Leonard Cohen

Old Ideas

Veröffentlicht: 27.01.2012 / Columbia / Sony Music

Von: Günther Schuhbäck

Leonard Cohen

Um sich von den durch sein Management verursachten Schulden zu befreien, war Leonard Cohen in den letzten Jahren auf Welttournee. Diese Zeit scheint ihm sehr gut bekommen zu sein, denn mit "Old Ideas", dem ersten Studioalbum seit 8 Jahren, legt er eines der besten in seiner schon mehr als 40 Jahre dauernden Karriere vor.

Thematisch beschäftigt es sich, wie der Titel schon sagt, mit all den alten Ideen, die die Menschen schon seit Jahrtausenden plagen. Mit sonorer, grabestiefer Stimme trägt Leonard Cohen seine Stücke von Liebe, Leid, Tod und Gott vor und sicher verdienen, wie bei ihm üblich, vor allem die Texte besondere Aufmerksamkeit, doch hat "Old Ideas" auch musikalisch einiges zu bieten.

Alles auf das Nötigste reduziert, schaffen die Musiker den perfekten Rahmen für die ganz besondere Stimmung, die Leonard Cohen eigen ist. Sei es der Chor in "Come Healing", der direkt in eine Messe in den Südstaaten entführt, oder "Banjo", das sehr am traditionellen Blues orientiert ist.

Einer der Höhepunkte des Albums, neben "Going Home" (dem Einstieg), ist mit Sicherheit "Show Me The Place", bei dem Jennifer Warnes wieder ihr Können unter Beweis stellt. Einziger musikalischer Ausreißer nach unten ist "Lullaby" mit einem ganz schlimm programmierten Schlagzeug, doch ist das in Anbetracht der übrigen neun Juwelen durchaus zu verschmerzen.

Die Charts werden die einzelnen Songs wohl leider nie erreichen, doch ist "Old Ideas" ein Album, das am Stück gehört werden will und das bitte häufiger.

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