Annie Lennox

Songs Of Mass Destruction

Veröffentlicht: 28.09.2007 / RCA International / SonyBMG

Von: Astrid Weist

Annie Lennox

Die in den 80ern als Teil des Duos Eurythmics bekannt gewordenen Sängerin Annie Lennox ist seit den 90ern auch als Solokünstlerin erfolgreich. Mit „Songs Of Mass Destruction“ veröffentlicht sie nun ihr viertes Solo-Studioalbum.
Der bedrohlich klingende Titel mag zunächst unpassend erscheinen, hat aber doch gewissen Symbolcharakter. Denn die Texte des Longplayers handeln eher von den dunklen Seiten der Gesellschaft und der menschlichen Seele.

Das Album ist musikalisch sehr abwechslungsreich – von ruhigen, pianobegleiteten Balladen bis hin zu temporeichen Songs mit Disco-Beat ist alles vertreten. Gewohnt wandlungsfähig zeigt sich auch die Stimme von Annie Lennox, die sowohl mit sphärischen Klängen in hohen Tonlagen, als auch mit kraftvollem Melodiegesang oder rhythmischen Begleitstimmen (die sie alle selbst einsingt) überzeugen kann.

Gleich im erste Stück „Dark Road“, in dem sie über Gewalt und Zerstörungswut in dieser Welt singt, beweist Annie ihre Stärken. Die Wirkung dieser ruhigen ausdrucksstarken Ballade wird durch den schnelleren und sehr rhythmischen Mittelteil noch verstärkt.
Rockig geht es mit „Love Is Blind“ weiter, das im sich wiederholenden Schlussteil gut die Frustration über eine ungesunde Beziehung zum Ausdruck bringt.

„Ghosts In My Maschine“ bietet groovigen Wechselgesang zu Akkordeonbegleitung, während „Womankind“ sich mit einem tanzbaren Rhythmus, einer einprägsamen Melodie und interessanten gesungenen Einwürfen im Ohr festsetzt.
„Lost“ ist eine dieser sehr berührenden Balladen, bei der Annie eindrucksvoll ihre Stimme spielen lässt, ähnlich wie auch in den anderen ruhigen und hauptsächlich von Piano begleiteten Stücken „Smithereens“, „Through the Glass Darkly“ und dem abschließenden „Fingernail Moon“.
Dagegen kommen „Coloured Bedspread“ und Big Sky“ mit Technoelementen und ziemlich atmosphärisch daher.

Einer der eindrücklichsten Songs des Albums ist „Sing“, eine Aufforderung an die Mütter dieser Welt, sich auf ihre Stärken zu besinnen, verbunden mit einem Statement für die Aids-Prävention. Unterstützt wird Annie im Refrain von 23 Sängerinnen, darunter Größen wie Madonna, Celine Dion, Pink und Anastacia. Zum Schluss des Songs ist die afrikanische Gruppe The Generics zu hören.

Insgesamt ist „Songs Of Mass Destruction“ ein starkes Album in der von Annie Lennox gewohnt guten Qualität und mit einigem Anspruch – eine Empfehlung nicht nur für Fans!

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