Better Than I Used To Be

Vier Jahre sind seit Sammy Kershaws letztem Album "Honky Tonk Boots" vergangen. Mit "Better Than I Used To Be" veröffentlicht der 52-jährige US-Amerikaner nun sein mittlerweile neuntes Studioalbum. Seinen Hochglanz-Country-Wurzeln bleibt er darauf treuer denn je. Die langjährigen Fans des Mitglieds der ‘Louisiana Music Hall Of Fame‘ wird es freuen. Stetson- und Cowboystiefelallergiker wird der konservativ-traditionelle Mainstream-Country-Musiker allerdings wieder einmal nicht von sich überzeugen können.
Kershaw thematisiert auf "Better Than I Used To Be" die etwas dunkleren Kapitel seiner Vergangenheit. Verpasste Chancen, tragische Unglücke und eine Liebe, die schon lange zurückliegt, passen perfekt ins aufpolierte Countrybild, das in dieser Form ins republikanisch geprägte „Heartland" der USA passt. Hier ist Kershaw ein Star, hier werden Hemdsärmligkeit und dicke Gürtelschnallen noch groß geschrieben. Hier ist Sammy Kershaw ein gern gesehener Gast, hier steht seine Ranch (oder etwas in der Art).
2007 wollte Sammy Kershaw Lieutenant Governor seines Heimatstaates Louisiana werden. Der Republikaner scheiterte an Amtsinhaber Mitch Landrieu und wandte sich kurz darauf wieder der Musik zu. Das Ergebnis heißt "Better Than I Used To Be". Neues Material für die Countryhour auf 3Sat und neue Hintergrundmusik für Wahlkampfveranstaltungen von Sarah Palin, John McCain oder einer bei der Klientel momentan sehr beliebten Tea-Party-Veranstaltung. Ein Album für Freunde von Toby Keith, Brooks & Dunn oder Montgomery Gentry.