Fly Me To The Moon... - The Great American Songbook V

Kürzlich beendete Rod Stewart eine erfolgreiche Tour durch ganz Europa mit 33 Konzerten, darunter vier ausverkaufte Shows in der Londoner O2 Arena – immerhin der größten Konzerthalle des Kontinents. Mit mehr als 250 Millionen verkauften Tonträgern ist der Grammy-Preisträger einer der erfolgreichsten Sänger der Musikgeschichte. Die Zahl seiner Album-Veröffentlichungen, sei es mit der Jeff Beck Group, den Faces oder als Solokünstler, würde jede Auflistung sprengen. Und ein Ende ist nicht abzusehen.
2002 veröffentlichte Stewart erstmals eine Sammlung mit Jazz-Standards unter dem Titel "It Had To Be You" und begründete damit die Reihe "The Great American Songbook". Nach dem Erfolg des Albums und mehrfacher Platinauszeichnung veröffentlicht er dieser Tage die fünfte Auflage mit dem Titel "Fly Me To The Moon... ". In Zusammenarbeit mit Richard Perry und Clive Davies ist es wiederum eine Song-Compilation, die zahlreiche Klassiker der US-Musikgeschichte enthält, darunter Kompositionen von Cole Porter, Johnny Mercer und Henry Mancini.
Was zunächst wie gewohnt ins Ohr geht, ist Rods prägnante, rauchige Stimme, die uns noch genau so vertraut ist wie zu Zeiten der Faces oder seiner Radio-Präsenz mit "Baby Jane". Mit den zwölf Songs reiht sich Evergreen an Evergreen. "I’ve Got You Under My Skin", "What A Difference A Day Makes", "Moon River" – alles ganz entspannt mit Piano und Bläserbegleitung. Mal orchestral, mal in Piano-Bar-Manier.
Das Album ist gut produziert, die Umsetzung beschwingt und ohne unnötiges Drumrum-Geplänkel. Stewart verändert die Songs in ihren Strukturen kaum, aber er haucht ihnen neues Leben ein. So kann er gern noch lange weiter machen.