Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe (O.S.T.)

Nein, bei „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ handelt es sich nicht wirklich um ein neues Album von Element Of Crime, obwohl sieben der fünfzehn Lieder auf ihr Konto gehen. Es ist der Soundtrack zum neuen Film von Leander Hausmann, zu dem die Band vier neue Kompositionen beisteuerte. Die übrigen drei Instrumentals bieten einzelnen Musikern Gelegenheit, ihr Können dem geneigten Publikum nahe zu bringen, allen voran David Young an der Gitarre. Ergänzt wird das Ganze durch Songs von Vladimir Vissotski, Roland Heinrich, Tiefschwarz, Lexi & K.Paul, Amos, Ed Csupkay und last but not least Donovan, der „Jennifer Juniper“ für diesen Film freigab.
„Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ ist nicht die erste Zusammenarbeit von Leander Hausmann und Element Of Crime. In „NVA“ gaben sie schon „It´s All Over Now, Baby Blue“ und „My Bonnie Is Over The Ocean“ zum Besten und in „Herr Lehmann“ sind sie mit „Nervous And Blue“ aus ihrem Album „Try To Be Mensch“ (1987) vertreten. Auch der aktuelle Soundtrack beinhaltet wieder einen auf Englisch gesungenen Song, bei dem einmal mehr deutlich wird, wie gut es ist, dass Sven Regener heute doch den deutschsprachigen Gesang bevorzugt. Auch zu Leander Hausmanns Peter Pan-Inszenierung am Bochumer Schauspielhaus komponierten Element Of Crime mehrere Stücke und aus dem Spass an dieser Zusammenarbeit entstand auch die Beteiligung der Band an diesem Film.
Das Schöne an diesem Soundtrack ist, dass er auch komplett ohne den Film funktioniert und man ihn zu allen möglichen Gelegenheiten immer wieder gerne auflegen wird. So wird er seinen Platz in der Plattensammlung in der Nähe der Soundtracks zu „Pat Garrett & Billy The Kid“ oder auch „Harold And Maude“ finden und den Kinobesuchern auch immer wieder die Bilder des Films in Erinnerung rufen. Bei diesen schönen Liedern darf man sich schon jetzt auf das nächste Album von Element of Crime freuen, vielleicht legen sie ja auch noch eine Instrumental-CD bei.
Aber zunächst wird wohl Sven Regener viel Zeit mit der Verbreitung des dritten Teils seines Herrn Lehmanns, „Der kleine Bruder“, verbringen, mit dem er ab Ende September auf grosse Lesereise geht (Infos dazu findet ihr hier). Ach ja, „Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe“ handelt übrigens von einem Mann, der alles hat was das Herz begehrt, bis er bemerkt, dass das gar nicht stimmt. Robert Zimmermann, von seinen Eltern wegen der musikalischen Untermalung des ersten gegenseitigen Kennenlernens nach dem bürgerlichen Namen von Bob Dylan benannt, ist ein cooler, junger und kreativer Spieleprogrammierer aus Hamburg, der das Erwachsenwerden wie einen Wirbelsturm der Gefühle erlebt. Bei ihm sowie seinem familiären Umfeld scheinen die Gefühle verrückt zu spielen und keinesfalls der gewünschten Logik zu folgen. So verliebt er sich in eine attraktive, alleinerziehende Mutter, die fast doppelt so alt ist wie er, seine Schwester outet sich als lesbisch, die Ehe seiner Eltern geht in die Brüche und ist von Affären unterlaufen… Kinostart von "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" ist am 28. August!