Various Artists

MySpace Playlist Vol. 1

Veröffentlicht: 26.06.2009 / Sony Music

Von: Sascha Knapek

Various Artists

Das Phänomen MySpace und die musikwirksame Kraft der Online-Community sind hinlänglich bekannt. Seit nunmehr einigen Jahren hat jede Band, die etwas auf sich hält, oder meint die zu Unrecht beste vertragslose Combo zu sein, einen Account bei der Social-Networking-Seite. Hier lassen sich verhältnismäßig leicht und publikumswirksam neue Freunde/Fans akquirieren, alte Fans auf dem Laufenden halten und jeder Internetnutzer ist theoretisch nur einen Click davon entfernt in die Musik deiner Band reinzuhören. Dem MySpace-Music-Player sei dank!

Neue Musik auf MySpace zu entdecken hat vielen anderen Varianten des „Horizonterweiterns“ schon längst den antiquierten Rang abgelaufen. Was liegt da also näher, als einige vielversprechende Hoffnungsträger und etablierte MySpace-Stars zusammenzufassen und eine Samplerreihe entstehen zu lassen, die sich dem Web2.0-Phänomen MySpace widmet? Die Bravo Hits für alle die, denen Musik etwas mehr bedeutet als kurzweiliger Beschallungszeitvertreib fürs Kaugummikauen.

Klar, MySpace ist mittlerweile auch Mainstream und somit tummeln sich auf der 42 Acts umfassenden ersten Version der “MySpace Playlist“ nicht nur die ganz geheimen Geheimtipps. Nein, die sind sogar eher die Ausnahme. Vielmehr legt der Sampler sein Augenmerk auf etablierte Bands, die u.a. durch MySpace zu dem wurden, was sie heute sind. So hat z.B. Placebo (vertreten mit “Battle For The Sun“) 350.000 MySpace-Freunde und der auf dieser Compilation enthaltene Song der Kings Of Leon (“Use Somebody“) wurde insgesamt 30.000.000 Mal gestreamt. Ergänze nun die namhafte Ansammlung von Einheiten verkaufenden (ehemaligen) Indie-Acts um Bands wie Incubus (“Black Heart Inertia“), Gossip (“Heavy Cross“), Glasvegas (“Daddy’s Gone“), The Kooks (“Always Where I Need To Be“), The Hives (“Won’t Be Long“), Maximo Park (“The Kids Are Sick Again“), Eagles Of Death Metal (“Chase The Devil“) oder MGMT (“Kids“), und dir liegt die Blaupause für einen erfolgreichen und angesagten Sampler vor.

Neben all den großen Genre-Namen versammelt die Compilation, die unter dem Banner ‘Indie/Electronica/Alternative‘ antritt, aber auch kleinere Acts und vielversprechende Hoffnungsschimmer. Ein genaueres Reinhören empfiehlt sich so z.B. bei den gar nicht mehr so unbekannten Death Cab For Cutie (“Little Bribes“) aus Bellingham, Washington, den Decemberists (“The Rake’s Song“), Port O’Brien (“I Woke Up Today“) oder dem Gewinner des MySpace-Playlist-Contests, Die Hazels (“Back Home“) aus Wesel, im schönen Nordrhein-Westfalen. Der Sampler bietet auf jeden Fall viel Raum und viele Möglichkeiten für spannende Neuentdeckungen.

Natürlich hat die MySpace-Playlist-Veranstaltung auch eine eigene Seite auf MySpace.com. Wer also gerne seine persönlich favorisierte Playliste oder sein Senf zu “MySpace Playlist (Vol. I)“ loswerden möchte, der clickt einfach hier. Auf der im typischen MySpace-Stil gehaltenen Seite gibt es außerdem noch jede Menge Infos zum breit angelegten Konzept, das von mir aus gerne weitere Sampler dieser Art folgen lassen kann.

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