Sand Rubies

Mas Cuacha

Veröffentlicht: 16.11.2007 / Blue Rose Records / Soulfood Music

Von: Sascha Knapek

Sand Rubies

Wer hätte das gedacht? Die Sand Rubies sind wieder da! Was man nach dem 1999 in Regensburg mitgeschnittenen Abschiedsrelease „Goodbye: Live At Alte Mälzerei“ nur hoffen konnte, ist jetzt Realität. „Mas Cuacha“ heißt das zehnte Album des Quartetts aus dem Wüstenstaat Arizona (die ersten drei erschienen noch unter dem alten Namen der Band – The Sidewinders) und macht mit allem was die Sand Rubies auszeichnet weiter. Ein neues, spannendes Kapitel in der durch diverse Auszeiten und Wechsel gekennzeichneten Bandhistorie wird eingeleitet.

Ein Gig im September 2005 ließ die Erkenntnis reifen, dass die beiden Sand Rubies-Köpfe David Slutes und Rich Hopkins gemeinsam mit Ken Albee (Bass) und diversen Drummern einen Studioausflug unternehmen wollen. Der alte Sidewinders-Drummer Bruce Halper ist zwar auch auf „Mas Cuacha“ vertreten, wird bei der kommenden Deutschlandtour im November/Dezember (Termine siehe unten) allerdings von Winston Watson (u.a. schon für Bob Dylan oder Chuck Prophet im Einsatz) ersetzt.

Zehn Songs tummeln sich auf „Mas Cuacha“. Ausfälle sucht man vergebens. Die Platte beginnt, endet und wird dominiert von dem was die Sand Rubies am besten können. Krachende Gitarren werden durch die staubige Wüste getrieben, in schöne Melodien und Harmonien verpackt und Südwest-Rock’n’Roll gespielt, bei dessen Entstehung die Mannen Mitte der 80er einen gewaltigen Anteil hatten. Den absoluten Höhepunkt gibt es gleich zu Anfang. „Can’t Change That“ zeigt sofort warum die Sand Rubies auch 2007, nach knapp acht Jahren Pause, zum Klassenprimus dieses Genres zählen. Ob bei „See You In September“, „Sooner Or Later“ oder „Showcase ’89“, Rich Hopkins lässt die Gitarrensaiten krachen, David Slutes singt so frisch wie ein Jungspund und alles wird von Bass und Schlagzeug angemessen in der Spur gehalten.

Die Slacker-Hymne für Erwachsene „Fuk Em“, könnte sich zur Mitgröhlnummer der anstehenden Livekonzerte entwickeln. Kleine, wunderschöne Unterbrechungen der Männerwirtschaft sind die Stimmen von Lonna Kelly bei „Flotsam And Jetsam“ und Lisa Novak im Hintergrund der Hopkins-Nummer „Ferment“. Bedächtig wird’s in der Mitte des Albums. „The Gap“ macht nachdenklich, nimmt den Fuß kurz vom Gas und präsentiert sich vorm Rocker „Machines“ als zweitstärkstes Lied der gesamten Platte.

Um meiner Freude über das äußerst gelungene Sand Rubies-Comeback Ausdruck zu verleihen, mache ich mir eine auf „Mas Cuacha“ gehörte Passage zu eigen: „Yes, I’m happy to see you / Happy to see the Sand Rubies in December“. Bis dann!

Sand Rubies „live“:

29.11.2007: Langenau/Ulm - Kapilio
30.11.2007: Rottenburg - Tschabos
04.12.2007: Heilbronn - Red River
05.12.2007: Erfurt - Museumskeller
06.12.2007: Wesel - JZ Karo
07.12.2007: Stuttgart - Laboratorium
09.12.2007: Berlin - Frannz Club
10.12.2007: Hamburg - Knust
11.12.2007: Dresden - Star Club
12.12.2007: Halle - Objekt 5
13.12.2007: Eisenach, Gleis 1
14.12.2007: Schrecksbach - Mylord
15.12.2007: Hannover - Blues Garage (Blue Rose Christmas Party)
16.12.2007: Frankfurt - Sinkkasten

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