Light The Place Of Darkness

Mit "Light The Place Of Darkness" veröffentlicht der sympathische Singer/Songwriter aus Marburg an der Lahn sein mittlerweile drittes Album. Unterstützt bei den Aufnahmen wurde er unter anderem von Thorsten Wingenfelder (Fury In The Slaughterhouse), der zwei Songs seine Stimme leiht und Tom Ripphahn an diversen Instrumenten. Ripphahn ist zudem auch der Labelchef von Analoghaus und hat bereits so namhafte Künstler wie Robert Carl Blank, Christina Lux, Hands On The Wheel, Anne Haigis, Thorsten Wingenfelder, Rolf Stahlhofen (Söhne Mannheims) und John Fogerty (Creedence Clearwater Revival) produziert, zum Teil das Songwriting besorgt, oder eines der vielen Instrumente gespielt, die er auch auf diesem Album bedient.
Tom Ripphahn versteht es in seiner Produktion, jedem einzelnen Instrument Geltung zu verschaffen, ohne dass diese sich in irgendeiner Weise in die Quere kommen. Alles hört sich sehr live und direkt an, als spielten die Musiker direkt vor einem. Auf großartige Effekte kann er hier nahezu verzichten, was der Musik von Robert Oberbeck sehr entgegen kommt, schreibt er doch Songs von nebenan, direkt aus seinem Leben.
Anders als andere deutsche "Liedermacher" die sich des Englischen bemächtigen, verfällt Oberbeck nicht der Versuchung, sich der Songbausteine der amerikanischen Kollegen zu bedienen, sondern bleibt ganz in seinem Erfahrungsraum. Das lässt das Album sehr glaubwürdig klingen.
Als Einflüsse nennt Oberbeck Springsteen, Dylan oder Van Morrison, vor allem letzterer scheint bei "Light The Place Of Darkness" auch hin und wieder durch, doch erinnern seine Lieder eher an die entspannten Songs von Roger Mc Guinn, Lee Clayton, Kevin Coyne oder an den, in den Credits erwähnten Schweizer Stephan Eicher.
Als Anspieltipps seien "Happy End", "Theo & Anna", "Good Night" und das Titelstück "Light The Place Of Darkness" genannt, die einen Eindruck von der Gelassenheit geben, mit der die Musiker zu Werke gingen. Auch die Texte verdienen Aufmerksamkeit, stammen sie doch von einem Mann mittleren Alters, der angekommen scheint, ein wenig zurück blickt, aber den Blick nach vorne dabei nicht vergisst. Die Musik alleine tut es aber auch.