The High Road

Mal wieder eines dieser Alben, bei dem mein Mann meinte: „Kannst du da nicht was dazu schreiben?“ Also habe ich mir die Scheibe erst mal angehört – zunächst ohne große Vorinformationen. Der Name JoJo war mir zwar schon begegnet und ich hatte eine vage Vorstellung von der Art von Musik, die sie macht, mehr aber auch nicht. Die ersten drei Lieder sind ein typischer R´n´B/HipHop–Mix, den ich mir zwar im Radio mal ganz gut anhören kann, der aber auf Dauer nicht wirklich mein Ding ist. Der vierte Track „Too Little Too Late“ versöhnte dann aber wieder – sicherlich auch wegen des Wiedererkennungseffektes, da man die Single ja doch schon mal gehört hat. Aber es ist auch einfach ein guter Song. Abgesehen davon beeindruckten mich dann erst wieder die Balladen im letzten Drittel, weil ich gute Balladen liebe und JoJos Stimme hier besonders zur Geltung kommt.
Soweit zum ersten Eindruck. Nachdem ich herausgefunden hatte, dass JoJo erst 15 Jahre alt ist und mit „The High Road“ bereits ihr zweites Album herausbrachte, hörte ich das ganze nochmal mit etwas anderen Ohren. Denn für ihr geringes Alter verfügt die Sängerin schon über eine sehr reife, ausdrucksstarke Stimme und kann mit älteren Kolleginnen wie Beyoncé oder Christina Aguilera durchaus mithalten. Und wie sich dem Booklet entnehmen lässt, hat sie auch die Gesangparts selbst arrangiert.
Weiterhin sind nicht alle Songs mein Fall und „Too Little Too Late“ (von dem es übrigens noch eine spanische Version als Bonustrack gibt) und die wunderschöne Ballade „Exceptional“ immer noch meine Favoriten und deshalb auch Anspieltipps. Doch R´n´B Fans werden sicher auch den Rest des Albums mögen, das auf jeden Fall eine reife Leistung der jungen Künstlerin darstellt.