A Fine Frenzy

One Cell In The Sea

Veröffentlicht: 08.02.2008 / Virgin Records / EMI

Von: Astrid Weist

A Fine Frenzy

Hinter dem Künstlernamen A Fine Frenzy verbirgt sich die 22 Jahre alte Amerikanerin Alison Sudol. Nachdem im Januar bereits ihre erste Single „Almost Lover“ in Deutschland erschienen ist, präsentiert sie nun mit „One Cell In The Sea“ ihr Debütalbum.

Die junge Sängerin und Songwriterin wirkt zwar zart und zerbrechlich, hat aber eine volle und ausdruckstarke Stimme, wie sie im rhythmischen Opener „Come On, Come Out“ direkt beweist. 
Dem folgenden „The Minnow & The Trout“, einer Art Fabel über eine eigentlich unmögliche Beziehung, entstammt der Titel des Albums. I know that we´re different, but we were one cell in the sea in the beginning – ein sehr schöners Argument, das wir alle wohl öfter berücksichtigen sollten.

„You Picked Me“ und „Larger Than Lifesize”, die mit mit ihren schnellen Pianoparts ins Ohr gehen, lassen den Einfluss von britischen Bands wie Coldplay oder Keane erkennen.
Aber auch wer sich vom Album noch weitere wunderschön melancholische Balladen wie „Almost Lover“ erhofft hat, wird nicht enttäuscht. „Ashes And Wine“ beispielsweise und „Near To You” sind weitere ruhige und sparsam arrangierte Songs, in denen Alisons Stimme sehr elfenhaft und gefühlvoll klingt.

Auch die schnelleren Stücke wirken nie hektisch, sondern immer sehr entspannt – das ganze Album zeichnet sich durch eine gekonnte und unaufdringliche Mischung von Leichtigkeit und Melancholie aus.
Bei den Instrumenten dominiert das Piano, oft von Alison Sudol selbst gespielt. Ergänzt wird es klassisch durch Bass und Percussion, und auch mal Gitarre oder Steicher.

Das Booklet ist liebevoll gestaltet und enthält neben Fotos und Zeichnungen auch Songtexte – aber leider immer nur in Auszügen. Dies wird auch erwähnt und für die kompletten Lyrics auf die Homepage http://www.afinefrenzy.com/ verwiesen. Dort wird übrigens Bonusmaterial zum Herunterladen zur Verfügung gestellt, wobei die CD die Eintrittskarte für den Bonusbereich ist. Eine nette Idee – zwar werden Hörer ohne Internetzugang dadurch etwas benachteiligt, aber die werden wohl diese Review auch nicht lesen!

„One Cell In The Sea“ ist ein gelungenes Debüt der jungen Künstlerin. Beim ersten Hören setzten sich zwar noch nicht viele Stücke im Ohr fest, aber es bleibt ein eindeutig positives Gefühl. Und so nach und nach wächst einem dann das ganze Album ans Herz. Ob A Fine Frenzy wirklich die Entdeckung dieses Frühjahrs ist, will ich hier nicht beurteilen – aber gute Musik macht sie auf jeden Fall.

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