Lyambiko Sings Gershwin

Sie gehört zum Besten, was Deutschland in Sachen Jazz zu bieten hat – die Sängerin Lyambiko, die seit 10 Jahren mit einer Mischung aus Eigenkompositionen und interessanten Neuinterpretationen erfolgreich ist. Nun überrascht sie mit ihrem aktuellen Album "Lyambiko Sings Gershwin".
George Gershwin zählt zu den bekanntesten und produktivsten Songwritern des "Great American Songbook" und seine Hits sind schon unzählige Male interpretiert worden, unter anderem von legendären Künstlern wie Frank Sinatra und Ella Fitzgerald. Insofern war dieses Projekt schon eine Herausforderung. Lyambiko hat sich Gershwins Songs über seine Original-Partituren genähert und daraus dann mit ihrer Band ihre eigenen Interpretationen entwickelt.
An Klassikern wie "S´Wonderful", "I Got Rhythm" oder "Lets Call The Whole Thing Off" kommt auch Lyambiko nicht vorbei, lässt sie jedoch wie frisch gestrichen strahlen und interpretiert sie auch mal recht eigenwillig. "Summertime" etwa wird auf die 1. Strophe reduziert und bekommt dafür ein ausgedehntes jazziges Intro verpasst. Die Sängerin hat sich aber auch weniger bekannten Titeln wie "Nice Work If You Can Get It" oder "Slap That Bass" angenommen. Außerdem bezieht sie die einleitenden "Verses" zu den Musical-Nummern "Love Walked In" oder "Who Cares?" mit ein, die heute ziemlich in Vergessenheit geraten sind.
Lyambikos langjährige musikalische Begleiter an Flügel, Bass und Schlagzeug sorgen für einen modernen und immer irgendwie leicht wirkenden Sound, und ihre stimmlichen Qualitäten werden den großen Songs allemal gerecht. So ist "Lyambiko Sings Gershwin" nicht nur eine Hommage an einen großen Songwriter geworden, sondern auch ein zeitloses und lebendiges Jazzalbum.