Burli

Eigentlich will ich ja nicht die Spannung vorweg nehmen. So etwas tut man nicht. Und es ist eigentlich auch höchst kontraproduktiv. Aber ich muss es einfach tun ;). Denn mit dem Album Burli haben die Sportfreunde Stiller, aus dem nicht immer so beliebten Bayern kommend, einen echten Treffer gelandet. Im Folgenden eine nicht chronologische Kritik:
Der Hang zu Bayern und Umgebung bleibt auch bei diesem Album bestehen. Nicht nur mit Ich, Roque, der zweiten Singleauskopplung, sondern auch mit Lauth anhören, gelingt den Bubis eine lustige Anlehnung an ihre Heimat. So etwas nennt man Stolz. Doch das angesprochene Thema zieht sich natürlich nicht (zum Glück ;)) durch das ganze Album. Ein kleiner Schritt, mit 3:24 Minuten Spiellänge, ist der dritte Song glücklicherweise nicht. Denn er gehört sicher zu den Besten des Albums. Obwohl im Ganzen auffällt, das Burli über eine sehr ausgewogene Songauswahl verfügt. Nur Im Namen der Freundschaft fällt etwas ab. Etwas.
Laut(h) anhören sollte man sich dagegen dann auch Wir kommen (Was hier los ist) und Frühling. Zwei sehr ansehnliche Lieder.
Sportlich geht es dann auch im 11. Song weiter. Dirk, wie ist die Luft da oben? ist eine Hommage an den Würzburger Basketballer Dirk Nowitzki, der jetzt in Amerika sein Geld verdient. Eine berichtigte Frage, bedenkt man, dass der Sauerstoffgehalt in der Höhe immer weiter abnimmt. Doch bei Herr Nowitzki scheint dies keine Mängel hervorzurufen. Siehe sportliche Leistungen und Engagement.
Andere Mütter ist sodann ein Song für alle, die ihren Liebeskummer besiegen wollen. Eine treffende Zeile im Refrain, die man sicher nicht das erste Mal hört. Hoffentlich hilft’s.
„Geb’ ich mit dem Allgemeinen versöhnlich oder lebe ich lieber ungewöhnlich“, klingt es im Refrain des vierten Songs aus Peters Kehle. Ungewöhnlich ist dann auch ein etwas rockigerer Song im Gegensatz zum nächsten Lied, der ersten Single aus Burli. Als ich zum ersten Mal Siehst du das genauso? gehört habe und dazu das Video auf irgendeinem, meist einer der Uninteressanten, Musikkanal lief, dachte ich mir im Geruhsamen: „Wenn die restlichen Lieder des neuen Albums genauso so sind, dann weiß ich, wofür ich mein Geld besser nicht ausgeben sollte“. Hilfe!...Woher kam dieser Gedanke?...Ich kann dazu nur sagen: Ich weiß es nicht!...Ehrlich! Gott sei Dank wurde ich aber eines besseren belehrt. Und besonders live ist Siehst du das genauso? ein Knaller.
Einen gelungen Abschluss bildet dann der letzte Song 1. Wahl, dessen Refrain man nach dem ersten Anhören auswendig kann, eigentlich auch muss.
So schlussfolgere ich: Die Bubis wissen schon, was sie machen und „roquen“!