(Dragonforce)
18 Uhr am Kölner Underground. Ich bin eine Stunde zu früh zum verabredetem Interviewtermin mit der Ausnahmeerscheinung DragonForce aus Großbritannien und erreiche gleichzeitig mit Sänger ZP, der mit einem Taxi gebracht wird, den kleinen Club. Er verschwindet zum Soundcheck und ich lausche draußen ein wenig mit einer Handvoll Fans den Klängen aus dem Club und sehe dem Kommen und Gehen zu.
Pünktlich um 19 Uhr treffe ich den Tourmanager und werde in einen kleinen, schäbigen Raum geführt, in dem sich die ganze Band aufhält und sich auf den Sofas mit ihren Laptops lümmelt. Ein kleines Catering ist aufgebaut, es herrscht pures Chaos und ich habe Mühe auf dem Boden einen freien Fleck für meine Tasche zu finden. 'Wow... so sieht es also unter Rockstars aus', denke ich beeindruckt, möchte aber trotzdem nicht mit ihnen tauschen...
Kurze Begrüßung und Sänger ZP, Saitenmeister Sam und ich seilen uns in einen Nebenraum ab. Sam nippt an einem Wasser (!), ich hingegen muss meine Nervosität mit einem Bier stillen, denn meine größte Angst ist, dass ich vor allem Sam wegen seines starken Akzentes nicht verstehe. Alles unbegründet; die beiden sind locker drauf und vor allem Sam redet gerne und viel.
Willkommen in Köln! Ich nehme an, Ihr hattet keine Zeit Euch die Stadt anzuschauen...
Sam: Nein, zwar sind wir bereits den ganzen Tag hier, jedoch waren wir zu faul und gammelten nur herum. Aber Ihr habt hier nette Stellen am Fluss!
Was ist denn mit den deutschen Mädels? Ihr wolltet keine kennen lernen?
Sam (lacht): Die wollen uns nicht kennen lernen! Die Zeiten sind hart...
uuuuuhhh..... Ich habe eine kleine Aufwärmrunde für Euch vorbereitet; kurze Fragen, kurze Antworten! Blond oder brünett?
Sam: Egal!
ZP (lacht): Total egal!
Sam: Dann würde ich brünett sagen, weil du eine bist!
Bier oder Wein?
Sam: Bier.
Welches? Gestern wart Ihr in Amsterdam, hast du dort ein richtig gutes niederländisches Bier getrunken?
Sam: Wir hatten Heineken; ich mag kein Heineken, aber das ist das, was uns gegeben wurde. Ich würde Carling wählen, wenn ich in England bin und eines kaufen müsste. Sonst nehme ich alles, was mir gegeben wird.
Wein?
Sam: Nein, danke.
ZP: Für mich entweder oder.
Bester Schredder in Eurer Band (ich zeige auf ZP für die Antwort)?
Sam: Ich!
ZP: Keiner. Wir brauchen keinen.
Den kleinsten Schwanz in der Band? Ihr spekuliert darüber ja sogar auf der Bühne! Herman?
Sam: Ja, das würde auf jeden Fall Herman sein (ZP und Sam lachen). Er ist Chinese und alle wissen, dass Chinesen kleine Schwänze haben!
Interviews?
Sam: Hängt davon ab, wer sie macht, mit wem du also sprichst.
Euer schlechtester Song, den ihr am liebsten niemals geschrieben hättet?
Sam (lacht): Alle, die ich nicht geschrieben habe!
ZP: Noch keines und ich hoffe auch in der Zukunft nicht allzu viele!
Sam: Mh.. welches ist mein schlechtester Song? Die Schlechtesten wären die, die ich nicht geschrieben habe und nicht mag.
Und welche Songs spielt Ihr mit der meisten Hingabe?
Sam: Die Einfachen!
Nicht die Neuesten?
Sam: Die Neuesten sind schwieriger als die Älteren! Und da die älteren Songs einfacher zu spielen sind, spielen wir diese auch mit mehr Begeisterung (lacht).
Vor was fürchtet Ihr Euch? (beide überlegen lange) Keinen Alkoholvorrat mehr zu haben?
Sam (lacht): Yeah!
Du trinkst doch gerade Wasser!
Sam: Mir wurde gesagt, dass ich nicht zu früh anfangen darf zu trinken, da wir die letzten beiden Gigs ziemlich fertig waren. Normalerweise fange ich 3 Stunden vor der Show an zu trinken. Heute versuche ich es mit 2 ½ Stunden. Mal sehen, ob es besser klappt! Ich werde mich anstrengen.
Letzter Haarschnitt, ZP?
ZP (überlegt): Vor sechs Monaten.
Hast du Ratschläge für unsere Leser, was das Hairstyling betrifft? (a.d.R.: ZP hat eine starke Lockenmähne, die er vor der Show mit einem Zopf bändigt)
ZP: Nein, nichts besonderes.
Du hast sogar erste graue Haare!
Sam lacht.
ZP: Yeah.
Sam: Er wird alt...
Färbst du sie dir nicht?
ZP: Ich habe keine Zeit.
Sam: Er wird grau und ich krieg eine Glatze!

Jungs, kennt Ihr diese Metal-Lady (ich zeige auf mein Doro Shirt)?
Sam: Ja, wir haben mit ihr vor langer Zeit auf einem Festival gespielt. So acht Jahre her. Wir haben sie einmal getroffen.
Frauen werden in der Metal Szene immer wichtiger, so genannte „Female Fronted Bands" wie Within Temptation oder Epica sind am aufsteigen. Wie wäre es denn, eine Power Metal Band um eine Frauenstimme zu bereichern?
Sam: Nun ja, es würde sicherlich helfen, mehr Mädels zu den Konzerten zu locken. Das wäre ein Vorteil. Aber schau dir die Bands an. Ich weiß nicht, ob es fair ist zu behaupten, dass sie nur ein Mädel dabei haben, um eines in der Band vorzeigen zu können.
Schon, aber meiner Meinung nach zieht dies mehr Männer an.
Sam: Nein!
ZP: Es zieht mehr Frauen an. Für Männer sind solche Bands nicht mehr so verflucht hart.
Sam: Nee, ich bin nicht unbedingt ein großer Fan von Frauen am Mikro. Ach, ich weiß auch nicht... eigentlich ja doch...
DragonForce ist also – zu Eurem Pech – eher eine Band für männliche Fans?
Sam: Das kannst du an unserem Publikum erkennen.
ZP: Ja, leider. Wir arbeiten noch an den Frauen.
Was müsstet Ihr tun, um mehr Mädels anzulocken?
Sam: Wir haben pro Album eine Ballade am Start, aber dies hat nicht unbedingt geholfen.
ZP: Ja... und nun haben wir die Jungs, die auf die Balladen stehen und deshalb zu den Konzert kommen.
Ich war beeindruckt, als ich las, dass du, ZP, Bon Jovi als einen deiner musikalischen Einflüsse genannt hast. Ich weiß nicht, ob du, Sam, Bon Jovi ebenfalls magst?
Sam: Ja, klar, sehr sogar!
Ich würde gerne von Euch wissen, was Ihr von der musikalischen Veränderung der Band haltet. Machen Bon Jovi dies nur, um mehr Fans zu bekommen? Oder ist dies wirklich die musikalische Entwicklung der Band?
Sam: Ich denke, dass es wirklich das ist, was sie gerne spielen. Man kann es daran erkennen, was sie jetzt spielen; es passt zu ihrem Alter, es ist angenehm zum anhören.
ZP: Ich weiß nicht, nach Crossroads habe ich aufgehört Bon Jovi zu hören.
Könnt Ihr so eine Entwicklung in Eurer Musik erkennen? Bleibt Ihr Power Metal treu oder werdet Ihr Euch auch weiterentwickeln?
Sam: Wir wissen es nicht, es ist schwer vorauszusehen. Augenblicklich wollen wir uns nicht verändern bis es uns langweilig wird. Wir möchten nicht darüber nachdenken. Wir hassen es Alben zu schreiben.
ZP: Wir spielen, was wir spielen wollen. Bis jetzt ist uns dies gelungen.
Sam: Du kannst nicht ständig das Gleiche spielen.
Also sind Euch Verkaufszahlen egal?!
Sam: Nun ja, du möchtest kein Scheißalbum herausbringen, das niemand kaufen wird und die Tour würde dann auch keinen Spaß machen. Verkaufszahlen sind also auf jeden Fall wichtig. Wir tun es nicht nur der Musik wegen – wir wollen auf Tour gehen und Spaß haben. Das ist für uns der Hauptgrund und die Motivation.
Wie beeinflusst die Internationalität Eurer Band Eure Musik?
Sam: Gar nicht!
Bei „Cry for Eternity" habt Ihr ein anderes Instrument benutzt, oder?
ZP (lacht): Es ist kein anderes Instrument, sondern lediglich anders gespielt!
Sam: Ja, genau, wir hatten keine chinesische Orgel oder ähnliches dabei. Wir haben keine ukrainisches Keyboardmelodie oder sonstiges.
ZP (lacht): Oder was immer die dort haben!
Was ist mit Eurem Keyboarder passiert? Er humpelt!
Sam: Er sprang von der Bühne und hat sich verletzt.
ZP: Ja, beim ersten Konzert dieser Tour ist es passiert.
Sam: Er hat sich am Fuß verletzt und ich bin gestolpert und bin auf meinen Rücken gefallen. Es wird langsam besser, schmerzte gestern aber noch ein wenig. Wir sind alle aus der Übung. (lacht)
Es ist das erste Mal, dass ich Euch live sehen werde – wie schafft Ihr es, so begnadete Riffmaster zu sein und trotzdem so viel zu trinken? Oder ist es nur Wasser, was Ihr an den Mikroständern habt?
Sam: Nein, nein, das ist Alkohol! Du musst heute selbst entscheiden, wie gut es letztendlich ist. Wären wir nicht betrunken, wären wir sicherlich besser, aber auch um einiges langweiliger!
ZP: Deshalb trinkt er Wasser (und zeigt auf den Evian TetraPak)!
Sam: Ich kann nur für mich selbst reden – wenn ich nüchtern auf die Bühne gehen würde, wäre ich gelangweilt und stünde auf der Bühne herum wie ein Trottel.
ZP, musst du besonders auf deine Stimme achten? Du rauchst, du trinkst...
ZP: Nicht besonders, ich habe keine Tricks, einfach jeden Abend auf das Beste hoffen.
Und dein Gitarrenspiel, Sam? Musst du viel üben? Ist es eine niemals endende Sache?
Sam: Wenn ich unsere komplizierten Songs ein paar Tage nicht spiele, vergesse ich diese. Ich kann mich noch an Akkorde erinnern, aber die schnellen Stücke der Songs muss ich vor der Show nochmals durchgehen. Wenn ich dies nicht tue, dann ist es furchtbar!
Wie hast du dein jetziges technisches Level erreicht?
Sam: Wie jeder andere Gitarrenspieler auch, denke ich. Mit viel Übung.
Ihr seid gerade erst von einer Nordamerika Tour zurückgekommen, jetzt tourt Ihr in Europa für einige Dutzend Shows. Ist dieses ständige on-tour sein nicht anstrengend und ermüdend? Ihr lebt aus dem Koffer, habt keine Zeit für Beziehungen.
Sam: Ich finde es spaßig!
ZP: Es wird uns sicherlich in 10 Jahren ankotzen...
Sam: ... aber jetzt ist es besser als nur zu Hause zu sitzen und nichts zu tun. Ich mag es! Die richtig harten Tage sind, wenn ich richtig betrunken bin und mich davon erholen muss. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit um auf meine Gesundheit zu achten. Aber sonst macht es viel Spaß. Es ist wie Party jeden Tag.
Wie alt seid ihr, Jungs?
Sam/ZP gleichzeitig: Zu alt!
ZP: Sehr alt! (lacht)
Um die 30?
ZP: Um die 40!
Jetzt nehmt Ihr mich auf die Schippe!
Sam: Wir sagen es dir nicht, sonst.... (überlegt) Also, der Jüngste von uns ist 23 und er Älteste 33, meine ich. Jetzt kannst du es ungefähr abschätzen! (lacht)
Gibt es noch andere Länder, die Ihr touren möchtet? Wart Ihr bereits in Ungarn, Rumänien?
ZP: Dort waren wir noch nicht.
Sam: In der Slowakei waren wir bereits, das war das osteuropäischste Land, in dem wir waren.
Habt Ihr Unterschiede zwischen den Fans feststellen können?
Sam: Ich denke, dass alle westlichen Fans so ziemlich gleich sind. Die Japaner sind anders drauf, weil es eine andere Kultur ist. Aber zwischen Amerikanern, Engländern und Deutschen gibt es keine großen Unterschiede.
Wie sieht es mit dem Mitsingen aus?
ZP: Die Staaten sind sehr gut, Großbritannien ist sehr gut.
Es ist Eurer größter Absatzmarkt, richtig?
Sam: In den Staaten sind wir vor kurzem erst ins Rollen gekommen. Wir haben in L.A. vor 2.500 Leuten gespielt und es war ausverkauft. Deshalb ist dieser Kölner Gig so ziemlich das kleinste Konzert, das wir seit einiger Zeit gespielt haben (lacht).
Ihr habt dieses Jahr auf dem Donington Festival gespielt. War es das erste Mal?
ZP: Ja! Es war umwerfend. Du stehst auf der Bühne und schaust auf ein Meer von Leuten!
Wie viele Menschen?
ZP: 70.000.
Sam: Ich dachte, es sei mehr gewesen. 75.000!
Allerdings wisst Ihr nie, ob das Publikum wegen Euch kommt oder nur auf den Headliner wartet.
ZP: Das ist ja normal bei Festivals. Du kannst nie genau sagen, ob das Publikum wegen dir da ist.
Sam: Sogar beim Headliner gibt es viele Leute, die diesen nicht mögen. Wir sagen unseren Freunden, die Leute seien alle wegen uns gekommen und zeigen ihnen Fotos und sagen ihnen wie cool es war. (lacht)
Mögt Ihr daher die kleinen Gigs nicht lieber? Ihr könnt Euch sicher sein, dass das Publikum Euch sehen will!
Sam: Doch, doch! Festivals sind eher dafür da weitere Fans zu gewinnen. Du kannst nicht einfach auf die Bühne gehen und behaupten, du seiest cool, weil es einfach nicht sicher ist, ob das Publikum dich sehen will.

Ist Euch jemals Stalking widerfahren?
Sam: Erst letztens hatten wir jemanden.
ZP: Ja, es ist eine ständige Sache geworden. Ziemlich nervige Angelegenheit.
Recht unangenehm.
Sam: Nun ja... es ist nicht soooo schlimm. Es könnte schlimmer sein.
Ist es wenigstens ein weiblicher Fan?
Sam/ZP: Zum Glück! (lachen)
Sam: Hätten wir männliche Stalker, dann wären es wirklich harte Zeiten für uns!
Welches war Euer außergewöhnlichstes Konzert?
Sam: Das wäre ein Ort, an dem ich schon immer spielen wollte. Zum Beispiel das Konzert in New York war richtig cool, das war der Gig am Times Square.
Nokia Theater oder B.B.King?
Sam: Ja, das Nokia! Es war schon ewig vorher ausverkauft, es war am Times Square und alles drumherum war richtig cool!
Etwas witziges, was Euch mal auf der Bühne passiert ist?
Sam: Die üblichen Sachen. Stolpern und einen Vollidioten aus sich machen.
ZP: Gitarrenstrings aufziehen und solche Sachen. Ich erinnere mich nicht mal dran! Dir mag es jetzt lustig vorkommen, aber solche Sachen passieren uns jeden Tag! Im Vergleich zum Humor der normalen Bevölkerung, ist der Humor der Band ziemlich verrückt! (lacht)
Sam: Hättest du uns die ganze Zeit um dich, würdest du uns nicht mehr lustig finden!
ZP: Du musst es selbst erlebt haben!
Welche anderen Power Metal Bands mögt Ihr? Was ist mit Sonata Arctica?
Sam: Ich hasse sie alle! (lacht) Wir sind nicht mehr daran interessiert. Wir bezeichnen uns auch nicht mehr als Power Metal Band. Es gibt zwar einige Gemeinsamkeiten, aber ich finde, dass wir z. B. mit Thrash Metal genauso viel zu tun haben wie mit Power Metal, den Gesang ausgenommen. Die meisten Power Metal Bands haben eher schlechte Songs und einige langsame Lieder, die richtig scheiße sind. Wir sagen immer, dass wir lediglich Ähnlichkeiten zu Power Metal haben. Deshalb ziehen wir unser Ding durch. Wir wollten eine Power Metal Band erschaffen, die eigentlich keine ist, wenn du verstehst, was ich meine. Wir haben uns die Bands angeschaut und dachten, dass sie wenig gute Songs haben, schwule Klamotten tragen.
Redest du von Kamelot?
Sam (lacht): Yeah! Nun ja, wir sind alle schuldig!
Was hat sich für Euch verändert, dass Ihr nun bei Roadrunner Records unter Vertrag seid? Bedeutet dies mehr Geld für Euch? Könnt Ihr über mehr Dinge entscheiden?
ZP: Wir haben mehr Publicity. Die Plattenfirma prügelt aus uns das Letzte heraus und puscht uns.
In negativer Hinsicht?
Sam: Nein! Vor allem in den Staaten merken wir den Unterschied zu den vorigen Malen. Mittlerweile haben sich die Ticketverkäufe dort verdoppelt. Überall wohin wir gehen gibt es Promotion, 10 Interviews vor jeder Show, was alles super ist! Es ist ein großer Unterschied!
Hört sich nach viel Arbeit an!
Sam: Nein, eigentlich ist es ein total lauer Job. Wir stehen auf, machen ein paar Interviews, liegen den ganzen Tag im Bett rum und machen nichts. Es wäre viel härter auf der Baustelle zu arbeiten.
ZP: Körperlich anstrengender.
Was sind Eure Pläne für die Zukunft? Ihr beendet diese Tour, gebt noch Shows in Großbritannien und geht wieder ins Studio?
ZP: Nein, wir werden weiter auf Tour gehen.
Sam: Ja, das Album werden wir gegen Juni in Angriff nehmen. Wir haben nicht unbedingt Lust drauf, aber wir müssen. Die üblichen Sachen halt: alles wieder von vorne!
Habt Ihr bereits neue Ideen für Euer Album?
Sam: Nein, keine einzige Idee! Und das bereitet uns eigentlich Sorgen. Wir wollen nicht wieder das Gleiche machen, aber besser.
Das wird allerdings knapp!
ZP: Das ist eigentlich das Gute daran: wir gehen „frisch" ins Studio und können dort alles ausarbeiten.
Wo kommt Ihr auf die Ideen für Songs? Während der Tour?
ZP (lacht): Nein, eigentlich wenn gesagt wird: „geht ins Studio und macht ein Album!"
Sam: Ich höre etwas auf der Straße, eine kurze Melodie (fängt an zu summen) und das könnten bereits Akkorde für einen Song werden. So passiert es mir manchmal, aber augenblicklich habe ich überhaupt keine Ideen, deshalb fange ich an, mir Sorgen zu machen.
(der Tourmanager legt beiden Musikern je 15 Euro auf den Tisch)
Ich hoffe, ihr werdet besser für das heutige Konzert bezahlt!
Sam (lacht): Nein, nein, das ist das Geld für das Mittagessen!
Meine letzte Frage an Euch: Gibt es noch etwas, was Ihr erreichen möchtet oder gibt es nichts mehr, was Ihr toppen könntet?
ZP: Nein!
Sam: Wir wollen noch berühmter werden, mehr Alben verkaufen!
ZP: Ich möchte in Stadien spielen!
Wembley, Milton Keynes...
Sam: Ja, genau.
ZP: Einfach alles so groß werden lassen, wie es nur geht.
Sam: Ich werde versuchen, so lange wie möglich dabei zu bleiben um später keinen anderen Job machen zu müssen. Würden wir morgen aufhören, hätten wir nicht genug Kohle um davon leben zu können. Es wäre cool entweder lange mit der Musik weitermachen zu können oder viel Kohle zu verdienen um später davon zu leben. Wir wollen nicht arbeiten, weil wir zu faul sind. Das hier ist ein einfacher Job.
Jungs, vielen Dank für das Interview!
Sam und ZP: Wir danken!
Schnell noch ein Foto geknipst, Sam schlägt die ?MySpace? Methode vor, da niemand zum Knipsen da ist: Kamera vor unsere Gesichter halten und abdrücken! Nach dem Interview mischen sich Sam, Herman Li und Adrian unter die Fans und fordern diese zum Gitarrenduell an den aufgebauten Playstation-Stationen am Guitar Hero II auf - Zeit für Fotos, Autogramme und Small-Talk inklusive. Danach heißt es: it's show time!
Großes Danke an Yvonne von Sanctuary Records und den Tourmanager, die das Interview für den MHQ ermöglichten.