Sheryl Crow

Wildflower

Veröffentlicht: 23.09.2005 / A&M Records / Universal

Von: Torsten Schlimbach

Sheryl Crow

Sheryl Crow zählt heute wohl zu einer der wenigen noch verbliebenen Rockstars - eine aussterbende Art sozusagen. Wenn man bedenkt, dass seit ihrem Durchbruch mit dem platinüberhäuften Album „Tuesday Night Music Club“ erst 12 Jahre vergangen sind, dann hat sie sich doch in recht kurzer Zeit in die erste Liga gesungen und gespielt. In dieser Zeit kann Frau Crow auch auf einige recht erfolgreiche Singles und Hits zurückblicken. Mit dem nun vorliegenden Album „Wildflowers“ verfolgte sie einen etwas anderen Ansatz: „Mir war klar, dass es bei dieser Platte nicht mehr darum gehen kann, erfolgreiche Singles auf ein Album zu bannen – stattdessen wollte ich ein Album machen, das erwachsen klingt und genau die Themen anspricht, die eine Vierzigjährige wirklich beschäftigen“. Damit dürfte auch klar sein, was für ein Zielgruppe Sheryl mit dem Album ansprechen will. Ich muss gestehen, ich bin erleichtert. Oft genug muss man mit ansehen, wie sich verdiente Künstler selber „zum Horst machen“ indem sie auf einen aktuellen Trend aufspringen und das konnte man nach den Worten von Sheryl Crow vorab schon gänzlich ausschließen – gut so!

Wie ist denn nun „Wildflower“ ? Schon beim Eröffnungs-Track „I Know Why“ ist klar, dass es sich hier wohl um ein klassisches Album handeln wird. Klassisch, weil hier auf irgendwelche Spielereien verzichtet wird. „Perfect Lie“ geht dann etwas mehr ab und kann wohl als Rocksong bezeichnet werden. Aber grundsätzlich ist „Wildflower“ eine sehr intime Platte mit introspektiven Kompositionen, wo eher mal Streicher statt einer fetten Gitarre um die Ecke kommen. Tracks wie „Wildflower“, „Chances Are“, „I Want To Know“, „Always On Your Side“ oder „Where Has All The Love Gone“ zeigen die ruhige, ja fast schon verletzliche Seite von Sheryl Crow ohne allzu kitschig zu werden. Natürlich gibt es auch die gewohnt guten Rocksongs von der Songwriterin aus Missouri. Insgesamt überwiegen hier aber die ruhigen Momente und Sheryl Crow hat sich ein Stück weg vom Rock bewegt und wieder etwas mehr den Singer/Songwriter Weg eingeschlagen.

„Wildflower“ ist Sheryl Crow pur und den Bombast, der zum Teil in der Vergangenheit Einzug gehalten hat, ist nun gänzlich über Bord geworfen worden und das tut den Songs hörbar gut. Natürlich werden jetzt wieder einige Nörgler um die Ecke kommen. Klar, das Rad wird hier nicht mehr neu erfunden, aber das hat ja auch nicht wirklich einer erwartet, oder? Sheryl Crow macht erwachsene Musik für erwachsene Menschen und das ist gut so! Und wie man ja ihren eigenen Worten entnehmen kann, war auch das ihr Ziel und dieses wurde zu 100 % erreicht. Wer auf traditionelle Musik steht, der kann bei „Wildflower“ bedenkenlos zugreifen, wer was Neues und innovatives sucht, der sollte die Finger von der Platte lassen. Für ein wirklich schönes Album gibt es 7 von 9 Sternen.

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Rhingtön
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Eagles Tickets bei www.eventim.de