Gregory Darling

Shell

Veröffentlicht: 17.08.2007 / F.O.D. Records / Soulfood Music

Von: Günther Schuhbäck

Gregory Darling

Gregory Darling lernte schon mit 10 Jahren an der gleichen Schule Klavier spielen, wo sein Vater seine Mutter kennengelernt hatte. Nach Abschluß dieser Schule mit 15 Jahren unterzeichnete er mit seiner damaligen Band „Darling Cruel“ einen Major-Deal mit PolyGram, für die er 1990 sein Debütalbum „Passion Crimes“ herausbrachte. Produzent war hier auch schon Bob Rose, der jetzt auch das Solo-Debüt produzierte. Die erste Single „Everything´s Oder“ schaffte es auch sofort in die Billboard Charts, das Video rotierte bei MTV, sicherlich auch Ernte der zu dieser Zeit gespielten 300 Konzerte der Band. Das zweite Album „Movies For Tue Mind“, produziert von Tony Visconti (David Bowie, T.Rex…) schaffte es dann aber mangels Interesse der Plattenfirma, nicht mehr in die Verkaufsregale der Plattenläden und gammelt seither im Firmentresor vor sich hin. Die Band löste sich auf und Gregory Darling lernte zu dieser Zeit Julian Lennon kennen. Zumeist betrunken und auf Parties, irgendwann dann aber auch mal nüchtern in Monaco. Hier wurde eine intensivere musikalische Zusammenarbeit vereinbart, deren Anfänge auf Julian Lennons „Photograph Smile" zu hören sind, wo Gregory am Klavier und als Songschreiber tätig wurde.

In der Zeit von 2001 bis 2004 entstanden dann in Julian Lennons Tree House Studio mehr als 100 Songs, die Darling anschließend Bob Rose zur Verfügung stellte. Gemeinsam traf man die Songauswahl.

Mit „Shell“ legt Gregory Darling nun sein erstes Soloalbum vor. Mit von der Partie sind wie auch schon beim neuen Album von Chris Field „Powis Square“ (hier ein Review) neben Producer Bob Rose (George Harrison, Pulp, Suede…), Robbie Blunt (Robert Plant…), Simon Edwards, Nigel Harrison und Chris Field selbst. Julian Lennon wirkt auch bei einem Track mit.

Diese eingespielte, oft gebuchte Sessionkapelle bietet das Fundament, auf dem Gregory Darling seine feinen Songs entfalten kann. Es ist alles etwas Old-School, erinnert aber in den besten Momenten an die besseren Songs von Elton John oder Elvis Costello, auch die Beatles und George Harrison klingen hier und da durch, was aber bei dieser Entstehungsgeschichte auch nicht wirklich verwundert. Alles in allem klingt das Album sehr rund und verlässt auch nicht sofort wieder die Gehörgänge, hat aber nichts Neues zu bieten. Trotzdem macht es Spaß diese Platte zu hören, weil es einfach richtig gute Popsongs sind, gespielt von Leuten, die ihr Handwerk verstehen. Unbedingt mal reinhören!

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