If Dali Broke My Arm It Would Sound Like This

Heutzutage wird es immer schwieriger, neuen, aufstrebenden Bands oder Künstlern Genres zuzuordnen. Ist dies einmal geschehen, so beschweren sich diese gleich im nächsten Interview und wollen nicht verglichen oder in irgendwelche Schubladen gesteckt werden. Dabei ist es immer schwieriger, das Rad neu zu erfinden oder etwas noch nie Dagewesenes zu kreieren. Manche Bands lassen sich hierzu immer wildere Nomenklaturen einfallen, die ihrer Musikrichtung schließlich gerecht werden – nicht so bei den vier Hamburgern von Average Engines. Hier sagt man sich, es sei doch im Endeffekt egal. Das wichtigste ist schließlich, dass die Musik gefällt, die aus den Amps und in die Gehörgänge schallt.
Um es ein wenig zu vereinfachen, darf man sich aber doch eine kleine Einordnung erlauben und die liegt irgendwo zwischen Indie, Hardcore und Elektro. Ein bisschen mehr Indie, dafür weniger vom Rest, aber die Mischung stimmt. Und sonst scheint es auch zu stimmen, mit der aktuellen EP ist das Fundament schon mal vorhanden, und wer weiß, was noch draus wird. Mit einer Musikrichtung, die sich nicht wirklich einordnen lässt, aber ein wenig zwischen den Schubladen pendelt und damit regelrecht zu spielen scheint, kann man ja nicht wirklich etwas falsch machen. Hiermit lässt sich in jedem Fall gut Arbeiten, die Ansätze sind vorhanden und machen Lust auf mehr. Gleich der erste Song "The X-Ray Pattern Of Broken Bones" geht ziemlich ins Ohr und bleibt dort auch erstmal eine Weile, und das ist ja auch kein schlechter Anfang.
Glaubt man dem Internetauftritt der Band, dann sind die vier Musiker eher etwas locker und mit einer gewissen Scheißegalhaltung ausgestattet, aber keinesfalls unsympathisch. Wie auch immer, am Ende entscheidet sowieso nur, ob die Musik gefällt oder nicht, und nicht wie man sie nennt oder einsortiert. Und das muss dann auch jeder selbst entscheiden, Hörproben gibt es schließlich in der heutigen Zeit reichlich.