The Police und Sting - Story und Songs kompakt

Chris Welch

Veröffentlicht: 16.04.2009 / Bosworth Music GmbH

Von: Thomas Kröll

The Police und Sting - Story und Songs kompakt

The Police haben in den späten 70er und frühen 80er Jahren die Musikszene maßgeblich beeinflusst. Hervorgegangen aus der Post-Punk- und New Wave-Bewegung integrierte das Trio von Beginn an Reggae- und Ska-Elemente in seine Songs und experimentierte später sogar mit Elementen von Weltmusik und Jazz. Vier ihrer insgesamt nur fünf Studioalben zwischen 1978 und 1983 belegten Platz 1 in den britischen Album-Charts. "Roxanne", "Message In A Bottle", "De Do Do Do De Da Da Da", "Don`t Stand So Close To Me" oder "Every Breath You Take" werden wohl für alle Zeiten unvergessliche Klassiker bleiben. Nach einer überaus erfolgreichen Reunion inklusive Welttournee vor zwei Jahren, gaben Gordon Matthew Sumner, alias Sting (Bass), Drummer Stewart Copeland und Gitarrist Andy Summers am 7. August 2008 ihr nach eigenen Angaben endgültig letztes gemeinsames Konzert. Aber das behaupten die Rolling Stones schon seit Jahrzehnten...

Wer noch einmal auf die Geschichte dieser Band und ihres Frontmannes zurückblicken möchte, kann dies nun mit dem vorliegenden Buch von Chris Welch nachholen. Welch zählt wohl zu den bekanntesten britischen Musikjournalisten. In seiner Vita finden sich Stationen beim Melody Maker, The Independent oder Rhythm. Außerdem war er Herausgeber des Metal Hammer-Magazins und von Rock World, sowie Co-Herausgeber des Magazins Musicians Only. Darüberhinaus soll der Mann auch noch ein richtig guter Schlagzeuger sein. "Story und Songs kompakt" (übrigens eine Reihe in der bereits Queen, The Who, Eric Clapton, Genesis, Metallica, U2, ABBA, Nirvana oder Elvis - also nahezu jeder von Rang und Namen - gewürdigt wurde) ist im praktischen Hosentaschenformat gehalten und bietet auf 139 Seiten (fast) alle Informationen zur Musik von The Police und Sting. Hinzu kommt ein 16-seitiger Fototeil.

Mit teilweise etwas schrägem (eben typisch britischem) Humor analysiert Welch darin sämtliche offizielle Alben und Songs. Album für Album und Titel für Titel erfährt der Leser durchaus interessante Details über die Songs, die Sting mit "seiner" Band sowie als Solokünstler produziert hat. Das geht natürlich mit "Outlandos D`Amour" los und endet beim letzten "echten" Police-Album "Synchronicity". Weiter werden Stings anschließende Soloalben eingehend behandelt, angefangen mit dem 1985er Meilenstein "The Dream Of The Blue Turtles" bis hin zu "Sacred Love" von 2003, viele wichtige Soundtracks sowie das in der Kritik sehr unterschiedlich bewertete Lautenprojekt "Songs From The Labyrinth" aus dem Jahr 2006. Dazu gibt es detaillierte Hinweise zu Neuauflagen, Compilations, seltenen Produktionen, Live-Alben und ein Song-Register am Schluss zwecks schnellerer Titelsuche. Nebenbei beschreibt Chris Welch noch die Entstehungsgeschichte von The Police seit ihren Anfängen 1977 (damals noch mit Henry Padovani an der Gitarre) und stellt die Bandmitglieder in Kurzbiographien vor.

Ob sein Handbuch damit nun wirklich "unentbehrlich" wird, wie uns der Klappentext Glauben machen will, überlasse ich an dieser Stelle dem Auge des Betrachters. Eine runde Sache ist es allemal. Was der geneigte Police- und Sting-Fan aber von einem Buch dieser Art erwarten kann, ist Vollständigkeit. Und dieses Kunststück ist Chris Welch gelungen, obwohl er die endlose Masse an Bootlegs bewusst ausgespart hat. So wird "The Police und Sting - Story und Songs kompakt" zu einem Nachschlagewerk, das Spass macht und vor allem viele Erinnerungen weckt!   

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