Jason Mraz

I’m Yours (Single)

Veröffentlicht: 06.06.2008 / Atlantic / Warner Music

Von: Sascha Knapek

Jason Mraz

Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder in der deutschen Radiolandschaft! Jason Mraz an seinem bisherigen kreativen Höhepunkt – vor gut sechs Jahren – ins Programm aufzunehmen wurde zwar verschlafen, aber 2008 scheint es nun soweit zu sein, der mittlerweile fast 31-jährige ist endlich auch in Deutschland angekommen. Sein neues Album “We Sing.We Dance.We Steal Things“ erscheint hierzulande am 20. Juni – in den meisten EU-Ländern ist es bereits seit Anfang Mai auf dem Markt – und zwei Wochen vorher kommt der Song, “I’m Yours“, den viele zwischenzeitlich bereits aus dem Radio kennen dürften als Single heraus.

Auf besagter Single findet man drei Songs und das zu “I’m Yours“ gehörende Musikvideo. Etwas weniger Klischees (Sonne, surfen, skaten, an Hawaii erinnernde Landschaften, hübsche Mädels etc.) hätten dem Video zwar sicher nicht schlecht zu Gesicht gestanden, aber wer sieht sich so was heutzutage überhaupt noch an? In der Hauptsache geht’s um die Musik und dazu komme ich jetzt auch. Neben der Albumversion von “I’m Yours“ bekommt man zwei Songs von der im Vorlauf zum neuen Album veröffentlichten “We Sing“-EP. Wie der Name es schon andeutet konzentriert sich bei diesen zurückgenommenen Versionen vieles auf Jasons wundervolle Stimme und den etwas anderen Akustiksound den der Singer/Songwriter vor gut acht Jahren aus der Taufe hob und den er zum Ärger vieler Fans auf den regulären Studioalben leider immer eher stiefmütterlich behandelt. “Live High“ (von der "Avocado Salad Session") und “If It Kills Me“ (von den "Casa Nova Sessions") findet man in den vorliegenden Takes nur auf dieser Single (und der besagten EP). Auf dem fertigen Album werden die Songs auch enthalten sein, jedoch in durchproduzierten Full-Band-Versionen. Ein weiterer Track – idealerweise die weniger poppige und auf der “We Sing“-EP enthaltene Casa Nova Sessions-Version von “I’m Yours“ – hätte der Single zwar nicht geschadet, allerdings bekommt man hier trotzdem einiges für sein Geld. Auch wenn die bessere “I’m Yours“-Aufnahme fehlt.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass es bei Jason Mraz nach dem äußerst ernüchternden “Mr. A-Z“ wieder aufwärts geht. Zumindest die neuen aufs Wesentliche konzentrierten Alternate-Takes erinnern erfreulich positiv an frühere Geniestreiche wie “Halfway Home“, “Older Lover Undercover“, “Common Pleasure“ oder Jasons legendäre Auftritte im ’Java Joe’s’. Summa Summarum gibt’s für den sommerlichen Akustikpop des Single-Vorboten gute sechs von neun Punkten. Bitte mehr davon!

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