Live Voodoo

Funk, New Wave, Hardrock, World Music – die 1985 in Hollywood gegründete Band gilt als Wegbereiter für Grunge und Crossover. Bereits 1991 war allerdings schon wieder Schluss mit lustig und man beschloss nach dem dritten Album, sich aufzulösen. Drei Wiedervereinigungen sind seitdem zu verzeichnen: 1997 gab es einige Live-Auftritte, 2003-2004 eine Reunion mit Studioalbum ("Strays") und Welttournee. Doch interne Querelen führten immer wieder zur Trennung. Erst seit 2008 ist die Band wieder in Urbesetzung mit Perry Farrell, Dave Navarro, Eric Avery und Stephen Perkins zusammen.
Das vorliegende Konzert wurde in der Halloween-Nacht 2009 in New Orleans gefilmt. "Live Voodoo" ist der passende Titel, den der Konzertsaal hört auf den stilvollen Namen "Voodoo Experience" – aus der großen Tradition der Stadt New Orleans heraus.
Die Show bietet die Band in Topform und ist gänzlich geprägt von dem exzentrischen Fronter Perry Farrell, der in seiner Maskerade als blauer Superheld mit Glitterumhang glamourös über die Bühne wirbelt und vor allem sich selbst in Szene setzt. Dabei kommt die Musik aber keineswegs zu kurz: Die Tracklist basiert schwerpunktmäßig auf den ersten beiden Studioalben – denn das ist es, was die Fans hören wollen: "Been Caught Stealing", "Three Days", "Ocean Size" und als Höhepunkte "Stop! " sowie "Jane Says".
75 Minuten kurz ist die Show, die mit leicht bekleideten Tänzerinnen dicht an der Grenze zum Kitsch wandelt. Leider etwas zu viel Klischee. Musikalisch allerdings gibt es nichts auszusetzen: Eine hervorragende Band und ein Sänger, der sich durch alle Tonlagen singt und vor allem in den hohen Bereichen vor Energie strotzt. Das Konzert wird zum Event, denn neben den Verkleidungen auf der Bühne sind auch im Publikum manche Hardcore-Fans mit speziellem Outfit zu erkennen.
Zwei Extratracks aus dem Jahr 2008, eine kurze Featurette des NME und eine Fotogalerie dehnen die Länge auf gut 90 Minuten aus. Zeitgleich zum DVD-Release gibt es auch eine Blu-ray-Veröffentlichung.