Shine A Light / Ray

Das Label Arthaus präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Musikmagazin "Rolling Stone" zwölf Musikfilme mit Kultstatus – einen rockigen Querschnitt durch die neuzeitliche Musikgeschichte. In der Komplettbox sind es acht Spielfilme und vier Dokumentationen, die die Karrieren berühmter Musiker, Bands und Randfiguren der Szene nachzeichnen, bedeutende Konzerte zu neuem Leben erwecken, Ausschnitte von Tourneen bieten, als moderne Märchen von den Anstrengungen der Nachwuchsmusiker und Ex-Knackis erzählen oder ganz einfach zeigen, mit welchen Problemen die unschuldig-optimistischen Nachwuchs-Stars zu kämpfen haben.
Der Reigen führt von Konzertfilmen mit den Rolling Stones, Lou Reed sowie Neil Young über die unvergessenen Klassiker "The Blues Brothers" und "The Doors" bis hin zu modernen Musikfilmen wie dem romantischen "Once" und dem aufwühlenden Biopic "Control". Ein gelungener Rundumschlag für die kommenden kalten Winterabende.
"Shine A Light" ist ein außergewöhlicher Konzertfilm. Am 29.10. und 1.11.2006 gaben die Rolling Stones zwei Konzerte im altehrwürdigen Beacon Theatre New York. Es sollte ein leidenschaftlicher, ganz intimer Auftritt werden – und ein Film, bei dem kein Geringerer als Martin Scorsese Regie führte.
Der Film ist als Dokumentation angelegt und wurde mit Interviews und Fernsehaufnahmen aus der Bandgeschichte angereichert. Die Weltpremiere auf der Berlinale 2008 wurde schließlich zum medialen Großereignis. Natürlich kommt die Musik nicht zu kurz und so kann man sich auf Klassiker wie "Jumpin‘ Jack Flash", "Sympathy For The Deviol", "Satisfaction" und "Start Me Up" freuen. Gastauftritte von Buddy Guy und Jack White runden das Geschehen ab. Höhepunkt ist aber zweifelsohne Christina Aguilera, die für "Live With Me" die Bühne mit den alten Herren teilt.
Das Biopic "Ray" zeigt Jamie Foxx in seiner Paraderolle als Ray Charles. Erzählt wird die eng an die tatsächlichen Ereignisse angelehnte Geschichte des Musikers, der im Altern von sechs Jahren erblindete und trotzdem eine unvergleichliche musikalische Karriere erlebte. Schwieriger war allerdings sein Privatleben – so spart das Drehbuch auch die Schattenseiten wie Frauengeschichten und Heroinsucht nicht aus. Die Erzählung endet mit Rays Entziehungskur Ende der 70er Jahre.
Leider verstarb Ray Charles kurz vor Fertigstellung des Filmes. Er konnte den Erfolg und den verdienten Oscar für Jamie Foxx nicht mehr erleben. Diesen Film muss man gesehen haben, um die Musik der 60er und 70er, die Verbindung von Rhythm & Blues zum Soul zu verstehen. Einzigartig!