The Music Vol. 5 / The Christmas Album

Die Marketingstrategie zur Musical-Comedy-Serie "Glee" ist ja inzwischen bekannt – die besten Songs aus immer etwa 6 - 8 Folgen sind auf einem Album zusammengefasst, und dieses wird dann jeweils passend zur Ausstrahlung der Serie veröffentlicht. Jetzt, im letzten Drittel der 2. Staffel, ist es also Zeit für "The Music - Volume 5". Gleichzeitig erscheint passend zum Advent "Glee -The Christmas Album", das unter anderem Songs aus der Weihnachts-Episode enthält, die hierzulande etwas verfrüht schon im Oktober ausgestrahlt wurde.
Auf "The Music - Volume 5" gibt es die bewährte und aus der Serie bekannte Mischung aus Coversongs quer durch verschiedene Genres. Es überwiegen diesmal die Duette – Lea Michele darf gleich viermal mit verschiedenen Partnern ihr Talent unter Beweis stellen, in "Need You Now", "Take Me Or Leave Me", "Sing" und "Don´t You Want Me". Mit den Justin Bieber-Titeln "Baby" und "Somebody To Love" gibt es auch zwei männlich besetzte Duette.
Der Gaststar der 2. Staffel, Gwyneth Paltrow, überzeugt gemeinsam mit Matthew Morrison in "Kiss" und begleitet von den Cheerleaderinnen mit dem Countrysong "Landslide". Lea Micheles Solo "Firework" ist zwar nett, aber leider nicht mehr als eine gute Imitation des Originals. Innovativer sind aber die Arrangements der Ensemblestücke "Thriller / Heads Will Roll" und "Afternoon Delight". Erstmals gibt es auch zwei eigens für Glee komponierte Titel – die tolle Ballade "Get It Right" und die Uptempo-Nummer "Loser Like Me", mit dem der ganze Glee Club all den angeblich angesagten Kids mal die Meinung sagt.
Mit "The Christmas Album" versetzen unsere Glee-Stars ihre Fans in Weihnachtstimmung. Es werden einige moderne Weihnachtssongs interpretiert wie "We Need A Little Christmas", "Baby It´s Cold Outside" und natürlich das unverwüstliche "Last Christmas". Als Gaststar ist k.d. lang bei "You´re A Mean One, Mr. Grinch" zu hören.
Aber die Arrangeure haben auch traditionelle Stücke wie "Deck The Rooftop" und "Jingle Bells" in tolle Glee-Songs verwandelt. Die Mädels glänzen mit "God Rest You Merry Gentleman", Matthew Morrison besingt ehrfürchtig den Tannenbaum mit "O Christmas Tree", und Amber Riley macht aus Angels "We Have Heard On High" eine wunderbare Soul-Ballade. Und wem bei Lea Micheles "O Holy Night" nicht warm und feierlich zumute wird, für den ist Weihnachten sowieso nicht mehr zu retten.
Wieder zwei solide Alben des Glee-Ensembles mit gutem Unterhaltungswert. Wer selbst Fan ist oder noch ein Geschenk für einen solchen sucht, kann hier bedenkenlos zugreifen.