Easy Meat

LaFaro haben ihren Namen von einem der innovativsten und einflussreichsten Bassisten der Jazzgeschichte. Zumindest seine Genialität steckt in ihrer Musik – dann hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf. Die Band aus Belfast lässt es an keiner Stelle ruhig und beschaulich angehen. Sie hämmern drauf los, was das Zeug hält, und bieten eine rhythmische Post-Hardcore-Mischung, die Tanzflächen zum Erbeben bringt und den Bierkonsum steigert. Das Quartett macht Rockmusik, die Spaß bringt. Den Musikern und den Zuhörern.
Die vier Burschen haben sich 2004 in Nordirland zusammen getan und nach zwei EPs ihr selbstbetiteltes Debütalbum im Jahr 2010 veröffentlicht. Nun folgt mit "Easy Meat" der Nachfolger, auf dem sich die Band vom Sound des Erstlings entfernt und erstaunlicherweise in Metalsphären eindringt. LaFaro haben ihre Musik an einen schwarzen, apokalyptischen Ort gebracht, von dem aus sie uns ihre Songs um die Ohren hauen und ordentlich einheizen.
Man hat das Gefühl, die Stücke seien zu kurz, doch es ist nur die jugendliche Frische, die solche Kurzweiligkeit verbreitet. Derbe Riffgewitter, schräge Harmonien, verlebte Vocals – die rotzigen Vertreter einer Symbiose von Metal und Punk erschaffen eine dynamische, mitreißende Welt. Dann gibt es mal eine kurze psychedelische Bremse, doch schon geht es wieder in die Vollen, mit "Full Tilt", "Wingers + Chips" oder "Easy Peasy Meat" beispielsweise. Ein aggressiver Sound, der den Hörer kaum zu Atem kommen lässt. Erst ganz am Schluss ("Maudlin") wird es ruhiger.
Natürlich macht das auch live einiges her und so waren sie im letzten Jahr schon mit "Therapy?" und "And So I Watch You From Afar" in Europa unterwegs. Neue Daten für Deutschland gibt es im Februar:
03.02.2012 - Köln - Sonic Ballroom
04.02.2012 - Hannover - Chez Heinz
06.02.2012 - Hamburg - Hafenklang
08.02.2012 - Hannover - Chez Heinz