Interview mit Mark Jansen Tomahawk-Festival, Osnabrück

(Epica)

31.03.2007 von Ingrid Silvasi

Bei schönstem März-Sonnenschein sitze ich mit Epica-Gitarrist Mark Jansen draußen im Backstagebereich auf Bierbänken in der Nähe des VIP-Dixiklos. Er steht Rede und Antwort (er selbst sagt, Fragen lasse er niemals unbeantwortet) und füllt in Schönschreibschrift unseren Shortcut aus und vor lauter Aufregung solch einen sympathischen Mann zum Gespräch zu haben, vergesse ich, ihn unterzeichnen zu lassen... Schon bei seinen Antworten wird klar – dieser Mann lebt gesund! Orangensaft und holländischer Eintopf treiben den Radsportler zu Höchstleistungen. Junk-Food steht vor allem während des Tourens nicht zur Debatte, denn auf der Bühne gibt er sein Bestes. Den Tag zuvor legte er mit Epica einen exklusiven und erfolgreichen Tour-Auftakt für Fanclubmitglieder hin und stellte bereits eine Auswahl der neuen Songs vor.

Epica Interview Mark Jansen

Mark: Drei Dinge, ohne dich ich nicht leben kann? Musik, Freundin (lacht) und Sport.

Radsport?

Mark: Ja, Radsport, Fitness.

Hast du vor kurzem mit dem Fitness angefangen?

Mark: Ich fing damit bereits vor acht Jahren an, es zeigte jedoch keine Wirkung. Dann fing ich vor sechs Jahren wieder damit und es funktionierte immer noch nicht (lacht). Ich war wohl zu jung und körperlich noch nicht ausgereift – jetzt klappt es endlich mit dem Fitness. Die Muskeln sind zwar noch nicht so ausgeprägt wie bei Yves (lacht)Â… er hat einen natürlichen Vorteil. Tennis und Fußball mag ich ebenfalls. Tischtennis auch, aber das passt hier nicht mehr in die Zeile (lacht).

Welch guten Start Ihr gestern hingelegt habt! Herzlichen Glückwunsch! Deine Familie war sogar anwesend! Deine Mutter und dein Vater waren dabei, richtig?

Mark: (lacht) Ja!

Hat es ihnen gefallen?

Mark: Ja, hat es. Es ist immer lustig mit ihnen, auch heute haben wir noch darüber gelacht: normalerweise sind die Musiker bei den Shows betrunken und es sind die Eltern, die vor zu viel Alkohol warnen. Bei mir ist es genau umgekehrt! Mein Vater betrinkt sich bei den Konzerten immer! „Du sollst nicht so viel trinken!“, sage ich ihm dann ständig (lacht).

Ist es dir wichtig, Unterstützung in und von der Familie zu erhalten?

Mark: Ja, ist es! Wenn du keine Unterstützung hast, ist es wesentlich schwieriger, deine Ziele zu erreichen. Egal, was ich in der Musik erreichen wollte: sie stimmten dem immer zu. Auch als es so aussah, dass ich die Schule nicht beenden würde, war es kein Problem für meinen Vater. Trotzdem habe ich die Schule beendet. Wenn Eltern darauf drängen, die Schule zu Ende zu führen, funktioniert dies manchmal oder bewirkt genau das Gegenteil. Mich haben sie nicht bedrängt und ich führte die Schule zu Ende. Es gibt also auch andere Wege, die Kinder zu unterstützen.

Was hält dein Vater von Epica?

Mark: Er mag die Musik sehr gerne. Er ist stolz.

Und wenn du nach Südamerika und in die USA fliegst, ist niemand besorgt um dich?

Mark: Er ist sogar ein bisschen eifersüchtig. Er war selbst Musiker und ist im positiven Sinne eifersüchtig.

Spiele er auch Gitarre?

Mark: Ja.

Hast du von ihm gelernt?

Mark: Nein, er sagte, er spiele nicht gut genug und er sagte, ich solle mir lieber einen guten Lehrer suchen (lacht).

Wie war es, die neuen Songs gestern zum ersten Mal vor Publikum zu spielen?

Mark: Beängstigend!

Weil du die Reaktionen nicht voraussehen konntest?

Mark: Weil wir die Reaktionen nicht voraussehen konnten, der neue Drummer dabei war und die viele neue Elemente. Das machte sogar Ad ein wenig nervös. Normalerweise ist er das nie. Er trank sogar Bier vor dem Konzert.

Er sagte gestern, dass er „Crystal Mountain“ vergeigt habe – ich hab´s nicht mal gemerkt!

Mark: Ja, hat er tatsächlich! Aber ich habe „Menace of Vanity“ verschissen. Ich spielte und spielte und in der Mitte des Songs bemerkte ich, dass meine Gitarre immer noch auf lautlos war! (wir brechen beide in Gelächter aus) Ich fragte den Soundtechniker nach dem Konzert, ob er das bemerkte und er sagte „Natürlich habe ich das bemerkt! Ich schrieb eine SMS an jemanden, der an der Bühne war, um sich deinen Verstärker anzuschauen!“ Und letztendlich war es mein eigener Fehler (lacht).

Sind dies bereits Songs, die auf jeden Fall auf´s Album kommen? Oder habt Ihr gestern die Reaktionen der Fans getestet, um noch Songs von der Platte zu kicken?

Mark: Nein, nein, die Songs sind auf jeden Fall auf dem Album, deshalb sollte das Publikum die Songs lieber mögen (lacht).

Mir haben die neuen Songs gut gefallen! Die Gitarre ist endlich heavier, ich habe das angekündigte Gitarrensolo bemerkt und mir ist auch aufgefallen, dass Simone eine komplett andere Stimme bei den neuen Songs hat.

Mark: Ja, richtig! Sie versucht ihrer Stimme mehr Abwechslung zu verleihen, weil dies die Kritik war, die wir manchmal in der Vergangenheit erhielten. Leute sagten, dass ihnen die Musik und auch der Gesang gefalle, die Stimme jedoch mehr Variation haben sollte. So haben wir versucht, dies umzusetzen und Simone ist dies gelungen, denn jetzt ist wirklich mehr Abwechslung in ihrer Stimme. Auch viel kraftvoller. Sie hat sich zum Glück weiterentwickelt, was für einen Musiker sehr wichtig ist. Ich bin sicher, dass dieses Album viele Leute überraschen wird – im positiven Sinne! Aber natürlich muss sich jeder selbst seine Meinung über das Album bilden.

Darüber reden wir gleich noch! War es auch Amanda, die Simone drängte, kraftvoller zu singen oder ist es der Einfluss der Fans gewesen, dass das Album heavier klingen wird?

Mark: Es war unsere Entscheidung, aber natürlich wussten wir, dass Fans dies gefallen würde, da wir lesen, was sie auf dem Forum schreiben. Es war auch Simones Entscheidung variationsreicher zu singen. Amanda und Sascha halfen ihr zu entscheiden, welche Stimme zu welchem Song passt. Die beiden sind auch sehr wichtig für unseren Sound.

Ihr hattet bei weitem nicht so viele Orchesterparts in den neuen Stücken wie in den alten Songs. Habt Ihr diese größtenteils weggelassen?

Mark: Vielleicht sind sie noch nicht so stark in diesem Mix vertreten, aber natürlich gibt es wieder Orchesterparts.

Das Melancholische der Songs habe ich ebenfalls vermisst, dafür sind die neuen Songs jetzt grooviger.

Mark: Einige Songs haben tatsächlich mehr Groove. Aber der neue Drummer spielt die Songs auch mit mehr Groove. „Obsessive Devotion“ spielt er einmalig!

Ist er ein Heavy Metal Drummer?

Mark: Ja!

Mit seinen Klamotten sieht er eher aus wie ein Rapper!

Mark (lacht): Stimmt, aber du solltest seine Sachen hören! Er hat ein Projekt – ein Black Metal Projekt – richtig brutal (Markt imitiert die schnellen Double Bass Töne des Schlagzeuges).

Epica Interview mit Mark Jansen

Warum habt Ihr Euch nicht für Ariën, den Studiodrummer, für die Tour entschieden? Hatte er keine Zeit?

Mark: Er ist viel beschäftigter als Koen, jedoch wird er die USA-Tour mit uns machen. Wenn Koen keine Zeit hat mit uns zu touren, fragen wir Ariën. So schaffen wir es für jedes Konzert einen Drummer zu haben.

Jedoch ist dies immer noch keine endgültige Lösung für Euer Drummer-Problem... Sucht Ihr immer noch?

Mark: Ja, wir suchen noch immer, dies ist nur eine vorübergehende Lösung. So lange wir jedoch keinen perfekten Drummer gefunden haben - schließlich wollen wir uns vorwärts und nicht rückwärts bewegen - machen wir so weiter. Vielleicht wird es noch eine Weile dauern, vielleicht sogar zwei Jahre. Und wer weiß... vielleicht macht es einem von den beiden so viel Spaß, dass er bei Epica einsteigen möchte. Bis jetzt haben weder Koen noch Ariën Zeit bei Epica voll einzusteigen.

Du hast sehr hohe Erwartungen, das ist gut!

Mark: In was habe ich hohe Erwartungen?

Anscheinend in allem. In die Musik, die du machst, an deine Bandmitglieder.

Mark: Vor allem Ad hat auch hohe Ansprüche an die Drums. Er konzentriert sich am meisten auf die Drums und er sagt selbst, dass er den Besten oder lieber gar keinen Drummer haben will. (lacht) Wir hatten viele Proben mit Schlagzeugern, sie waren alle gut, jedoch war "der Eine" nicht dabei. Wenn jedoch Koen oder Ariën einsteigen wollen, sind sie herzlich willkommen (schmunzelt).

Was war der große Unterschied bei den Aufnahmen zu diesem Album zu den vorigen Aufnahmen? Ihr hattet keine Plattenfirma hinter Euch, hattet Ihr mehr Freiheiten dadurch?

Mark: Ja, das war schon einer der Hauptunterschiede. Wir hatten keine Plattenfirma - natürlich hatten wir auch in der Vergangenheit gewisse Freiheiten im Studio mit unserer vorigen Plattenfirma. Jedoch haben sie sich ins Mastering immer eingemischt - manchmal mit keinem guten Ergebnis. Nun haben wir komplette Freiheit, wir lassen Sascha Paeth mastern, deshalb denke ich, dass der Sound kräftiger sein wird. Weitere Unterschiede sind natürlich die größere Variation in Simones Stimme und mehr längere Songs. Es ist sehr offensichtlich, dass die Leute "Consign To Oblivion" sehr mögen. So überlegten wir, dass ein Grund dahinter stecken muss, dass Fans diesen Song den anderen auf dem Album vorziehen. Und so fragten wir nach und Leute sagten, dass es die Länge des Songs sei, der Song sei sehr abwechslungsreich und dadurch interessant. So haben wir auf dem neuen Album sechs oder sieben lange Songs. Ein Song ist sogar 14 Minuten lang. "Divine Conspiracy".

Aber anscheinend kannst du mir immer noch keinen Namen der neuen Plattenfirma nennen?

Mark: Das ist noch geheim. Es ist jedoch ein deutsches Label.

Sag bloß, es wird Nuclear Blast! (wir beide lachen - A.d.R. After Forever sind ebenfalls bei Nuclear Blast unter Vertrag)

Mark: Ich darf es nicht verraten, jedoch ist Nuclear Blast auch dabei, Center Media auch, AFM Records. (A.d.R. mittlerweile steht die neue Plattenfirma fest: Nuclear Blast ist es geworden)

Das bedeutet hoffentlich für Euch in Deutschland endlich mal größer rauszukommen!

Mark: Ja, das hoffen wir auch. All diese Plattenfirmen haben uns super Deals angeboten, jedoch nur eine von ihnen hat etwas mehr Interesse gezeigt. Auch das Label von Kamelot.

SPV?

Mark: Ja. Aber ich glaube, dass es eine von den anderen Plattenfirmen wird.

Hoffentlich sind Eure CD´s dann in Deutschland besser erhältlich...

Mark: Das wird auch Zeit!

Koen kommt auf uns zu, kurzer Small-Talk mit ihm.

Hast du dich gestern wohl gefühlt mit Epica zu spielen?

Koen: Ja, sehr!

Die Becken waren sehr laut...

Koen: Die Venue war auch sehr klein.

Mark (übersetzt): Und das Mikro war zu nah.

Das sollte keine Kritik meinerseits sein!

Mark: Es hat sich jemand darüber beschwert und wir nehmen dies sehr ernst. Heute wird es besser sein.

Veröffentlichung des neuen Albums sollte Juni sein...

Mark: Es WAR Juni.

Nun ist es wohl bereits Juli-August...

Mark: Sogar August-September... Juli ist kein guter Veröffentlichungszeitpunkt. So wird es eher Ende August oder September.

Noch rechtzeitig für die USA-Tour.

Mark: Ja, jedoch zu spät für die Europa-Tour.

Jedoch spielt Ihr ja schon fleißig die neuen Stücke! Was sind deine Erwartungen für die USA-Tour mit Vision of Atlantis?

Mark: Ich habe noch keine Ahnung. Die Tour mit Kamelot war richtig gut. Ich denke, dass es uns gelungen ist, unsere Bekanntheit zu steigern. Es war die Tour, auf der wir am besten performt haben. Das Publikum war richtig gut und es war unsere letzte Tour mit dem vorigen Drummer Jeroen. Nun sind wir zwar wieder einen Schritt zurückgefallen, jedoch bin ich optimistisch, dass wir bald wieder dieses Level erreichen werden. Ich denke, dass wir einen guten Eindruck in den Staaten hinterlassen haben, jedoch hängt es auch davon ab, welche andere Bands zu der Zeit in den Staaten touren und ob Fans bereit sind, 100 Meilen zu reisen, um uns zu sehen. Letztes Mal waren wir Support-Act von Kamelot, Kamelot waren bereits bekannt.

Ich dachte auch daran, dass Vision of Atlantis ebenfalls eine "Female-Fronted-Band" ist und daher die Kombination vielleicht nicht so interessant wirkt.

Mark: Wenn ich ehrlich sein soll: Vision of Atlantis war die einzige Band, die es sich leisten konnte, Support-Act für diese Tour zu werden. (lacht) Es ist richtig teuer, denn Vision of Atlantis müssen sich einen eigenen Tourbus mieten. Wir mussten dies für die Tour mit Kamelot ebenfalls tun. Jedoch waren unsere Gebühren etwas niedriger. Wir gingen zwar trotzdem mit einem Verlust raus, jedoch ist es für Vision of Atlantis sogar noch teurer. Wir sind schon froh, dass wir eine Band gefunden haben, die dieses Geld ausgeben will, um Support-Act zu sein. Wir können halt nicht wählerisch sein. Aber wir mögen die Bandmitglieder von Vision of Atlantis sehr, es sind coole Typen und wir sind zufrieden!

Epica Interview mit Mark Jansen

Gibt es Tourdaten, die noch nicht veröffentlicht sind?

Mark: Ja, wir sind beschäftigt mit der Planung der Europa-Tour. Wir haben eine Option, denn gleich zwei Bands sind interessiert uns für den Support-Slot zu übernehmen. Ich hoffe, wir bekommen die Chance, denn es ist eine super Tour. Wenn es nicht klappt, sind wir zuerst in Südamerika und touren dort, denn in Januar-Februar können wir dort nicht touren, es ist Sommer dort und einfach zu heiß.

Was ist mit dem Konzert in Rotterdam? Du hast dich entschlossen an dem Tag am Fahrradmarathon Marmotte teilzunehmen. Wer übernimmt nun deinen Part bei dem Konzert?

Mark: Es wird sehr wahrscheinlich Isaac von God Dethroned sein. Wir kennen Ihn bereits, da er einmal für Ad eingesprungen ist. Er ist ein sehr guter Gitarrist und ein toller Typ. Er ist der perfekte Ersatz für solche Fälle, wenn Ad oder ich nicht selbst spielen können. Er ist nicht besonders sicher mit den Grunts, so werden wir für den Tag Songs auswählen, in denen keine oder wenig Grunt-Parts vorkommen. So kann die Band das Konzert spielen und ich an der Marmotte teilnehmen. Ich plane diesen Marathon bereits seit Jahren, ich konnte einfach nicht absagen.

Wie bereitest du dich auf diesen Wettbewerb vor?

Mark: Ich nehme mein Fahrrad in meinem Bus mit und es gibt eine festgelegte Route, die ich abtrainiere. Für die Teilnahme an der Marmotte muss ich allerdings sogar bezahlen, denn auf der Strecke werden wir mit Essen und Trinken versorgt.

Würdest du gerne öfter an solch wohltätigen Zwecken teilnehmen? (A.d.R. Mark unterstützt mit seiner Teilnahme den WWF, Interessierte können ein Streckengeld für den guten Zweck überweisen. Mehr Infos unter: http://www.epica.nl/amazone )

Mark: Ja, gerne! Nun arbeite ich mit WWF zusammen und sie sagten, wenn diese Aktion gut laufen wird, dann können wir auch in Zukunft zusammenarbeiten. Ich bin sehr daran interessiert.

Ist es nun die ganze Band, die darin involviert ist?

Mark: Ich habe damit angefangen und sollte das Projekt weiterlaufen, dann ist es die ganze Band. Verdammt... mein Nacken... ich habe solche Nackenschmerzen vom gestrigen Headbangen! (Er stützt seinen Kopf auf seine Hände auf und lacht)

Habt Ihr manchmal Meinungsverschiedenheiten im Studio?

Yves stößt zu uns, obligatorisch hält er ein Bier und eine Zigarette in der Hand und wir blödeln rum - die griechischen Mädels, Ouzo und die Oliven, die in Athen auf Epica warten. Ich komme gar nicht mehr zu einer Antwort auf meine Frage und von Hölzchen kommen wir aufs Stöckchen und wir sind wieder beim Thema Studio.

Warum kümmerst du dich um die Keyboards, Mark?

Mark: Weil ich viele der Songs geschrieben habe, sind die Keyboards überwiegend mein Job.

Und was macht Coen?

Mark: Coen übernimmt das Arrangement der Chöre. So hat jeder was zu tun (lacht).

Ad kommt nun ebenfalls zu unserer Runde und so habe ich auch direkt eine Frage für ihn parat.

Wenn Ihr allerdings im Studio 4 Schichten Gitarre aufgenommen habt, wie hört sich das live an mit nur 2 Gitarren?

Ad: Du wirst den Unterschied live nicht wirklich hören, aber für das Album bedeutet dies einen besseren Sound.

Mark: Wir werden auf der Bühne zwei weitere Gitarristen hinter dem Vorhang verstecken, damit wir auf 4 Gitarren kommen (lacht).

Mark, ich bin durch mit meinen Fragen... ich bewundere dich jedes Mal, woher du all diese Energie und gute Laune hernimmst.

Mark (lacht): Aah, das ist eine private Frage!

Ad und Yves winken ab.

Yves: Er ist nur heute in guter Laune. Wenn du wieder weg bist, dann....

Mark, warst du eigentlich jemals besorgt, dass es Epica nicht weiter schafft, als deine Beziehung mit Simone in die Brüche ging?

Mark: Nein, ich war eher besorgt um die Gerüchte, dass Simone die neue Nightwish-Sängerin wird.

Jetzt nimmst du mich auf den Arm!

Mark: Nein, wirklich! Wenn ständig alle davon reden, bekommst du langsam Zweifel. Simone war in Kontakt mit Tuomas über SMS und die beiden machten ständig Witze über die Gerüchte.

Glaubst du, sie hätte Epica für Nightwish verlassen? Für mehr Geld?

Mark: Ich glaube nicht... aber diese Nightwish-Sache hat mich doch etwas beängstigt, auch wenn Simone mir ständig versicherte, da sei nichts dran.

Mark, herzlichen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast!

Mark: Ich denke, das ist wichtig! Als ich jünger war, habe ich Bands gehasst, die sich keine Zeit für Fans oder für Interview genommen haben und total abgehoben waren. Und ich nahm mir vor, dass ich niemals so sein möchte. Ich habe mir das vorgenommen und halte mich nun auch daran.

Da bleibt mir doch als Wunsch für die Band nur der endgültige Durchbruch in Deutschland übrig - verdient hätten es Epica auf alle Fälle! Dank auch an den Tourmanager Jeroen, der die Band seit eh und je begleitet und keine zeitlichen Einwände gegen dieses Interview hatte.

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