“Lieder vom Rand der Galaxis” – das erste Solo Live-Album von Wolf Maahn!

Thomas Kröll 8. August 2012 3
VERÖFFENTLICHUNG»10.08.2012
BEWERTUNG»8 / 9
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Solokonzerte von Wolf Maahn galten lange Zeit als seltene Ausnahmen. Es waren eher kurze Auftritte, wie beim legendären Wackersdorf-Festival vor 120.000 Zuschauern oder einer Benefiz-Gala in der Bonner Oper. Erst 2005 kam der 57-jährige Wahl-Kölner zu der Erkenntnis, dass “die Solo-Shows rocken”. Seitdem sind sie erfreulicherweise zum festen Bestandteil seines alljährlichen Tourkalenders geworden. Wer die “Ein-Maahn-Band” schonmal live auf der Bühne erlebt hat, der weiß, wie intensiv ein solcher Abend für Künstler und Fans gleichermaßen ist. Davon kann man sich nun auch endlich auf Wolf Maahn’s erstem Solo-Live-Album “Lieder vom Rand der Galaxis” überzeugen. Dabei hat er sich gegen die Veröffentlichung ebenfalls lange gesträubt. Die bange Frage war: “Funktioniert das auch auf einer kleinen Stereoanlage in einem Wohnzimmer irgendwo in Deutschland?”. Die eindeutige Antwort lautet: Ja, es funktioniert!

Fünfzehn “Lieder vom Rand der Galaxis” hat Wolf Maahn für das Album ausgewählt, aufgenommen während der “Fieber Hautnah Solotour 2011″ in Berlin, Kassel, Kiel, Leverkusen, Zwickau, Lübeck und Eppelborn. Passend zu seinem 30-jährigen Jubiläum, das er im September feiert, ist es gleichzeitig eine Art persönliches Best Of geworden. So finden sich in der Tracklist zahlreiche Klassiker wie “Rosen im Asphalt”, “Seltsamer Tag” und “Der Clown hat den Blues” ebenso wieder wie Songs seines letzten Studioalbums “Vereinigte Staaten” (“Unter einem großen Himmel” oder das wunderbare “Am heutigen Morgen”). Ganz gross ist das nahezu komplett veränderte “Kathedralen von Zahlen” mit einem furiosen Gitarrenintro. Nicht weniger herrlich interpretiert Maahn “Ich wart’ auf dich”, eines der schönsten deutschsprachigen Liebeslieder der Welt. Auch “Kind der Sterne” oder “Sterne in meinen Schuh’n” drücken kräftig auf die Tränendrüse. Wolf Maahn singt von Liebe, Hingabe und Freiheit und die Stücke gewinnen in ihrer reduzierten Form tatsächlich ein Nochmehr an emotionaler Kraft. Hinzu kommt mit “Nothing But A Heartache” ein völlig neuer Song. Rhythm & Blues gefärbter Rock at its best, ganz so wie wir es von Wolf Maahn seit nunmehr drei Jahrzehnten gewohnt sind.

Was ein klein wenig fehlt, sind die launigen Geschichten, die er üblicherweise während seiner Soloauftritte erzählt. Aber das hätte den Rahmen von 71 Minuten wohl deutlich gesprengt. Und dem ein oder anderen wird wie immer dieser oder jener Song fehlen. Doch darum geht es nicht. Es geht auf “Lieder vom Rand der Galaxis” darum, Wolf Maahn’s künstlerische Unabhängigkeit und Integrität zu dokumentieren, die ihn zwar vielleicht eine Karriere á la Westernhagen oder Grönemeyer gekostet hat, ihn aber immer authentisch und nah an den Fans bleiben ließ. Dazu reichen ihm eine Gitarre, ein stampfender Fuß und seine Stimme. Im Booklet bedankt er sich für all die Freude und den umarmenden Applaus, den er bei seinen Solokonzerten erlebt hat. Der Dank ist ganz auf unserer Seite.

Ab Oktober rockt Wolf Maahn dann auf seiner Jubiläumstour durch die folgenden Städte – natürlich wieder solo live:

  • 12.10.2012 – Köln, Kulturkirche
  • 19.10.2012 – Schwerin, Speicher
  • 20.10.2012 – Zwickau, Lutherkirche
  • 21.10.2012 – Bergneustadt, Krawinkelsaal
  • 26.10.2012 – Münster, Hot Jazz Club
  • 27.10.2012 – Ritterhude, Hamme Forum
  • 01.11.2012 – Fulda, Kulturkeller
  • 02.11.2012 – Bielefeld, Forum
  • 09.11.2012 – Karlsruhe, Jubez
  • 10.11.2012 – Trier, Tufa
  • 15.11.2012 – Berlin, Lido
  • 16.11.2012 – Regensburg, Alte Mälzerei
  • 29.12.2012 – München, Schlachthof
  • 30.12.2012 – Waldshut-Tiengen, Ali Theater
  • 26.01.2013 – Osnabrück, Rosenhof

3 Kommentare »

  1. Denis 8. August 2012 von 11:23 -

    Nur ein Song von der Libero, schwach!

  2. werner fischer 9. August 2012 von 18:50 -

    Gerade, einen Tag vor Release, schon bekommen und bin hin und weg! Absolut gelungen…! Hören!!!

  3. WM Fan 12. August 2012 von 12:45 -

    Nun habe ich das Album, und muß feststellen…was ein geschrabbel!
    Das kommt nur, wenn man live dabei ist und 3 Bier drin hat.
    Dann lieber mit Band :-(