Rock Legends #1: Creedence Clearwater Revival

Nach dem Vorbild der erfolgreichen „Soul Legends“-Reihe des letzten Jahres entschlossen sich die Macher unlängst auch eine Rock-Version dieser Compilation-Serie auf den Weg zu bringen. Acht Teile veröffentlichte man nun Ende November und setzte Creedence Clearwater Revival als eine Art Primus auf Platz eins der fortlaufenden Nummerierung. Sicher keine schlechte Wahl.
Die Dichte an Megahits ist auf der 16-Song starken Zusammenstellung schwer zu überbieten. Nummern wie „Bad Moon Rising“, „Have You Ever Seen The Rain“, „Down On The Corner“, “Lodi” oder „Proud Mary“ kennt wohl selbst jeder Rocklegastheniker. Den Anspruch der Reihe dem Hörer jedoch auch durchaus unbekanntere Songs der vorgestellten Bands zu präsentieren wird „Rock Legends #1“ vollends gerecht. „The Working Man“, „Ramble Tamble“, “It Came Out Of The Sky” oder „Door To Door“ (mit Stu Cook an den Vocals) werden sicher dem ein oder anderen nicht sofort so bekannt vorkommen wie die ebenfalls enthaltenen Stücke “Up Around The Bend” oder “Sweet Hitch-Hiker”.
Im Großen und Ganzen ist „Rock Legends #1“ ein gelungener CCR-Querschnitt mit Überraschungspotential (z.B. „Keep On Chooglin’“). Wer noch nichts von den Kaliforniern besitzt, hat hier einen lohnenden Anfangspunkt. Warum bei solch einer Zusammenstellung allerdings zwei zentrale CCR-Song wie „Green River“ und „Fortunate Son“ fehlen, erschließt sich mir nicht wirklich. Ärgerlich ist auch, dass die im Booklet angegebenen Songs nicht mit dem übereinstimmen was letztendlich auf der CD zu finden ist. „I Heard It Through The Grapevine“ und „Fortunate Son“ werden im Begleitheft zwar an Position 15 und 17 geführt und bekommen wie jeder Song kurze Linernotes, auf der CD sucht man diese Tracks aber leider vergeblich.