J.B.O.

Killeralbum

Veröffentlicht: 19.08.2011 / Megapress / Soulfood

Von: Andreas Weist

J.B.O.

Das neue Album der Fun-Metaller trägt den Titel "Killeralbum" und das Cover wird in bester Iron-Maiden-Manier geziert von einem Maskottchen und Covermodel namens "Ingrid". Endlich bekommt Eddie die ihm schon lange zustehende Gefährtin. Bleibt zu hoffen, dass die beiden sich auch einmal auf der Bühne begegnen.

Das mittlerweile neunte Album der Band aus Erlangen bietet alles, was J.B.O. ausmacht und womit sie sich eine treue Fangemeinde erspielt haben. Nach dem Best-Of-Werk "2000 Jahre J.B.O." sind endlich wieder 16 neue Songs zu hören, die wie stets die ganze Bandbreite bieten. Da hört man "Dr. Met" zu harten Metalriffs, aber so schlagermäßig eingesungen, dass man sich auch Guildo Horn am Mikro vorstellen könnte. An den Instrumenten zeigt das Orchester seine ganze Klasse – nichts ist so lala eingespielt. Und auch wenn textlich der "Killer" seine Opfer killert (also kitzelt) anstatt sie zu töten, dann steckt da musikalisch ein anspruchsvoller Metalsong dahinter.

"Dadadidadadadei" ist eine hübsche Ballade mit nachdenklichem Text zum Weltgeschehen und der spaßigen Anmerkung, dass "der Bundeskanzler in der Freizeit Frauenkleider trägt". Das funktioniert als kabarettistische Einlage mit teils bitterbösen Lyrics. Dann folgt "Drei Akkorde sind einer zu viel" – auch eine hübsche Idee, mit der die Band sich selbst auf die Schippe nimmt. Man kann vielleicht nicht über jeden Scherz lachen, doch die Mannen aus dem bayrischen Norden bringen ihre Parodien und den musikalischen Slapstick so sympathisch an den Zuhörer, dass man letztlich immer ein Schmunzeln auf den Lippen hat.

Zwischen den Songs hören wir wie gewohnt einige gesprochene Scherze, aber es bleibt im Rahmen. Vito C. und Hannes Holzmann funktionieren in ihren Dialogen halt live am besten. Dennoch finden sich einige Zoten – aber spannenderweise sind diesmal tatsächlich nur drei entstellte Coversongs auf dem Album. Es soll wohl daran liegen, dass acht weitere Versuche nicht die erforderliche Genehmigung bekamen. "Jenseits von Schweden" hat zu Nino de Angelos One-Hit-Wonder sicher jeder schon mal gegrölt. Doch J.B.O. sind meines Wissens die ersten, die diese Idee auch auf CD pressen. Und dann gibt es zum Abschluss eine besondere Version von Laserkrafts "Nein, Mann", bei der die Protagonisten natürlich nicht unbedingt weiter tanzen, aber auf jeden Fall weiter saufen wollen. Als weibliche Verführerin ist übrigens Doro Pesch zu hören. Es bleibt also alles in der Metal-Familie.

Metalfans, die sich selbst nicht so bierernst nehmen, kommen an J.B.O. und ihrem neuen "Killeralbum" nicht vorbei. Das ist seit 22 Jahren so und wird vermutlich noch lange so bleiben. Hier gibt es den Youtube-Teaser:

 

Um mit den Fans zu feiern wird in folgenden Städten zu Releaseparties eingeladen:

19.08. Club Ceasar – Neunkirchen
19.08. Sakrema – Pforzheim
19.08. Unverschämt – Karlsruhe
19.08. Helvete – Oberhausen
19.08. Rockfabrik – Ludwigsburg
19.08. Schlüsselloch – Aachen
20.08. Rocks – Nersingen
20.08. Speak Easy – Frankfurt
20.08. Rockfabrik – Augsburg
20.08. Rockfabrik – Schweinfurt
20.08. Sonnenkeller – Balingen
20.08. Ballroom – Osnabrück
24.08. Schräg – Braunschweig
26.08. TNT Rock Pub – Niederkrüchten
26.08. Engel 07 – Hannover
02.09. Valhalla – Köln
02.09. Blamage – Dietersburg

Persönlich werdet ihr hier gekillert (Killerautogramme mit J.B.O.):

20.08. 13:00 Uhr Fürth - Saturn
20.08. 16:30 Uhr Regensburg - Media Markt
22.08. 15:00 Uhr Karlsruhe - Saturn
23.08. 15:00 Uhr Dresden - Saturn
23.08. 18:00 Uhr Chemnitz - Saturn
24.08. 17:00 Uhr Braunschweig - Saturn
25.08. 15:00 Uhr Köln - Saturn
25.08. 18:00 Uhr Koblenz - Media Markt

Natürlich werden die Herren auch wieder live zu sehen sein und zwar hier
(J.B.O. - Killer Tour 2011, Support: Krautschädl):

19.11. LU-Luxemburg - Rockhal (lokaler Support)
24.11. AT-Wörgl - Komma
25.11. AT-Salzburg - Rockhouse
26.11. AT-Wien - Arena
27.11. AT-Graz
04.12. Erlangen - E-Werk (Support: KonTrust)
09.12. Dresden - Reithalle
10.12. Erfurt - Stadtgarten
11.12. Berlin - Postbahnhof
13.12. Hamburg - Grosse Freiheit
14.12. Köln - LMH
15.12. Kassel - Musiktheater
16.12. Stuttgart - LKA
17.12. München - Backstage
18.12. Erlangen - E-Werk

 

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