Various Artists

Rebels - 32 Giants Of Rock

Veröffentlicht: 02.02.2007 / SonyBMG

Von: Thomas Kröll

Various Artists

Nach der Compilation "Summer Of Love & Peace" (Review findet ihr hier) versucht sich SonyBMG nun auch an der etwas härteren Abteilung. Um es vorweg zu nehmen: Mit durchwachsenem Erfolg. Im Gegensatz zu der erstgenannten Sammlung von Kultsongs aus den 60er und 70er Jahren erschließt sich mir der tiefere Nutzen von "Rebels - 32 Giants Of Rock" nicht auf Anhieb. Eine Doppel-CD mit mehr als 140 Minuten melodischer Rockmusik kann man haben, muss man aber nicht.

Schauen wir mal genauer hin. Die erste Disc vereinigt solche Genregrössen wie Uriah Heep ("Lady In Black"), Rainbow ("Since You`ve Been Gone"), Journey ("Wheel In The Sky"), Whitesnake ("Here I Go Again"), Black Sabbath ("Paranoid") oder Judas Priest ("Living After Midnight"). Die üblichen Verdächtigen halt. Wenig originell. Was die Manfred Mann`s Earth Band in diesem Zusammenhang zu suchen hat, ist mir auch nicht ganz klar. Nichts gegen Manfred Mann, im Gegenteil, aber zu den "Giants Of Rock" ist "Blinded By The Light" wohl kaum zu zählen. Dann hätte man auch Supertramp mit in die Songauswahl nehmen können. Erfreulich, dass mit "Black Betty" von Ram Jam ein weniger abgelutschter Klassiker vertreten ist. Herausragend einzig die knapp elfminütige Live-Version von Deep Purple`s "Child In Time". Ansonsten ist das ziemlicher Einheitsbrei, den man schon tausendmal gehört hat.

Leider wird es auf Disc 2 kaum besser. Auch hier einige Ungereimtheiten. Alannah Myles, Little River Band, Toto, The Hooters... alles Rockgiganten? Nein, nicht wirklich, oder? "Eye Of The Tiger" von Survivor kann ich persönlich schon lange nicht mehr hören, aber immerhin passt es zum angekündigten nächsten Teil von "Rocky" (der wievielte ist das eigentlich?), der am 8. Februar in die Kinos kommt. Zur Erinnerung: Survivor erhielten 1983 für "Eye Of The Tiger" aus "Rocky III" je eine Oscar- und Golden Globe-Nominierung. Ebenfalls nicht schlüssig ist die Auswahl von "Lucky Man" von Emerson, Lake & Palmer. Und mit dem Poserrock von Extreme oder Poison konnte ich selbst zu deren guten Zeiten nichts anfangen. Aber gut, das ist Geschmackssache.

Was die Geschichte aber insgesamt nicht besser macht. Entweder ist hier jemand übers Ziel hinausgeschossen oder er hat eindeutig das Thema verfehlt. Ganz wie man möchte. Für mich gilt eher letzteres. Wo sind beispielsweise The Knack und "My Sharona"? AC/DC? Steppenwolf ("Born To Be Wild")? Und (unverzeilich!) Led Zeppelin? Alles Fehlanzeige! So bleibt es beim guten Vorsatz. Kein Zweifel, jeder der 32 Songs für sich hat Klasse, aber in dieser Zusammenstellung passt das vorne und hinten nicht. So wurde eine gute Chance vertan... was im Resultat nur zu 4 von 9 Sternen reicht. Schade!

Twitter

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Tickets Night Of The Prog Festival
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Joe Cocker Tickets bei www.eventim.de