Born Into This

Letztens auf der UNKLE 7 eine vertraute StimmeÂ… Moment den kennst du doch, Credits gelesenÂ… Oh, guck mal, Ian Ashbury, da war doch was: 1987 neben „Wolverine“ aka Herr Danzig und anderen hauptmitverantwortlich dafür, dass es auf einmal okay war sich die Haare zum Arsch wachsen lassen, Jack Daniels zu trinken und zu knochigen Riffs den Kopf zu schütteln bis nichts mehr ging. Hardcore/ Punk Puristen und andere haben natürlich weggeguckt, das war nicht Ghetto genug. Das Zauberwort damals hiess Rick Rubin, alles was er anpackte wurde zu Gold. Selbst die BLACK CROWES. Er war die Hipness in Person.
Bei KINGHORSE, einem 1990 von Glenn produzierten DANZIG für Arme Clone war dann irgendwann Schluss mit lustig - the Magic was gone. 87 jedoch war alles frisch und cool, Electric war der wahr gewordene Hardrock Traum, der würdige Nachfolger von, sagen wir „Highway to Hell“ oder „Dynasty“ war da, intelligent, smart und saurockig, amerikanischer als die Amis, alles war fuckin cool und ROCK. Selbst Cowboystiefel hatte man plötzlich an.
Ja ich gebe es zu, nach einmaligem Reinhören war mein erster Reflex: Braucht man nicht, gefällt mir nicht wirklich, keine Hits, zu modern produziert. Plötzlich jedoch zünden die Hooks, wie die Sonne die plötzlich die Nebenwand auflöst - die sehr guten Kopfhörer und das sehr gute Bier helfen da natürlich auch - der furztrockene Rubin Vibe ist long gone, ich habe ihn auch nicht erwartet, that was then but this is now, aber muss dieser Youth Typ immer alles produzieren? Gibt es keine anderen? Da wird mir zu oft auf Nummer sicher gegangen. Ich möchte es mal die Foo Fighterisierung nennen. Das 2001er Werk habe ich übersehen aber hey, der Ashbury hat nach wie vor diese euphorisierende kraftvolle Stimme und typische CULT Riffs und Hooks gibt es etliche. Vergleiche mit Electric oder Sonic Temple sind eh unfair, das hier ist vollkommen ok und gut!
Und es gibt wesentlich unwichtigere Bands, die sich wieder zusammengetan haben weil sie kein Bock mehr auf den Job an der Tanke hatten. Ashbury war und er bleibt der stylische Hardrocker, sozusagen das lebende Gegenstück zu Kid Rock. Er war immer mehr SOUNDGARDEN als MÂ…TLEY CREW, mit 41 Minuten und 10 Tracks auch gut auf den Punkt, 2/3 Füller am Start, klar, ohne die geht es auf Albumlänge heutzutage nicht, die Qualität ist einfach eine andere, früher war eben alles besser haha, auf alle Fälle im Hardrock/Metal. Ich für meinen Teil wünsche ihnen top Verkaufszahlen auf Queens of the Stone Age Niveau und dass sie ihren Spaß und Drive hier am Köcheln halten können, aber der Eindruck täuscht nicht, der Ashbury will es echt noch mal wissen. Good luck Mate!