Rufus Wainwright

Release The Stars

Veröffentlicht: 01.06.2007 / Geffen / Universal

Von: Stephan Kämper

Rufus Wainwright

Rufus Wainwright ist einer derjenigen Künstler, die man als „Kritikerlieblinge“ bezeichnen kann. Doch es wäre unfair zu behaupten, seine Alben würden nur deshalb gute Bewertungen bekommen. In diesen Tagen bringt der Singer/Songwriter gleich zwei Alben auf den Musikmarkt. Während „Yellow Lounge“ eher ein CD-Projekt ist, ist „Release The Stars“ bereits Wainwrights sechstes Album.

Im Vorfeld zu „Release The Stars“ hatte der kanadische-US-amerikanische Bürger vor,  eine eher reduzierte und zurückhaltende Platte aufzunehmen. Aller Zurückhaltung zum Trotz ist „Release The Stars“ jedoch eher das Gegenteil geworden. Das von Neil Tennant (Pet Shop Boys) und Marcus de Vries produzierte Album präsentiert auf etwas mehr als 55 Minuten Spiellänge ein konzeptartiges Schauspiel, ganz nach dem Albummotto „Release The Stars“.

Seine schon im zarten Jugendalter bekennende Liebe zu Opern spiegelt sich auf „Release The Stars“ fast durchgängig wieder. Schon im Opener „Do I Disappoint You“ singen chorähnliche Wainwright begleitende Kinderstimmen im Hintergrund. Dazu begleiten den Hörer durchweg Streicher- und Bläsereinlagen. „Release The Stars“ wird ganz sicher keine Singlehits für den massentauglichen Markt hervorbringen. Das merkt man schon nach dem ersten Durchlauf des Albums. Es ist vielmehr ein großes Kunstwerk, abseits von einem normalen Popalbum, kreativ und musicalorientiert. Dies spürt man besonders bei „Between My Legs“, das von prachtvollen Bläsereinlagen verabschiedet wird. Trotz allem muss man sich an diese spezielle Art von Musikalbum erst einmal gewöhnen.

Das Coverbild ist übrigens in Berlin aufgenommen und die griechische Mythologie der Statur von Gaia über Aphrodite weist eine gewisse Parallele zu Wainwrights Leben selbst auf, in dem es familientechnisch zwischendurch ein wenig turbulent zuging. In Berlin („Tiergarten“) hat er auch sein neues Album „Release The Stars“, abseits von dem von ihm beschriebenen „zerfallenen“ Amerika, produziert. Auch wenn das Anti-USA Bild langsam zu einer Mode wird, dreht sich der größte Teil des Albums um das „Flüchten“ aus den Staaten.

Fazit: Ein gewöhnungsbedürftiges, musikalisch hochwertiges Album mit viel Pathos.

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Newsletter abonieren! RSS Feed abonieren!
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong