue“, auch wenn die Stimmen zum Teil elektronisch verfremdet sind. Lorde singt von ihren Gefühlen, von Liebe und Macht, von Unsicherheiten. Das alles verpackt in grandiosen Artpop, mal elektronisch, mal hymnisch, mal ganz intim und introvertiert.
Während „Solar Power“ eine Hommage an die Natur war, widmet sich „Virgin“ der Weiblichkeit und intensiven, authentischen Momenten. Ein Album, das unter die Haut geht!
Mit der Verbreitung von Musik auf CDs in den 80ern schienen die Tage der klassischen Langspielplatten gezählt. Aber in den letzten Jahren erfreut sich diese Medium nicht nur unter Sammlern wieder großer Beliebtheit. Nicht nur neue Alben werden oft auch auf Vinyl veröffentlicht, auch beliebte Klassiker erscheinen neu überarbeitet in besonderen LP-Editionen. so aktuell auch „ABBA“, das dritte Studioalbum der schwedischen Kultband. Die Neuauflage im sogenannten Half Speed Mastering ist Teil einer besonderen Kollektion zum 50jährigen Jubiläum des Albums.
Dass ausgerechnet dieses Album keinen eigenen Titel hat, sondern nur nach der Band selbst benannt ist, macht im Rückblick durchaus Sinn. Denn mit Titeln wie „Mamma Mia“ oder „So long“ bewiesen ABBA nicht nur ihr Talent für zeitlose Ohrwürmer, sondern entwickelten in den Arrangements auch erstmals ihren typischen Sound. Nachdem sie im Jahr zuvor den ESC und internationale Aufmerksamkeit gewonnen hatten, galt es mit „ABBA“ auch den Status als erfolgreiche Band zu festigen – was den Schweden unter anderem mit den zusätzlich produzierten Musikvideos gelang, in denen sie sich nicht als Superstars, sondern als sympathische Normalbürger inszenierten.
Zu den Songs des Albums muss man 50 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung eigentlich nichts mehr schreiben. „Mamma Mia“, „SOS“ oder „I do, I do, I do , I do. I do“ sind längst musikalisches Allgemeingut, und auch etwas weniger bekannte Titel wie „Hey, hey Helen“ oder „Bang-a-Boomerang“ sind typische eingängige ABBA-Songs. Besonders erwähnenswert ist allerdings das „Intermezzo No. 1“, ein rein instrumentaler Track, bei dem sich Benny Andersson als Komponist und Musiker richtig ausleben durfte. Der durch die Überarbeitung besonders hochfrequente und stabile Stereo-Sound ermöglicht es nun, „ABBA“ in hoher Qualität im heimischen Wohnzimmer zu genießen.
Überzeugend ist auch die Gestaltung dieser Sonderedition. Die äußere Verpackung der Doppel-LP enthält neben den obligatorischen Credits alle Songtexte. Jede LP hat außerdem noch eine eigenen Hülle, auf denen sich Fotos der Band, sowie interessante Hintergrundinformationen zum Original-Album finden. Zusätzlich enthält das Package ein Mastering Zertifikat der Abbey Road Studios. Für ABBA-Fans und Liebhaber besonderer Vinyl-Ausgaben ist diese Neuerscheinung des Kultalbums also auf jeden Fall zu empfehlen!
Vertrauen ist eines der wertvollsten Gefühle, das nicht nur einem neuen Song, sondern auch dem dritten Album von JEREMIAS seinen Namen gibt. Und das gleichzeitig das Fundament dieser Band und der insgesamt zwölf neuen Songs beschreibt, die seit der Veröffentlichung des zweiten Studioalbums „Von Wind und Anonymität“ (2023) entstanden sind und im Sommer letzten Jahres gemischt und gemastert wurden.
Jeremias Heimbach, Oliver Sparkuhle, Jonas Hermann und Ben Hoffmann präsentieren auch auf den Songs des neuen Albums einen Gegenentwurf in der zunehmenden Belanglosigkeit und Kalkuliertheit vieler heutiger Musikproduktionen für Playlisten und Algorithmen. Ihre Songs sind und bleiben wahrhaftig.
In 30 Minuten bekommen wir atmosphärisch dichte Popsongs voller Melancholie mit Heimbachs einzigartig charismatischer Stimme. Das fröhlich-optimistische Show-Intro „this is“ und der Rausschmeißer „mamita“ sind leider eine Mogelpackung und nur kurze Snippets, die die eigentlichen zehn Tracks des Albums einrahmen. Dazwischen finden sich die routinierten Popsongs, die man von Jeremias gewohnt ist – schön, elegant und mit erzählendem Charakter.
Einige davon sind schon durch vergangene Single-Veröffentlichungen bekannt. „pillen“ erzählt von Nähe, Veränderung und dem flüchtigen Zauber gemeinsamer Augenblicke. Die Zeilen „Die Zeit vergeht so schnell als hätt ich Pillen im Bauch“ bringen dieses Gefühl poetisch auf den Punkt – als würde die Realität für einen Moment aufgelöst und durch etwas Schöneres ersetzt. “ein mensch” ist ein Lied über den Verlust eines Menschen. Obwohl die Trauer und der Schmerz so groß ist, jemanden loslassen zu müssen, ist dennoch die Gewissheit da, dass irgendwo an anderer Stelle ein neues Leben beginnen wird. Immer wenn jemand geht, kommt wiederum jemand, sodass auch immer etwas Neues entsteht.
„reich“ beschriebt das Gefühl von Ohnmacht, welches man in einer Beziehung entwickelt, wenn man an einen Punk gelangt, an dem es gefühlt nicht mehr vor und zurück geht. Und das Resultat von Gesprächen und Besserungsversuchen lediglich Tränen sind, die einen stagnieren lassen. „meer“ ist ein Song über die tiefe Verbindung zweier Menschen. Es geht um einen konkreten Moment, um eine Umarmung, in der man ganz nah beieinander ist und das atmen des jeweils anderen hört. Und „fallen“ handelt davon, sich selbst zu akzeptieren und sich in jeglichen Situationen fallen zu lassen und vermittelt den perfekten, unbeschwerten Vibe für den anstehenden Sommer.
So darf man sich auf atmosphärische Musik und Gänsehaut-Momente freuen, aber wirkliche Überraschungen gibt es nicht. JEREMIAS wollen ihr Erfolgsrezept noch nicht verändern – stattdessen liefern sie ein solides, modernes Popalbum mit epischen Songs. Tief und schön!
Das Komponieren und Aufnehmen neuer Musik ist für jede Band eine kreative Herausforderung, die STYX mit der Veröffentlichung des neuen 18. Studioalbums CIRCLING FROM ABOVE über das Label der Band, Alpha Dog 2T/UMe, mit Bravour gelungen ist. Das Album umfasst 13 Songs, die die Komplexität der menschlichen Erfahrungen durch die sich überschneidenden Aspekte von Technologie und Natur beleuchten.
STYX haben das Album exklusiv auf TalkShop.live angekündigt. Dort konnte auch eine begrenzte Anzahl von signierten CDs zur sofortigen Lieferung bestellt werden. Tommy Shaw, Lawrence Gowan und Will Evankovich nahmen an einem Live-Interview mit Moderator Steve Harkins teil, das bereits jetzt angesehen werden kann.
Das Album wird zwar erst ab dem 18. Juli im Handel oder in digitalen Kanälen erhältlich sein, aber CIRCLING FROM ABOVE-CDs und -Vinyls können bereits über den nachfolgenden Link https://thecircle.de/collections/styx gekauft werden.
An CIRCLING FROM ABOVE haben alle sieben Mitgliedern der Band, darunter Gründungsgitarrist/Sänger James „JY“ Young (liebevoll „The Godfather of Styx“ genannt), Gitarrist/Sänger Tommy Shaw, Original-Bassist Chuck Panozzo, der langjährige Schlagzeuger Todd Sucherman, Keyboarder/Sänger Lawrence Gowan, Gitarrist/Sänger Will Evankovich und Bassist Terry Gowan, mitgewirkt.
Die Energie der Leadsingle „Build and Destroy“ ist die erste Vorstellung neuer Musik für ihre Fans. Der Song kann auf allen digitalen Kanälen gestreamt und heruntergeladen werden.
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„Diese kleine Melodie in Build And Destroy habe ich immer wieder gesungen“, erklärt Sänger/Keyboarder Lawrence Gowan, der den Leadgesang übernahm. „Auch wenn wir nicht über diesen Teil singen, dachte ich, das wäre ein guter Titel. Die Melodie fühlt sich an wie ein kleines ‚Star Trek‘- oder ‚Twilight Zone‘-Ding – nur ein kleiner Hinweis, der den Titel unterstreicht.“
Shaw und Evankovich stürzten sich in die Arbeit, um die Strophen auszufeilen und den Text zu vervollständigen, und in nur eineinhalb Tagen war der Song fertig. „Wir wussten, dass er stark war“, sagt Gowan. „Auch wenn es der vorletzte Song war, den wir fertigstellten, fühlte er sich wie ein schneller Einstieg in das Gesamtthema des Albums an.“
CIRCLING FROM ABOVE ist eine dynamische Sammlung, die die gesamte emotionale und stilistische Bandbreite des Styx-Kanons widerspiegelt. Es ist kraftvoll und doch auch introspektiv, in manchen Momenten theatralisch und in anderen aufrichtig – mit einem Gleichgewicht zwischen progressiven Tendenzen und tieferen, zum Nachdenken anregenden Botschaften.
„Wenn man mit dem Schreiben eines Albums beginnt, gibt es in der Regel etwas, das deine Fantasie anregt, und plötzlich bist du ein Geschichtenerzähler, der mit dem Keim einer Geschichte beginnt“, sagt Tommy Shaw. „Ein guter Song ist wie eine gerade Straße – er bringt dich zum nächsten Ort.“
Das Album, das dritte der Band in acht Jahren, bietet ein 41-minütiges, durchgängiges Hörerlebnis, das sowohl zum Nachdenken anregt als auch berauschend ist. Es ist eine Meisterklasse im Geschichtenerzählen und verbindet die typischen STYX-Merkmale mit kühnen Schritten nach vorne – aufbauend auf dem kreativen Schwung der letzten Veröffentlichungen THE MISSION (2017) und CRASH OF THE CROWN (2021).
Das Album wurde von Evankovich produziert, der auch die beiden vorherigen Alben der Band betreute, bevor er 2022 offizielles Mitglied wurde. Alle 13 Songs stammen in verschiedenen Kombinationen aus der Feder des Songwriter-Dreigestirns der Band, bestehend aus Shaw, Evankovich und Lawrence Gowan. In Bezug auf den kreativen Funken des Trios sagt Lawrence Gowan, dass es sich nicht um einen einfachen Fall von Mehrheitsentscheidungen handelt, sondern vielmehr um ein echtes gemeinsames Unterfangen.
„Ich habe bei den letzten drei Platten festgestellt, dass wir uns wirklich bemühen, dafür zu sorgen, dass jeder am Ende ein Lächeln im Gesicht hat“, sagt er. „Es gibt zwar kreative Reibungen, aber jeder kommt zum Zuge und das ist wirklich gut. Es ist sicher eine seltsame dreifache Demokratie. Wir alle wissen, dass die Institution Styx das Wichtigste ist.“
Auf halbem Weg zum Album begann ein loses Thema den kreativen Prozess der Band zu umkreisen – eine Anziehungskraft, wenn man so will, die sie auf den von Shaw beschriebenen geraden Weg führte. In einem zufälligen Moment im Studio kam das Gespräch auf eine App, die verlassene Satelliten aufspürt, diese stillen Relikte einstiger Ambitionen. Aus diesem Funken entstanden die Tracks – darunter der Titelsong und „Build and Destroy“ -, die das Spannungsverhältnis zwischen menschlichem Erfindungsreichtum und den Träumen nachzeichnen, die wir manchmal bei der Verfolgung dieses Ziels aufgeben.
„Als sie in den Weltraum geschossen wurden, waren diese Satelliten der Traum und der Ehrgeiz von jemandem“, sagt Shaw über die einst hochmoderne Technologie, die nun ziellos durch die Atmosphäre schwebt. „Sie haben ihren Zweck erfüllt und wurden weggeworfen. Es ist eine Einöde da oben, aber sie wurden einst mit Liebe geschaffen. Wir sind alle Menschen, und wer kann schon sagen, dass unser Liebesprojekt besser ist als das von jemand anderem?“
Wenn man sich das Albumcover genauer ansieht, dann sieht man, wie sich diese thematische Ouvertüre entfaltet. Tausende von Staren – die speziell wegen ihrer überragenden Fähigkeit, mit ihren Flugmustern zusammenzuarbeiten, ausgewählt wurden – in der Form eines einzigen Vogels, der über einer baufälligen Satellitenschüssel schwebt.
„Sie setzen sich durch und wir scheitern“, kommentiert Evankovich das Cover. „Wir sind nicht wie der Rest der Kreaturen, die in der Gemeinschaft arbeiten, wie die Vögel und die Bienen und all die anderen. Wir tun Dinge und verursachen dann Abfall für uns selbst, der uns am Ende schadet“.
STYX ist in den letzten 25 Jahren ein Tourneemagnet geblieben, aber laut Gitarrist und Sänger Tommy Shaw ist der aktuelle künstlerische Aufschwung der Band im Studio auf mehrere Faktoren zurückzuführen, die mit einem tiefen Gefühl der Harmonie verbunden sind.
„Es gibt im Moment einfach eine Menge positiver Strömungen“, sagt Shaw. „Es gibt eine Menge Leute, die großartig spielen, und es gibt viel Liebe, Respekt und Begeisterung für die Talente der anderen. Bands können ein ganzes Leben lang bestehen und nie diese Art von Beziehung und Chemie haben“.
STYX und The Kevin Cronin Band (Ex-Sänger von REO Speedwagon plus Band) plus Don Felder präsentieren aktuell in den USA spezielle Album-Shows (The GRAND ILLUSION und HI INFIDELITY) sowie ihre Hits im Rahmen der „Brotherhood of Rock“-Tour.
Was vor beinahe 30 Jahren mit einem Simpsons-Gag begann, ist am 10. Juli 2024 Realität geworden: Die Hip-Hop-Legenden Cypress Hill teilten sich mit dem London Symphony Orchestra die Bühne der prestigeträchtigen Royal Albert Hall und performten ihr Album „Black Sunday“ in einer einmaligen Fusion aus Hip-Hop und Klassik.
Das Live-Album und der Konzert-Film „Black Sunday Live At The Royal Albert Hall“ sind in zahlreichen physischen und digitalen Formaten verfügbar! Zur Feier des Releases wurde die Performance des vermutlich ikonischsten Songs der Gruppe – „Insane In The Brain“ – releast.
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“Cypress Hill & The London Symphony Orchestra: Black Sunday Live at the Royal Albert Hall” wird auf mehreren physischen und digitalen Formaten veröffentlicht, darunter DVD+2CD, Blu-ray+2CD, Limited Edition 2CD, 180g Half-Speed Mastered schwarzes Vinyl, 180g Half-Speed Mastered Gold farbiges Vinyl und Limited Edition Kassette. Fans, die sich den Film auf Blu-ray ansehen, können das Konzert in Dolby Atmos Audio erleben, was ein Klangerlebnis bietet, das die Zuschauer*innen direkt in die Royal Albert Hall versetzt.
TRACKLIST „BLACK SUNDAY LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL“
I Wanna Get High
I Ain’t Goin’ Out Like That
Insane in the Brain
When the Shit Goes Down
Lick a Shot
Cock the Hammer
Interlude
3 Lil’ Putos
Legalize It
Hits From the Bong
What Go Around Come Around, Kid
A to the K
Hand on the Glock
Break ‘em off Some
Dr. Greenthumb
Illusions
Money
Cuban Necktie
How I Could Just Kill a Man
(Rock) Superstar
Band Introductions
CYPRESS HILL LIVE
Cypress Hill kommen im Rahmen ihrer Tour diesen Sommer für einige Konzerte nach Deutschland.
Gordon Matthew Thomas Sumner, besser bekannt als STING, ist inzwischen 73 Jahre alt. Zum Glück geht er weiter auf Tour und ist dabei bestens in Form, wie der aktuelle Live-Release „3.0 Live“ beweist.
Es wurde auf der gefeierten „STING 3.0“-Welttournee mit dem langjährigen Gitarristen Dominic Miller und Schlagzeuger Chris Maas aufgenommen und ist eine 9-Song-Sammlung von Stings größten Hits, einschließlich „Be Still My Beating Heart“, das noch nie zuvor als Live-Version veröffentlicht wurde.
Die Zusammenstellung ist sehr cool und basiert auf den Klassikern. Es gibt also nicht den „puren“ Sting, sondern auch einige POLICE-Tracks. Macht aber Spaß, so rockig wie er das rüberbringt. Mit durchaus verlebter Stimme, die aber sehr viel Charisma hat. Da ist nichts glattpoliert, sondern wir bekommen das direkte Livefeeling eines Mannes, der noch lange nicht in Rente gehen will.
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In seiner außergewöhnlichen Laufbahn hat Sting, der auch in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, 17 GRAMMY Awards® erhalten und weltweit 100 Millionen Alben verkauft. Er gilt als einer der profiliertesten Solokünstler der Welt, ebenso wie als ehemaliger Frontmann von The Police. Als Komponist, Singer-Songwriter, Schauspieler, Autor und Aktivist wurde Sting außerdem mit einem Golden Globe, vier Oscar-Nominierungen, einer Tony-Nominierung, dem Century Award des Billboard Magazine und den Kennedy Center Honors ausgezeichnet.
Ihn live zu erleben, ist immer ein Genuss. Warum? Vermutlich, weil er so entspannt auf der Bühne steht, sein Ding ohne großes Brimborium durchzieht und einfach ein sympathischer Kerl ist.
Tracklisting
1. Message in a Bottle – Live
2. Englishman in New York – Live
3. Fields of Gold – Live
4. Seven Days – Live
5. All This Time – Live
6. Driven to Tears – Live
7. Synchronicity II – Live
8. Every Breath You Take – Live
9. Roxanne / Be Still My Beating Heart – Live
Auf der Digitalversion gibt es übrigens noch „Fragile“. Etwas ärgerlich, dass Man als Vinyl- und CD-Hörer hier das nachsehen hat.
Fünfzig Jahre sind vergangen, seit 1975 das nach dem Bandnamen betitelte dritte ABBA-Album veröffentlicht wurde. Bis zum Ende des Jahres wurden in der schwedischen Heimat der Band 450.000 Exemplare verkauft. Der Longplayer enthielt spätere klassische Hits wie „Mamma Mia“, „SOS“ und „I Do, I Do, I Do, I Do, I Do“. Die beiden Singles „Mamma Mia“ und „SOS“ erreichten in Deutschland Platz 1 der Charts. Die Wiederveröffentlichung von „ABBA“ am 13. Juni ist inzwischen das achte Album, das mit einem Jubiläumspaket veröffentlicht wird.
Das „ABBA“-Album wird als Half-Speed-gemasterte 45RPM-2LP-Vinylversion mit neuen Texten wiederveröffentlicht. Das von Miles Showell in den Abbey Road Studios gemasterte 2LP-Set auf 180g schwerem, schwarzem Vinyl erscheint im Klappcover mit Obi-Strip und Echtheitszertifikat.
Weiterhin gibt es eine limitierte Auflage der vier Vinyl-Singles, die ursprünglich 1975 von Polar veröffentlicht wurden. Das Set besteht aus vier farbigen Singles (weiß, rot-transparent, rot und gelb), die in einer Box mit abnehmbarem Deckel untergebracht sind. Die einzelnen Hüllen wurden mit klassischen Bandmotiven aus der ursprünglichen Ära versehen. Weiterhin sind die Singles auch als separate Picture Discs erhältlich. Zeitgleich mit der Veröffentlichung wird eine neue Linie von Vintage-inspirierter Kleidung im Universal Store erhältlich sein.
Der Künstler aus Lübeck, der tatsächlich diesen Nachnamen trägt, kann 2023 wohl als das Jahr seines Durchbruchs in der deutschen Musikszene abspeichern. Zuerst erreichte sein Hit „Kleiner Finger Schwur“ Millionen von Nutzern der Plattformen TikTok und Instagram und dann stiegt sein Debüt-Album „Gegengewicht“ von 0 auf Platz 11 in den deutschen Album Charts ein. Seitdem hat sich im Leben von Florian Künstler so einiges positiv verändert, vor allen Dingen kommen deutlich mehr Menschen zu seinen Konzerten und zeigen sich zutiefst berührt von den emotionalen Texten des charismatischen Sängers.
Die Beschreibung als „der Sozialarbeiter unter den Songpoeten“ will ich dabei gar nicht despektierlich gemeint wissen, bin ich doch selbst in der genannten Sparte tätig. Florian ist einfach jemand, der die Menschen versteht, auf ihre spezifische Lebenssituation eingeht und ihnen Mut macht. Das tut er mit eingängigen Melodien und intelligenten, emotionalen Texten.
Man nehme nur den Titelsong des neuen Albums „Du bist nicht allein“. Die Melodie basiert lose auf Cyndie Laupers Song „Time after time“. Nicht 1:1 kopiert, aber daran angelehnt. Da hat sich der Song über das vergangene Jahr stark weiter entwickelt, war er doch zu Beginn bei den Liveaufführungen tatsächlich ein Coversong mit deutschem Text. Inzwischen aber hat er eine echte Eigenständigkeit, wobei er immer noch den Geist des Originals atmet. Wunderbar und aussagekräftig mit stärkenden Textzeilen:
Wenn du grad in dei’m Leben kein’n Sinn mehr siehst Ich werd‘ bei dir sein Zu viel Angst, zu viel Schmerz und du weißt nicht mehr weiter Du kämpfst nie allein
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Florian Künstler ist ein aufmerksamer Beobachter. Nicht nur seiner persönlichen Befindlichkeiten, sondern auch der Welt um ihn herum. Das war schon zu seiner Zeit als Straßenmusiker so, der wohl härtesten Schule überhaupt. Weit abseits der gerne verklärten Lebenskünstlerromantik, die Leidenschaft und Spielfreude hauptsächlich mit Menschenkenntnis belohnt.
„Du bist nicht allein“ ist ebenso Selbstgespräch wie auch Kommunikation mit seinem Umfeld. Der feste Entschluss, sich der Stille, der Isolation und allem anderen entgegenzustellen, was uns lähmt, uns spaltet und belastet. Stattdessen (Rück)Besinnung auf das Gute, Schöne und Erhaltenswerte, für das es sich lohnt zu leben. Ein Blick nach innen, den der zwischen optimistischem Realismus und realistischem Optimismus pendelnde Musiker in seiner geerdeten Mischung aus aufs Wesentliche reduzierter Singer-Songwriter-Intimität und packendem Deutschpop kanalisiert.
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„Viele Menschen fühlen sich alleine in diesen Zeiten. Da bin ich keine Ausnahme“, erklärt Florian Künstler. „Man wird täglich mit schlimmen Nachrichten konfrontiert und zieht sich immer weiter in sein schwarzes Loch zurück. Obwohl sich jede:r auf seine Art verloren vorkommt, machen wir doch im Grunde alle das Gleiche durch. Diesen Gedanken finde ich irgendwie beruhigend. Oft kann es helfen, sich auf das eigene Leben zu konzentrieren und auf das, was man hat. Auf die Partnerin oder den Partner, die Familie und Freunde. Den inneren Kern, der einem in Krisenzeiten wie diesen Halt gibt.“
Mit dieser Grundhaltung singt Florian „Verzeih dir selbst“ und widmet einen Song für „Stille Kämpfer“ (die so schwere Lasten tragen und dafür keinen Applaus erwarten). In einem Lied an seine Frau träumt er davon, mit ihr alt zu werden („Weiße Haare“). „Das Leben hier vermissen“ besingt die Freuden des Daseins und „Ey du da oben“ hadert mit der höheren Wesenheit.
Es gehgt darum „Mensch zu sein“ oder „Völlig okay“, „Krokodilstränen“ zu weinen und unerträgliche „Stille“ zu erleben. Die Themen sind alltäglich, doch sie werden nie platt und einfach präsentiert. Florian Künstler ist ein Philosoph der Gegenwart, dem zu jeder Begebenheit eine Melodie und ein bewegender Text einfällt. Auch sein zweites Album ist ein wundervolles Gesamtwerk. Großartig anzuhören.
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