Blumentopf “Kein Zufall / Grosses Kino” -Tour 2012 Support: Edgar Wasser CBE Köln

Peter 23. Mai 2012 Kommentare deaktiviert
Blumentopf “Kein Zufall / Grosses Kino” -Tour 2012 Support: Edgar Wasser CBE Köln
DATUM»23.05.2012
ARTIST» ,
VENUE»

Heute gaben Blumentopf im Club Bahnhof Ehrenfeld den Auftakt zu ihrer kleinen, aber feinen Jubiläumstour “Kein Zufall/Grosses Kino”. Wie der Titel der Tour schon erahnen läßt – es handelt sich um die ersten beiden Alben der Band – geht es hier zurück zu den Anfängen.
In lediglich acht und eher kleineren Locations wollen die Münchner sich nach zwanzig Jahren Bandgeschichte bedanken. Und das im klassischen Set – ein DJ und vier MCs.

Grosses Kino erwarteten wohl auch die Fans, die Konzerte sind fast allesamt seit Monaten ausverkauft. Und so freute auch ich mich darauf, mal wieder den HipHop, mit dem ich “aufgewachsen” bin, live zu hören.

Nach einer halben Stunde warm werden mit dem ebenfalls aus München kommenden Rapper Edgar Wasser kommen dann gegen 22 Uhr die Jungs vom Topf auf die Bühne und starten ihre Retrospektive.
Von Anfang an herrscht hier eine super Stimmung! Jeder einzelne auf der Bühne wird laut und herzlich vom Publikum begrüßt und die “Zeitzeugen” – O-Ton Schu – sind bei jedem Song textsicher dabei.

Dass Holunder, Schu, Cajus und Roger mit das Beste sind, was es auf dem deutschen Freestyle-Rap-Markt gibt, bekommen wir dann nach drei Tracks zum ersten mal zu hören. Über die Champions-League-Niederlage des FC Bayern oder auch nur Blockschokolade hauen die vier sich die Reime um die Ohren, und das in einer intelligenten und witzigen Weise ohne “bushidoesques” Vokabular bemühen zu müssen. Und auch Sepalot zeigt beim Scratchen, daß er das Platten auflegen nicht verlernt hat.
Bis auf ein neues Stück von Roger und eines Appetithappens vom neuen Blumentopf-Album werden, wie angekündigt, nur die alten Sachen gespielt.

Zum Kochen wird der Bahnhof Ehrenfeld dann endgültig beim vermeintlich letzten Song gebracht – die “Party Safari” mobilisiert nochmal alle Kräfte, um zu singen und zu springen was das Zeug hält.
Als Zugabe, zu der man bei so einer Stimmung nicht lange bitten muss, bekommen wir unter anderem nochmal einen ihrer feinen Freestyles zu hören. Diesmal muß das zu kleine Handtuch auf der Bühne als Textgrundlage herhalten.

Nach zwei Zugaben und über zwei Stunden Spaß – sowohl auf als auch vor der Bühne – entlässt uns der Topf, klitschnass aber glücklich, wieder in die Nacht.
Das war definitiv eines der cremigsten Konzerte, mit tighten Beats und freshen Raps, auf dem ich war – drei Vokabeln, die in keiner HipHop Rezension fehlen dürfen, oder?

Keine Kommentar mehr möglich.