Blue Wild Angel: Jimi Hendrix Live At The Isle Of Wight

In seiner kurzen Karriere hat Jimi Hendrix einige denkwürdige Auftritte abgeliefert, die den Gitarren-Gott, neben seinen Studioaufnahmen, bis heute im relevanten Musikbewusstsein gehalten haben. Dazu gehört sicherlich sein legendärer Auftritt auf dem "Isle-Of-Wight-Festival" im August 1970. Hendrix und seine beiden Mitstreiter Billy Cox (Bass) und Mitch Mitchell (Schlagzeug) zündeten vor der Riesenkulisse ein sprichwörtliches Feuerwerk, das man jetzt mithilfe einer frisch wiederaufbereiteten DVD nacherleben kann (zumindest am Bildschirm).
Der "Blue Wild Angel", wie Hendrix sich kurz vor dem Betreten der Isle-Of-Wight-Bretter selbst betitelt, zehrt an diesem Abend von genau der unbändigen Energie und chaotisch-fulminanten Spielfreude, die ihn schon früh in den Rock’n’Roll-Himmel hob. In Originalsequenz, mit vielen Hintergrundinfos und Stimmen von Zeitzeugen brennen sich Hendrix und seine Kollegen durch Nummern wie das Beatles-Cover "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band", "All Along The Watchtower", "Foxey Lady", "Machine Gun", "Purple Haze" oder die Donnerwetterversion des Hendrix-Klassikers "Voodoo Child (Slight Return)". Ein wahres Fest.
Neben dem Silberling erhält man mit dem Kauf des Hendrix‘ Isle-of-Wight-Packages ein 10-seitiges Booklet und diverse Bonus-Features. Man kann zwischen verschiedenen Kameraperspektiven wählen (bei acht Tracks), bekommt ein Behind-the-Scenes-Interview mit Regisseur Murray Lerner (u.a. war dieser auch schon für einige Bob-Dylan-Dokus verantwortlich), eine noch nie gezeigte Aufnahme von "Hey Joe" und allerhand Memorabilia-Abbildungen (Tickets, Poster, handschriftliche Notizen von Hendrix), die das Fanherz höher schlagen lassen. Den neuen Soundmix (man hat die Wahl zwischen "Stereo" und "5.1. Surround Sound") übernahm übrigens kein geringerer als Hendrix‘ Recording Engineer Eddie Kramer. Fans werden das zu schätzen wissen.