A

Teen Dance Ordinance

Veröffentlicht: 04.07.2005 / London Rec / Warner

Von: Melanie Schupp

A

Zugegeben, sehr lange hatte ich schon kein Album von A in der Hand. Nicht zuletzt vielleicht wegen ihrer dreijährigen Pause, die nun mit A teendance ordinance gebrochen wird. Schon ein geschmackvolles stylishes Cover beeindruckt mich auf den ersten Blick. Ein weißer Hintergrund auf der das Bandlogo in gelungener Farbgebung mit einem Verlauf von leuchtendem Pink zu Lila, der ins Auge sticht.

Beim Einlegen der CD kommt gleich die Überraschung: ein sehr schnelles rockendes Gitarrensolo eröffnet den ersten Song. Bass und Drums steigen nach den ersten Takten passend ein und Jason Perry, der Frontmann der Band, schreit die erste Strophe ins Mikrofon. Ein melodiöser langsamerer Refrain löst das ganze Tohuwabohu dann auf. Ein schöner Song und idealer Opener mit einem Solo, bei dem der Speed runtergedreht wird und somit vor dem Finale die Spannung gekonnt steigert.

Better off with him ist nun etwas leichter und einer von vielen Ohrwürmern des Albums. Ein wenig an Blink 182 erinnernd aber um Längen besser, da Jason´s Stimme meines Erachtens auf Dauer erträglicher ist. Dies ist ein Lied, das man gerne zum Skaten in der Sommersonne oder Snowboarden einlegt. Ein Sommerhit, auch wenn der Sommer sich noch nicht richtig raustraut.

Harte Gitarrenriffs leiten dann das nächste Stück ein. So hart das Lied sich auch anhört, so viel Sehnsucht beinhalten die Worte. Treibende Drums und starke Gitarren im Vordergrund, die sich durch den gesamten Song ziehen. Dann ein Refrain, beim dem Jason Höhen ansteuert, bei denen Bedenken aufkommen, die Stimme könnte gleich brechen – doch unbegründet. Dieser Rocksong überzeugt erst beim zweiten reinhören und danach bei jedem folgenden Durchlauf mehr und mehr.

Auch ein toller Skatesong folgt auf Platz vier mit Someone else. Sehr geeignet zum Mitschreien und –feiern. Auf Dauer ist dieser vielleicht ein wenig eintönig, aber nur ein bisschen, darüber kann man getrost wegsehen in der aufkommenden Feierlaune.
Und somit gelangen wir zur nächsten Überraschung. Die tonight ist eine Ballade mit langsamen Gesangsparts. Beginnend nur mit Gitarre und Gesang, bei dem Drums und Bass später vorsichtig einsteigen und einer Hymne zum Refrain, bei der man mit geschlossenen Augen zuhört und mitwiegt. Ein schönes Fade out könnte den Song nicht besser und sanfter zum Ende bringen, bevor bei dem nächsten Track auch gleich alle Instrumente wieder volles Rohr hochgefahren werden. Hierbei sollte man erwähnen, dass die Lyrics der auf dem Album befindlichen Songs wurden von Jason Perry vor den Aufnahmen in Seattle komplett umgeschrieben. Der Einfluss der Stadt an sich und des heruntergekommenen Hotels trugen ihren Teil dazu bei. Dies kommt vor allem bei diesem Song zum Vorschein. Vocals und knallende Soli würzen die Rockmainstreamsuppe und machen sie zu einem 7-Sterne-Menü.

Ein Song, der auch nicht mehr aus den Ohren zu bekommen ist, liefern A mit Blackhole. Wie im Titel schwingt auch im gesamten Text ein klein wenig Melancholie mit. Vordergründig ein sonniger Song, doch man sollte zweimal hinhören.
Noch ein langsames Stück macht das Album ausgewogen und trägt zur Abwechslung bei. Danach wieder ein krasser Cut mit Worst Thing That Can Happen, das den Härtegrad immens steigert. Und wer jetzt noch sagt, A seien eintönig und langweilig dem wird gleich Afterburner als Contra entgegengeworfen. Hier bleiben in Sachen Rock, Slamdancecharakter und Vocals keinerlei Wünsche offen.

Zum Abschluss noch einen knackigen Song mit Wisdom. Ein rundes Intro, das zur Strophe stark reduziert wird und den Gesang in den Vordergrund stellt. Der Refrain dreht auf mit brüllenden Backings. So zieht sich das Auf und Ab fließend durch den Song mit einem schönen Break vor dem Solo, das sich perfekt in das Gesamtbild einfügt.
Eine beachtliche Leistung haben A mit Hilfe von Terry Date als Produzenten hier vollbracht und ein Album mit massenweise Hitpotential aus dem Boden Seattles gestampft. Das ist Rockmainstream, der überzeugt. Rockiger Sound, Peitschende. Die fünfköpfige Band steht nicht nur in den Musikläden an erster Stelle auf Grund ihres Namens... A wird auch im persönlichen Plattenregal für diesen Sommer in der vordersten Reihe stehen.

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Tickets Night Of The Prog Festival
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Joe Cocker Tickets bei www.eventim.de