Beck

Modern Guilt

Veröffentlicht: 04.07.2008 / XL / Beggars Group / Indigo

Von: Stephan Kämper

Beck

Man kann dem Label „XL Recordings“ sehr gute Arbeit bescheinigen. Betrachtet man den Katalog des Labels, so wird deutlich, dass sie ihr Handwerk verstehen. Nachdem sie bereits für Alben von M.I.A, Radiohead, Vampire Weekend und den White Stripes verantwortlich zeichneten, erscheint in diesen Tagen ein weiteres Album eines bekannten und großen Künstlers. Dieser jemand ist Beck Hansen, der unter anderem Klassiker wie „Guero“ fabrizierte.

Nun möchte der Amerikaner mit dem von Danger Mouse produzierten Album „Modern Guilt“ weitere Wege der Qualität gehen. So ist letzteres - wie viele Alben Becks - eines mit sehr unterschiedlichen Einflüssen, sodass es sehr schwer fällt, es in eine Genreschublade zu stecken. Und genau das ist es, was Beck auszeichnet: Die durchgängige Kreativität von Songs, die alle höchst unterschiedlich klingen und doch auf wundervolle Art und Weise ein ganzes Album bilden, in dem kein Song fremd wirkt. Dazu sind mehrere hittaugliche Lieder wie bereits der Opener „Orphans“ auf „Modern Guilt“ vertreten. Darüber hinaus ist es sehr abwechselungsreich, besonders „Soul Of A Man“.

Insgesamt erinnert das neue Werk von Beck an vielen Stellen an die guten alten Kinks, die mit ihrem Frontmann Davis in den 70er Jahren für geniales Songmaterial verantwortlich zeichneten. Weiterhin beweist Beck auch mit diesem Album mal wieder, dass er nicht nur der Erschaffer des Top Hits „Loser“ ist.

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