a-ha 25 (2 CD)

Morten, Pål und Magne sind auf Abschiedstournee. Und wenn ich die Berichte über das Konzert in der Trierer Arena lese, wird es auch Zeit. Ich selbst war leider nicht dabei – mir war die Eurovision-Livesendung aus Oslo wichtiger als das Konzert der Norweger in meiner Heimat – aber die Leserbriefe überschlugen sich mit Anklagen über Morten Harkets fehlendes Stimmvolumen. Gerade das war es doch, was a-ha seit Jahrzehnten ausmachte und ihnen eine ganz besondere Stellung im Popbusiness gab. Mag nun sein, dass der Gute einfach mal einen schlechten Tag hatte. Die Konzerte mit den Simple Minds einige Monate zuvor schienen zumindest ganz gut gelaufen zu sein.
"Take On Me" war im Oktober 1985 der erste große Hit und internationale Durchbruch der Band. Hinzu kam ein Musikvideo, das Maßstäbe setzte. Genau 24 Jahre später verkündete man das Ende der Band. Erfolglosigkeit kann nicht der Grund gewesen sein – "Foot Of The Mountain" fuhr doch noch beachtliche Chartpräsenz (unter anderem Platz 1 in Deutschland) ein und es gab eine Platin-Auszeichnung. Dann wohl doch eher die um sich greifende Amtsmüdigkeit unserer Tage.
Pünktlich zur kommenden Auflösung erscheint nun eine Doppel-CD mit 39 Hits der Band inklusive eines brandneuen Songs namens "Butterfly, Butterfly (The Last Hurrah)". Die Tracklist lädt zum Nachverfolgen der musikalischen Historie ein. Die wichtigsten Songs aller neun Studioalben sind mit dabei – und zwar in chronologischer Reihenfolge, beginnend auf CD 1 mit "Take On Me" (1985) bis hin zu "I Call Your Name" (1990) und auf CD 2 von "Move To Memphis" (1990) bis hin zu drei Stücken des "Foot Of The Mountain"-Albums und der neuen Single. Ein umfassendes Vergnügen mit einem stimmlich stets brillanten Morten Harket. Zumindest im Studio gab es nie was zu Meckern.
Dazwischen verstecken sich einige Single-Versionen und Remixe, die es bisher noch auf keinem regulären Studioalbum zu erwerben gab. Diese stammen von den Hit-Collections "Headlines And Deadlines" und "Singles 1984-2004". Der treue Fan wird also schon alle Songs sein eigen nennen. Bis auf "Butterfly, Butterfly": melancholisch-melodische Synthieklänge – seit jeher das Markenzeichen der Band. Ein würdiger Abschluss!