Backkatalog - Special Editions (11 Alben)

Bis zum dreißigjährigen Bandjubiläum sind noch drei Jährchen Zeit, dennoch nutzen Bon Jovi jetzt schon die Gelegenheit der "The Circle Tour" und bringen den kompletten Backkatalog aller elf Studioalben inklusive des aktuellen Werks als Special Editions neu heraus. Das Remastern der Aufnahmen dürfte für die 80er und 90er Jahre durchaus Sinn machen - ich vermute aber, dass für die Alben ab "Crush" keine gravierenden Änderungen notwendig waren.
Jedes Album kommt mit mindestens zwei und höchstens vier Livetracks als Bonus daher. Die-Hard-Fans werden sich wohl die Gretchenfrage stellen müssen, ob sie aus diesem Grund alle Alben neu in den Bestand nehmen müssen. Ich verrate aber sicher nichts Neues, wenn ich darauf hinweise, dass es beispielsweise bei Musicload die Tracks auch einzeln zu erwerben gibt.
Zweites Extra ist in jeder CD eine Reproduktion des Backstagepasses der jeweiligen Tour zum Album. Bei "Slippery When Wet" war dies 1986-87 beispielsweise die erste "World Tour" der Band, nach "Keep The Faith" die berühmt-berüchtigte "I’ll Sleep When I’m Dead"-Tour. Drittes Extra ist der Zugang zum exklusiven Fanbereich "The Bon Jovi Vault". Wie üblich eine ziemliche Mogelpackung, denn man kann vorerst zum Beispiel freigeschaltete Livetracks nur im Stream anhören – bei Gefallen sind sie dann als MP3-Dateien zu erwerben. Auch die Booklets sind eher enttäuschend: Keine Lyrics, stattdessen jeweils ein zeitnahes Bandfoto, der Hinweis auf die komplette Reihe und zwei knappe Seiten an Liner Notes.
Die musikalische Wertigkeit schwankt von "großartig" in den 80ern über "sehr gut" in den 90ern bis zu "solide" bei den Werken des neuen Jahrtausends. Wer noch Lücken in der Sammlung hat, darf jetzt die relativ preiswerte Möglichkeit nutzen, diese zu stopfen. Und wer eines der Alben zu seinen persönlichen Highlights zählt, wird eh um den Remaster-Neuerwerb nicht drum rum kommen. Zur Entscheidungsfindung hier eine Auflistung aller Bonustracks:
01. "Bon Jovi" (1984):
Live-Versionen von "Runaway", "Roulette", "Breakout" und "Get Ready"
02. "7800° Fahrenheit" (1985):
Live-Versionen von "In And Out Of Love", "Only Lonely" und "Tokyo Road"
03. "Slippery When Wet" (1986):
Live-Versionen von "You Give Love A Bad Name", "Livin’ On A Prayer" und "Wanted Dead Or Alive" (Akustikversion)
04. "New Jersey" (1988):
längere Live-Versionen von "Blood On Blood" und "I’ll Be There For You"
05. "Keep The Faith" (1992):
Live-Versionen von "Keep The Faith" und "I’ll Sleep When I’m Dead"
06. "These Days" (1995):
Live-Versionen von "This Ain’t A Love Song" und "Diamond Ring"
07. "Crush" (2000):
Live-Versionen von "It’s My Life", "Just Older" und "Captain Crash & The Beauty Queen From Mars"
08. "Bounce" (2002):
Live-Versionen von "The Distance", "Joey", "Hook Me Up" und "Bounce"
09. "Have A Nice Day" (2005):
Live-Versionen von "Have A Nice Day", "Last Man Standing", "Story Of My Life" und "Who Says You Can’t Go Home" (im Duett mit Jennifer Nettles von Sugarland)
10. "Lost Highway" (2007):
Live-Versionen von "Lost Highwawy", "We Got It Going On", "Any Other Day" und "I Love This Town"
11. "The Circle" (2009):
Live-Versionen von "We Weren’t Born To Follow", "Superman Tonight", "When We Were Beautiful" und "Love’s The Only Rule"
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