The Ark

State Of The Ark

Veröffentlicht: 18.04.2005 / Virgin Sca / EMI

Von: Melanie Schupp

The Ark

"Ich hatte schon immer das Gefühl, dass ich dazu bestimmt bin, besondere Dinge zu tun." Das sind die Worte von Ola Salo, dem Sänger der schwedischen Band the Ark. Besonders und speziell... das sind sie wirklich! Einen großen Bekanntheitsgrad genießen sie mit ihrem extravaganten Auftreten und dem eigensinnigen Glam-Pop vor allem in Schweden und Italien.

Nun ist das dritte Album am Start und wieder sorgen die Jungs für Aufsehen. Diesmal aber herrscht Aufruhr unter der eingefleischten Fangemeinde: Weiterentwicklung ist das Schlagwort der neuen Scheibe. Bei State of the Ark wurde der Glamour stark zurück genommen und die Musik geht in Richtung Minimalpop.

In einigen Songs glitzert noch ein Fünkchen des Ark typischen Glitter und Glamour wie zum Beispiel bei dem 70er-Rock-Song Clamour for Glamour oder One of us is gonna die young, die mit ihren ohrwurmverdächtigen Melodien manch vernichtende Fan-Kritik vielleicht etwas mildern mögen. Immerhin war klar, dass es schwer möglich war die Einzigartigkeit der vorangehenden zwei Alben zu toppen. Jede Band versucht sich weiter zu entwickeln und the Ark scheinen sich gerade in einer solchen Übergangsphase zu befinden. Nostalgische Songs, Elektro-Balladen und experimentelle rockangehauchte Lieder befinden sich auf dem Album... aber alle erscheinen irgendwie nicht gänzlich passend wenn man the Ark etwas kennt, nicht einmal als neuen Stil.

Doch nichts desto trotz lässt sich das Album sehr gut und leicht hören. Es läuft fröhlich neben der Arbeit oder im Auto im Hintergrund und plötzlich ist die Musik aus und man frägt sich "Was?? Schon wieder durchgehört?" Kurzweilig, das ist die CD eben und besitzt Längen als auch Höhepunkte. Sie verbreitet gute Laune und nicht wenige Leute blieben in der Zeit, als ich sie neben der Arbeit ständig hörte stehen, um sich nach dem Namen der andersartigen Band zu erkunden. Der Song Hey Kwanongoma! spaltet erneut die Geister. Das an ein Kinderlied erinnernde Stück könnte einen Hörer zum Kopf schütteln oder zum Schmunzeln bringen... am besten man tut beides gleichzeitig! Bei Girl you´re gonna get em´ blitzt dem ein oder anderen eventuell ein Gedanke an My Sherona aus den guten alten 80ern auf. Nummer neun mit dem Titel Deliver us from free will lässt dann auch gleich wieder die Herzen höher schlagen und geht etwas "back to the roots".
Vielleicht ist die Arche auf dem Weg aus der Sintflut heraus und dockt an Festland an - wir werden sehen, was uns nach diesem Abum erwartet. Das nächste mal bitte wieder etwas mehr Glam und das gewisse Etwas, das the Ark aus macht, dann gibts auch wieder volle Punktzahl. Wir sind zuversichtlich!

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