Saxon

The Inner Sanctum

Veröffentlicht: 02.03.2007 / SPV / Steamhammer

Von: Ingrid Silvasi

Saxon

Drei Jahre nach dem letzten Studioalbum „Lionheart“ und dem dritten Teil der Live-Ausgabe „The Eagle Has Landed“ gibt es endlich Nachschub für die Fans der Briten Saxon, die seit gut 30 Jahren – mittlerweile als Urgesteine – im Geschäft sind. Vergleichen möchte ich das Album mit keinem Vorgänger, dafür kenne ich viele der vorigen Produktionen nicht und so mag sich jeder sein eigenes Bild von „The Inner Sanctum“ machen.

Nach einem ruhigen, mystisch klingenden Intro gesungen von einem Mönchschor, startet „State Of Grace“ als Rockkracher mit Double Bass und Gitarren Breaks. Ab auf die Autobahn geht es mit „Need For Speed“! Es ist erstaunlich in welch hohen Stimmlagen Sänger Biff Byford seine Stimme präsentiert, während sich Drummer Glockler an seinen Drums austobt. Noch härter geht es bei „Let Me Feel Your Power“ zu – Double Bass und hohe Raueisenstimme pur – schüttel dein Haar für mich! So hört sich Heavy Metal an!

Zeit für einen ruhigen Track: „Red Star Falling“ ist der einzige Ruhepool des Albums. Mehr hätte die Scheibe auch nicht ertragen, um nicht ins kommerzielle und kitschige abzudriften. Biff glänzt auf diesem epischen Track durch seine abwechslungsreiche Stimme. Vom erzählerischen steigen die Vocals in forderndere, raue Töne über, die von kräftigeren Gitarrenriffs unterstützt werden und der Chorus durch einen melodischen Part getragen wird.

Nun zurück zu den Rockklassikern: AC/DC auf einer Saxon Platte? Gitarre und Stimme beim „I´ve Got To Rock (To Stay Alive)“ erinnern an den Rotzrock der Australier. Dieser Old School Rock Song könnte die Hymne von vielen Rockern werden – der ruhigere Mittelpart im Song bereitet auf das Gitarrensolo der Herren Scarratt und Quinn vor.

„If I Was You“ als erste Singleauskopplung ist nicht ganz glücklich gewählt – das ist mir zu viel Mainstream. Biff´s Stimme ist dunkler auf diesem Track, die gleichmäßigen Drums und die nervig-dröhnende Gitarre im Hintergrund repräsentieren dieses Album meiner Meinung nach in einem falschen Licht.

„Going Nowhere Fast“ erscheint erneut im klassischen AC/DC Rock-Gewand und „Ashes To Ashes“ begeistert durch die Staccato Riffs. Die einschlägigen, leider auch einfallslosen Chorustexte und die eingestreuten, dunklen Chorpassagen lassen den Song jedoch nicht gerade brillieren. In meinen Augen der überflüssigste Track dieser CD.

„Empire Rising“ übernimmt die Rolle eines kurzen Intros zu „Atila The Hun“ – die Gitarren und Biffs Stimme passen sich passagenweise im Chorus orientalischen Tönen an. Ein krachendes Ende, fast progressiv, gepaart mit einer Prise Geschichte.

Die moderne Produktion der Scheibe ist Charlie Bauerfeind zu verdanken, der diese gut mit dem Sound der 80er Jahre zu mischen wusste. Saxon ist damit ein abwechslungsreiches Album gelungen, welches mit Metal Bomben startet, in klassische Rock Stücke übergeht, um dann wieder in Heavy Metal zu münden. Etwas länger als die knapp 45 Minuten hätte die CD dann allerdings doch ausfallen können, obwohl oder gerade weil mit „Atila The Hun“ ein 8-Minuten-Track auf der Scheibe vertreten ist... 

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Newsletter abonieren! RSS Feed abonieren!
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
CallYa 1/15