Various Artists

Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken (OST)

Veröffentlicht: 30.11.2007 / Polydor / Universal

Von: Astrid Weist

Various Artists

Soll man einen Soundtrack besprechen, wenn man den entsprechenden Film gar nicht gesehen hat und noch nicht mal das zu Grunde liegende Buch kennt? Diese Frage habe ich mir bei diesem Album durchaus gestellt, aber letztendlich bejaht. Denn so konnte ich mir „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ ganz unvoreingenommen anhören und tatsächlich die Musik an sich beurteilen.
Wer hier also auch Infos und Bezüge zum Film erwartet, den muss ich leider enttäuschen und an die entsprechenden Magazine für Filmkritiken verweisen.

Die Musik zu „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ wurde von James Last komponiert und das hört man ihr auch an. Nicht nur der Opener „Big City-Swing“ sondern auch die anderen Titel swingen gewaltig, vor allem die instrumentalen Stücke.
Ein musikalisches Hauptthema, „Main Theme“, taucht dabei immer wieder auf und wird mit Orchester- und Bigbandbesetzung ständig variiert, mal als „Tango“, romantisch mit Panflöte in „Pan Theme“, oder rhythmisch modern, und mit Sirenengeheul unterlegt in „Stun Gun Break“.

Ergänzt wird der Soundtrack durch drei gesungene Titel, die ebenfalls das musikalische Hauptthema aufgreifen, was aber erst beim zweiten Hören wirklich auffällt. Am besten gefällt mir „Der kleine Unterschied“ von Anett Louisan. Ihre Stimme und ihre Art passen zum leichten Swing-Stil der Nummer.
„Unsere Melodie“ im Countrystil wird von den Hauptdarstellern selbst gesungen, die dies angesichts der offensichtlich fehlenden sängerischen Erfahrung ganz passabel meistern. Der dritte Song ist die italienische Ballade „Mi Lascerei“, sehr getragen und romantisch.

Trotz der Variationen beschleicht einen doch irgendwann das Gefühl, dass sich alles ziemlich ähnlich anhört – aber schließlich handelt es sich ja auch um Filmmusik, die in erster Linie gemeinsam mit den Bildern wirken soll.
Einige Stücke fallen beim Hören aber doch auf. Neben dem bereits erwähnten „Der kleine Unterschied“ z. B. auch die elektrischen klänge am Anfang von „Crazy Life“ oder das rasante Pianostück „Irrsinn“, das leider sehr kurz ausfällt. Auch der letzte Titel „Herman´s Quartett“, in dem ein Streichquartett das Hauptthema  in verschiedenen Variationen nochmals aufgreift, ist hörenswert.

Zulegen wird sich diesen Soundtrack wahrscheinlich nur, wer den Film gesehen hat und ihn samt seiner Musik mochte. Ansonsten ist die Scheibe vielleicht noch etwas für James Last - Fans zur Vervollständigung ihrer Sammlung.

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