Beyond Hell / Above Heaven

Volbeat-Frontmann Michael Schøn Poulsen kommt ja eigentlich vom Death-Metal. Da ihn Szene und Musik allerdings anfingen zu langweilen, vertreibt sich der Däne seit 2001 mit Volbeat seine Zeit. Mit "Beyond Hell / Above Heaven" hat das Quartett nun sein mittlerweile viertes Studioalbum in den Startlöchern und zelebriert die melodische Metal-Melange bekannt ungezwungen, frei von dogmatischen Konventionen und mit der Volbeat-eigenen breiten Brust, die man schon von den Vorgängern "Rock The Rebel / Metal The Devil" (2007) oder "Guitar Gangsters & Cadillac Blood" (2008) kennt.
Elvis‘ Tolle schwebt erneut über einigen der dreizehn neuen Songs und die enthalten Tanzbeinwachmacher sind nicht an einer Hand abzuzählen. Kleine Punk-Anleihen ("Thanks") und dunklen Metal mischen Volbeat zwar auch weiterhin in ihren Sound, aber der Druck, mit dem "Beyond Hell / Above Heaven" in den bewegungswilligen Leib dringt, steht eindeutig im Vordergrund.
Ob man Volbeats Sound jetzt unter den Begriffen Heavy-Rockabilly, Groove- oder Elvis-Metal einordnet, muss jeder für sich entscheiden. Sicherlich erfinden die Dänen das Rad auf "Beyond Hell / Above Heaven" nicht neu und Heavy Metal-Puristen werden die eingängigeren, durchaus poppigeren Stücke ein brennender Dorn im Auge sein – wobei "Evelyn" auch was für die härteren Fraktionen sein dürfte.
Kurzweilige Hau-Drauf-Mucke zum Feiern und gepflegten Headbangen enthält die neue, dreizehn Tracks starke Langrille allemal. Schön zu sehen, dass die Jungs sich auch mit größeren Erfolgen im Rücken nicht allzu ernst nehmen und trotzdem nicht in eine witzlose Klamaukveranstaltung abdriften. So unverkrampft und Spaß machend ist Metal – egal mit welchem Vorwort – nur selten.