Die Ärzte “Das Ende ist noch nicht vorbei” Support: K.I.Z., König Pilsener Arena in Oberhausen

Nadine 26. Mai 2012 Kommentare deaktiviert
Die Ärzte “Das Ende ist noch nicht vorbei” Support: K.I.Z., König Pilsener Arena in Oberhausen
DATUM»26.05.2012
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Oberhausen trägt schwarz! Das die Ärzte am Samstag in der Stadt sind, ist in Oberhausen leicht zu erraten. Das nah an der König-Pilsener Arena gelegene CentrO, sowie die Promenade, sind voller Fans in DÄ Shirts. So viele schwarze Shirts wurden auf der Promenade wohl lang nicht mehr gesichtet. Das Wetter ist super sonnig und die Fans machen es sich gemütlich vor der Arena. Schade, dass es sich hierbei nicht um ein Open Air Konzert handelt, das wäre bei dem Wetter perfekt gewesen, Sonne, Bier und die Ärzte. Die Stimmung scheint gut und ein Hauch Aufgeregtheit liegt in der Luft, als es für die Meute heißt, das es nun endlich rein geht. Fix füllt sich die Halle und die Gastrobetreiber erfreuen sich an dem reichlichen Bierfluss an diesem Abend.  Das Publikum ist, wie oft bei der besten Band der Welt, bunt gemischt. Vom Kleinkind bis zum Großvater ist hier alles vertreten. Für die lieben Kleinen war die Vorband allerdings nichts. Pünktlich um 19.30 Uhr stehen K.I.Z., eine Hip-Hop Gruppe, ebenfalls aus Berlin, auf der Bühne und versuchen ihr bestes dem Publikum einzuheizen.  Da die Formation wohl weiß, wie ihre Texte wirken, fangen sie mit seichteren Texten an und starten Pogo-Versuche und weitere Einheizungsversuche. Texte wie ‚Riesenglied‘, angelehnt an den Song der Absoluten Beginner ‚Liebeslied‘, kommen nicht bei allen Besuchern an. Buhrufe hört man des Öfteren. Ob man die zynischen, sexistischen und sehr provokanten Songs mag, bleibt jedem selbst überlassen, aber muss man es wirklich so übertreiben? Über Geschmack lässt sich hier sicherlich bestens Streiten.

Zum Glück betritt dann auch bald die Band des Abends die Bühne, die beste Band der Welt, die Ärzte aus? Aus? Aus Berliiiin!  Nach der halbstündigen Umbauphase ertönt aus den Boxen eine Stimme die die Ärzte ankündigt, witzig und spannungsfördernd zugleich.  Dann beginnen die Ärzte auch schon ihr Set, alle hübsch in schwarz gekleidet und mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Das erste Lied des Abends ist ‚Punkrock‘. Die Fans singen mit, klatschen und kreischen ihre Götter an, so soll es sein. Die Ärzte sind für ihre geladene und lange Show bekannt, und das Publikum wird auch diesmal nicht enttäuscht. Die Jungs sind gut drauf und ‚reißen ständig Witze‘, auch wenn Bela B. Farin oft ermahnt, nicht so viel zu reden.  Egal, lass ihn reden, wir wollen hören, was er zu erzählen hat! Wortgewandt wie immer entertaint die beste Band der Welt die Massen. Die obligatorischen Laola-Wellen dürfen da natürlich nicht fehlen und werden vom Publikum in Perfektion ausgeführt. So gefällt es Farin, dem kleinen Dikatator sehr gut. Aber man soll die Götter ja auch zufrieden stellen. Mission des Publikums erfüllt. Dafür belohnen die Ärzte uns mit einer tollen Show und einer guten Setlist, Songs wie ‚Hurra‘, ‚Deine Schuld‘, Schrei nach Liebe‘ und ‚Ist das Alles‘, dürfen da nicht fehlen. Als die Lieben ankündigen ihr letztes Lied zu spielen, reagiert das Publikum so: nämlich gar nicht. Spielend empören sich die Ärzte und kommen nach dem letzten Lied wieder auf die Bühne. Netterweise spielen sie drei weitere Songs, unter anderem ‚Unrockbar‘, das erfreut das Ärzte-Fan-Herz. Unter tosendem Applaus verlassen Bela, Farin, Rod die Bühne, um dann nach kurzer Teepause wieder auf der Bühne aufzutauchen. Überraschung. Wer keine DÄ-Konzert-Jungfrau ist, weiß das die Show immer so schön lange dauert und hofft auf ein weiteres zurückkommen der Jungs. Enttäuscht wird man nicht, denn schwupps, sie sind wieder da! Mit dem letzten Lied des Abends ‚Zu Spät ‘ verabschieden sich die Götter in schwarz, nach 35 1/2 Songs, in die Nacht. Schunkelnd verlassen die Fans mit einem zufriedenen Gesicht die Arena, und das ist doch das, was zählt.

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