Jennie Abrahamson

The Sound Of Your Beating Heart

Veröffentlicht: 27.01.2012 / How Sweet The Sound / Cargo Records

Von: Thomas Kröll

Jennie Abrahamson

Hört man "The Sound Of Your Beating Heart" mit verbundenen Augen, so denkt man zunächst unwillkürlich an Kate Bush. Mit diesem Vergleich muss Jennie Abrahamson leben, seit sie 2006 ihr Debütalbum veröffentlichte. Es gibt schlechtere Querverweise. Außerdem trifft das in erster Linie auf ihre Stimme zu. Musikalisch ist Jennie Abrahamson von Kate Bush ungefähr so weit entfernt wie DJ Ötzi von einem Platz in der Rock'n'Roll Hall Of Fame.

"The Sound Of Your Beating Heart" ist das inzwischen dritte Album der Singer/Songwriterin aus Schweden und ich verwette meine CD-Sammlung darauf, dass ihr damit auch hierzulande der endgültige Durchbruch gelingt. Davon zeugt schon die erste Single "Hard To Come By", die bereits seit Wochen in allen möglichen Radiosendern rauf und runter gespielt wird. Eine verspielte Popnummer, die sich augenblicklich im Gehörgang festkrallt.

Die übrigen zehn Songs (klammert man das dramatische Streicher-Intro mal aus) stehen dem in nichts nach. So sehr man sich auch bemüht, das Haar in der Suppe sucht man vergebens. Und wie es sich für eine typisch nordische Melancholie gehört, hat Jennie Abrahamson die gesamte Gefühlspalette im Repertoire. Mal fröhlich-flatternd wie in "She Don't Lie", "Crash" oder "A Better". Mal träumerisch wie im Closer "Falling", zärtlich in "FF" (wahrscheinlich ein Synonym für "Foo Fighters", das ich gerne mit ihr teile...) oder süss und schwer wie in "Running". "Give It Up" lässt Jennie Abrahamson sogar so dunkel und geheimnisvoll klingen wie einen indischen Schlangenbeschwörer. Und schließlich versucht sie sich noch an einem Duett mit Adam Olenius, das - wie sollte es anders sein? - ebenfalls gelingt.

Doch keine Angst. "The Sound Of Your Beating Heart" ist kein Album, das die trübe Winterstimmung befeuert. Im Gegenteil! Wann immer die Melancholie zuviel zu werden droht, löst sie Jennie Abrahamson mit einer federleichten Melodie in Luft auf. Da ist eine Menge Ohrwurmpotential drin. Manchmal erlebt man sie "inkognito" auf der Bühne als Mitglied der Ane Brun Tourband. Im März kommt Jennie Abrahamson selbst auf eine kleine Solo-Tour nach Deutschland. Folgende Termine solltet ihr euch fett im Kalender anstreichen:

12.03. - München, Atomic Café
13.03. - Köln, Studio 672
14.03. - Hamburg, Prinzenbar
15.03. - Berlin, Privatclub

Als Vorgeschmack hier das Video zu "Hard To Come By": 

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