84 Day Syndrome vs. Gluefactory

Antonio Villaraigosa Golden Expressway

Veröffentlicht: 27.11.2009 / Long Beach Records / Broken Silence

Von: Maren Röcker

84 Day Syndrome vs. Gluefactory

Nachdem Sänger Jim Lindberg die Band Pennywise Ende August diesen Jahres verließ, stellt sich die Frage, wie es mit der Band weitergeht und ob sie sich überhaupt mit einem neuen Sänger zurück in die Ohren der Fans spielen können. Damit nicht genug kündigt Randy Bradbury, der Bassist und Backgroundsänger von Pennywise, ein Soloprojekt an. Zusammen mit alten Kontakten aus der Long Beach Punkrockszene veröffentlicht er eine CD, die sich sowohl aus einem reinen Soloprojekt Bradburys, als auch einem Bandprojekt zwischen ihm, Mike Davis (Secret Hate) und Mudd Lowther (The Falling Idols) u.a. zusammensetzt. Auf seinem Soloprojekt namens 84 Day Syndrome spielte Bradbury alle Instrumente selbst ein und mischte die CD eigenständig in seinem Homerecording Studio zusammen, worunter der Sound aber auf keinen Fall gelitten hat. Die Texte sind bei beiden Bands gleichermaßen kreativ und niveauvoll und die Musik hält, was die kalifornische Long Beach Punkszene verspricht.

84 Day Syndrome stammt komplett aus der Idee von Randy Bradbury. Der Sound erinnert an alte Bad Religion- oder Pennywise-Stücke, ist roh, schnell und auf das Wesentliche konzentriert: Gitarre, Bass und Schlagzeug. So wie man es von einem guten Punkrockprojekt erwartet, nicht weniger und vor allem nicht mehr.

Gluefactory hat bereits zwei LPs in den Jahren 2006 und 2008 veröffentlicht und ist vom Sound gut für diese Split-CD geeignet. Es sind typische Punkrocksongs enthalten, aber auch abwechslungsreichere, langsamere Stücke, teilweise mit vielen Instrumentaleinlagen. Der Übergang zwischen den beiden Bands ist nicht zu überhören und trotzdem passen die Bands gut zusammen, deren Bindeglied offensichtlich Bradbury ist.

Bei den Fans der kalifornischen Punkrockszene wird die CD gut ankommen, vor allem das Soloprojekt von Bradbury scheint sehr gelungen, aber auch Gluefactory enttäuschen nicht, man muss allerdings schon Punkrock mögen. Aber so ist das ja bekanntlich immer mit den Geschmäckern. Ein musikalisch, qualitativ und vor allem kreativ gelungenes Projekt der kalifornischen Punkrocker.

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