J.B.O.

Headbangboing

Veröffentlicht: 28.09.2007 / Soulfood / Megapress

Von: Günther Schuhbäck

J.B.O.

Im Jahre 1989 wurde das James Blast Orchester als Schnapsidee zweier begeisterter Kneipengänger aus Erlangen gegründet. Den Namen durften sie nicht behalten, da die Assoziation zu James Last wohl zu deutlich war, so dass dieser ihnen per Gericht nahe legte, den Namen zu ändern. Die ersten fünf Jahre waren J.B.O. ein reines Spaßprojekt und alle Beteiligten versuchten mit anderen Bands reich und berühmt zu werden.

Zunächst beschränkte sich J.B.O. auf Cover-Versionen, das heisst bekannte Songs wurden durch die Spaß-Metal-Maschine geschickt. 1994 dann bekam ein D.J. eines örtlichen Radiosenders das Demo eines ihrer wenigen selbst geschriebenen Stücke “Ein guter Tag zum Sterben” in die Hände, was eine Reihe von Höreranfragen nach einem Tonträger nach sich zog. So produzierten J.B.O. die EP “Eine gute CD zum kaufen”. Es folgte die EP “Blastphemie”, die ebenfalls zahlreiche Liebhaber fand.

Im September 1995 veröffentlichten die vier Erlanger dann ihren ersten Longplayer “Explizite Lyrik”, der sich auch ohne Marketing in den ersten 3 Monaten mehr als 10.000 Mal verkaufte. Im Sommer 1996 schaffte es das Album sogar in die deutschen LP-Charts. Der erste Major-Release “Laut!” schaffte es auf Platz 13 der deutschen Charts und ausgedehnte Touren folgten. Mit dem 1998 erschienenen Album “Meister der Musik” hielten sich J.B.O. sogar 2 Wochen in den Top Ten.

Anfang 2000 stiegen die Gründungsmitglieder Schmitti (Bass) und Holmer “a Bier” Graap (Drums) aus der Band aus und als Ersatz kamen Wolfram Kellner (Drums, ehemals bei Fiddler´s Green) und Ralph Bach am Bass.

In dieser Besetzung haben J.B.O. nun auch ihr neues Album “Head Bang Boing” eingespielt. Neben durchaus lustigen Coverversionen von z.B. King of Bongo ("Head Bang Boing") von Mano Negra und “Bitte gib mir nur ein Wort” (Oaaargh!) von Wir Sind Helden, gibt es auch eine Reihe von Eigenkompositionen. Unterbrochen wird das Album immer wieder von spaßigen Gesprächen der Musiker im “Proberaum”. Überhaupt geht es bei J.B.O. und "Head Bang Boing" alleine um Spaß, das war so und wird wohl auch so bleiben. Es gibt auch beim ersten Hören durchaus etwas zu lachen, doch nutzt sich das auch schnell ab, und wegen der Musik wird wohl kaum jemand die CD häufiger auflegen, dazu gibt es auch genug ernstgemeinte Alben dieses Genres.

Aber sie sind jetzt auf Tour, und das verspricht auf jeden Fall gute Laune und runde Abende.

Hier für euch die Daten:

27.11. Bochum/Ruhr Kongress
28.11. Köln/E-Werk
29.11. Stuttgart/LKA
30.11. München/Backstage Werk
01.12. Erfurt/Stadtgarten
05.12. Berlin/Postbahnhof
06.12. Braunschweig/Jolly Joker
07.12. Dresden/Reithalle
08.12. Giessen/Hessenhalle
09.12. Hamburg/Große Freiheit
22.12. Erlangen/E-Werk

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