Ozzy Osbourne

God Bless Ozzy Osbourne

Veröffentlicht: 11.11.2011 / eagle vision / edel records

Von: Andreas Weist

Ozzy Osbourne

Anekdoten und Gerüchte um eine der schillerndsten Ikonen der Rockmusik gibt es viele – nicht zuletzt seit er anhand einer Reality-TV-Serie sein Privat- und Familienleben weitestgehend offen gelegt hat. Eine wirklich umfassende filmische Biographie verlangt aber mehr als nur die Aneinanderreihung von "Hast du schon gehört?" und "Man behauptet ja...". Für ein solches Projekt kommt nur ein absoluter Insider in Frage, und der wurde jetzt in Ozzys Sohn Jack Osbourne gefunden, der sich zudem der vollen Unterstützung durch Familie und Freunde sicher sein durfte.

In etwas mehr als 90 Minuten Spielfilmlänge behandelt der Streifen "God Bless Ozzy Osbourne" das Leben des Meisters und erzählt die Geschichte seiner Karriere von der Gründung von Black Sabbath über erste Soloerfolge bis hin zum gegenwärtigen medialen Ruhm. Dass fast zeitgleich mit der Veröffentlichung der DVD auch noch eine Reunion von Black Sabbath angekündigt wird, ist wahrlich nur das i-Tüpfelchen dazu.

Der Film lässt keine unbequeme Frage aus. Er thematisiert die wilden Tage mit Drogen und Alkohol, lässt Ozzy sich aber auch zur gegenwärtigen Abstinenz bekennen. "Dark Days" heißt das Kapitel mit den tragischen Momenten. Auch an den Tod von Randy Rhoads wird erinnert. Und die Frage, ob Ozzy nun wirklich Fledermäusen den Kopf abbeißt, bleibt am Ende mal wieder unbeantwortet.

Es gibt viele O-Töne, alte Videoaufnahmen, Interviews mit Weggefährten. Die Bildqualität ist dem entsprechend schwankend, aber weitestgehend gut genießbar. Größtes Manko bei dieser Art von Doku: Die Musik kommt wieder einmal viel zu kurz. Mini-Konzertausschnitte und kurze Musik-Einspieler wollen mir einfach nicht ausreichen, wenn es um einen der wichtigsten Rockstars der letzten Jahrzehnte geht.

Das Bonusmaterial füllt sich mit entfallenen Szenen (u.a. einem alternativen Ende) und einem ausführlichen Interview mit Ozzy und Jack. Dazu gesellen sich Aufnahmen vom Tribeca Film Festival, an welchem der Film teilnahm. Für Fans und musikhistorisch Interessierte sicher ein Erlebnis. Man darf halt nicht zu viel rockigen Wohlklang erwarten.

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