Various Artists

Grammy Nominees 2009

Veröffentlicht: 06.02.2009 / Rhino / Warner Music

Von: Andreas Weist

Various Artists

Am 8. Februar ist es wieder soweit: Im Staples Center von Los Angeles werden die Grammy Awards vergeben – die höchste internationale Auszeichnung für Sänger, Komponisten, Musiker und Produzenten. Seit 1959 bildet die Trophäe inzwischen das musikalische Pendant zum Oscar und wird inzwischen in sage und schreibe 110 (!) Kategorien vergeben. Das ist natürlich für den Konsumenten nicht mehr überschaubar, doch wie beim Oscar auch sind es vor allem die populären Topics, die öffentliches Interesse finden: „Song Of The Year“, „Record Of The Year“, „Album Of The Year“, „Best New Artist“, Best Male Pop Vocal Performance“, „Best Female Pop Vocal Performance“ und „Best Pop Performance By A Duo Or A Group With Vocals“.

Seit über zehn Jahren vereint nun schon der jährliche Sampler „Grammy Nominees“ die wichtigsten Anwärter auf das kleine golden glänzende Grammophon. Wenn ich mir heute die Tracklist der bisherigen Compilations anschaue, dann wird die Zeitlosigkeit der dort vertretenen Songs deutlich. Wer in diesen Kategorien nominiert war, wird auch nach vielen Jahren noch im Gedächtnis präsent sein. Und so gibt die Reihe einen repräsentativen Überblick zum jeweiligen musikalischen Jahr (dessen Deadline allerdings regelmäßig der 30. September des Vorjahres bildet, da die in Frage kommenden Veröffentlichungen bis dahin erfolgt sein müssen).

Unter den zwanzig Songs fällt mir als erstes „Viva La Vida“ von Coldplay ins Auge (bzw. Ohr). Ich bin überzeugt, dass mir dieser Titel mit dem eingängigen Streicherstakkato noch für lange Zeit als Aushängeschild des Jahres 2008 im Ohr bleiben wird. Dann ist da die Damenriege mit Adele, Kate Perry, Leona Lewis, Sara Bareilles, P!nk und Duffy.  Letztere sollte beim Rennen um den „Nest New Artist“ doch ganz vorn liegen und selbst die Jonas Brothers schlagen können – mal sehen.

Von den Vertretern der männlichen Sparte hat es nur Ne-Yo auf die CD geschafft, wobei mich sein Song, den ich bisher nicht kannte, von gesanglicher Seite und durch die leichte Melodieführung positiv überrascht. Auch Onerepublic dürfen mit dem Überflieger „Apologize“ nicht fehlen, der so eindrucksvoll die Zusammenarbeit der US-Rocker mit dem Überproduzenten Timbaland versinnbildlicht. Länger im Geschäft sind dann schon Radiohead, die auch 2008 mal wieder durch neue Wege im Verkaufsgeschäft Musikgeschichte schrieben, und natürlich die unverwüstlichen Eagles, die hier „Waiting In The Weeds“ zu Gehör bringen dürfen.

Das Rennen ist naturgemäß völlig offen – und wenn meine bescheidene Meinung drei Tage vor dem Großereignis gefragt ist, sehe ich persönlich Coldplay, Duffy, Leona Lewis, P!nk und die Eagles ganz vorne. Wetten werden aber noch angekommen. Vertreibt euch die Zeit des Countdowns mit der Compilation. Die wird sich auch in einigen Jahren noch hervorragend in der Best-Of-Sammlung machen.

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