Kathryn Williams

The Quickening

Veröffentlicht: 05.03.2010 / One Little Indian / Rough Trade

Von: Jessica Walther

Kathryn Williams

Sie ist eine der renommiertesten britischen Songwriterinnen, die der großen Öffentlichkeit unbekannt sind. Auch die Nominierung für den Mercury Prize und bereits sieben veröffentlichte Alben, konnten bisher an Kathryn Williams Ruf, ein gut gehütetes Geheimnis zu sein, wenig ändern. Mit neuer Plattenfirma im Rücken und einer ganzen Reihe an Projekten vor sich, könnte sich dieses Schicksal in diesem Jahr vielleicht ändern.

Mit ihren letzten Album "Two" (2008), dass sie gemeinsam mit Neil Maccoll aufgenommen hat, war ihr schon ein kleiner Schritt raus in die große Welt gelungen. Aufgenommen in den Bryn Derwen Studios in Nord Wales in nur vier Tagen und in nicht mehr als drei Takes pro Songs, ist das Ergebnis direkter und roher.

Der Opener "50 White Lines" beginnt auf der Straße, im Hintergrund zählt eine männliche Stimme die passierten Markierungsstreifen, die titelgebenden "White Lines". "Winter Is Sharp" erinnert an eher an traditionelleren britischen Folk, mit dem das nordenglische Geschwistergespann The Unthanks Erfolge feiert. "Cream Of The Crop" und "There Are Keys" überraschen mit ihren ungewöhnlichen Jazz-Anleihen.

Mit "Up North" endet das Album, wie es begonnen hat, nämlich auf der Straße und thematisiert die viele Zeit, die Kathryn Williams unterwegs ist, statt zu Hause zu sein. Trotz der Direktheit, die durch Williams Vorgabe bezüglich der Aufnahmeart selbst auferzwungen sind, finden sich ausgefeilte Songstrukturen und es ist auch Platz für bereicherndes Klangwerk, wie Klatscher, Glockenspiel oder Banjo.

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