(Geist)
Die Geburtsstunde von Geist ist das Jahr 2000. Mit dem Album "Für alle Zeit" vollzieht die Kölner Band dann 2007 den entscheidenden Schritt in eine grössere Öffentlichkeit. Nun legt das Quartett mit "Feuerengel" nach, einem Werk, das sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Progressive- und Alternativ-Rock bewegt. Oder doch nicht? Über diese und viele andere Fragen unterhielt sich MHQ-Chefredakteur Thomas Kröll vor dem CD-Release-Konzert in der Kölner Werkstatt mit Geist-Sänger Fares Rahmun und Gitarrist Tim Born.

Musicheadquarter-Chefredakteur Thomas Kröll eingerahmt von Fahres Rahmun (links) und Tim Born (rechts). Alle Fotos: Alexandra Welsch
Ich muss zugeben, dass ich euch bis zum "Feuerengel"-Album nicht kannte. Vielleicht möchtet ihr erstmal etwas über euch erzählen?!
Tim: Die Band gibt es seit 2000. Seit 2004 dann mit ein bisschen mehr Zugkraft in die Richtung, dass wir Platten aufnehmen und mehr Gigs spielen wollen. 2007 haben wir dann die erste richtige Platte "Für alle Zeit" rausgebracht und sind viel getourt. In dem Jahr haben wir etwa 50 Konzerte gespielt. Und danach haben wir uns ein bisschen mehr Zeit gelassen (lacht).
Fares: 2007 hat unser Drummer uns verlassen. Er hat versucht die Musikkarriere und den normalen Beruf zu vereinbaren, was nicht so ganz geklappt hat. Ende des Jahres hat er uns dann schweren Herzens verlassen. Wir haben dann ein Jahr damit verbracht, einen Ersatz zu finden. Das ist uns mit dem Anton (Röser, d.Red.) geglückt. 2009 hieß es dann Schreiben, Schreiben, Schreiben, einen Produzenten zu finden und 2010 ins Studio zu gehen. Die Platte ist ja schon über ein halbes Jahr fertig. Wir mussten aber erst noch einen Partner finden.
Tim: Das macht vielleicht sogar den Löwenanteil aus. 2007 haben wir die Platte zwar über ein Label veröffentlicht, aber de facto haben wir alles selbst gemacht. Wir haben das Booking selbst gemacht, die Promo im Prinzip auch. Im Nachhinein haben wir gemerkt, dass man bestimmte Sachen schon besser machen kann und bestimmte Sachen auch besser aufeinander abstimmen muss. Deshalb haben wir uns diesmal mit dem ganzen organisatorischen Drumherum etwas mehr Zeit gelassen. Bis wir die Mannschaft zusammen hatten, von der wir dachten, mit der klappt das vielleicht alles ein bisschen besser.
Im Labelinfo zu "Feuerengel" stand auch etwas von einem "aufwändigen Kompositions- und Produktionsprozess".
Fares: Das ist auch durchaus so. Wir haben uns sehr lange Zeit gelassen beim Schreiben. Da waren teilweise auch noch Einflüsse von alten Musikern dabei. Wir haben so lange daran weitergefeilt, bis wir Vier mit der neuen Konstellation wieder damit eine Einheit bilden. Wir waren dann auch noch auf Produzentensuche. Es war uns sehr wichtig, bei dieser Platte mit einem "fünften Bandmitglied" zu arbeiten. Jemand, der musikalischen, technischen und überhaupt Input bringt. Da sind wir fündig geworden (mit Tim Buktu, d.Red.). Und der ist mit uns auch erstmal wieder in den Proberaum gegangen. Da hat sich dann auch noch mal viel getan. Bevor wir ins Studio gegangen sind, stand dann alles fest. Wir haben viel gearbeitet, aber es hat sich gelohnt.
Tim: Wir haben mehr Zeit im Studio verbracht und auch alle zusammen da gewohnt. Wir hatten eine richtige Pre-Production, indem wir uns vorher alle mit dem Produzenten an die Arrangements gesetzt haben. Soviel Aufwand haben wir beim ersten Album noch nicht betrieben.

"Da kamen die Bullen nach der Hälfte des Auftritts und wollten die Anlage kassieren, wenn noch einmal ein lauter Ton kommt".
Hat der Name Geist irgendeine tiefere Bedeutung?
Fares: JaÂ… schonÂ… (alle lachen)
Okay, nächste Frage.
Fares: Wir haben lange getüftelt. Der Bandname ist ja schon eine schwerwiegende Entscheidung. Wir haben uns zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigt, als wir unser erstes Konzert hatten und haben uns gefragt, was Musik für uns überhaupt bedeutet. Was drückt die aus? Dann haben wir Begriffe in den Raum geschmissen und vieles drehte sich um Seele, um Gefühle, um einen tieferen Sinn. Aber durchaus auch um einen rockigen Charakter. Geist hat halt diese geile Zweideutigkeit. Es ist zum einen das üble Schreckgespenst, hat aber zum anderen auch diese tiefe Bedeutung. Als der Begriff im Raum stand, war es klar.
"Feuerengel" ist nun euer zweites vollwertiges Album. Zwischendurch gab es noch eine Unplugged-EP...
Tim: Genau. Das waren aber nur drei Unplugged-Versionen von Stücken, die wir auch als elektrische Stücke gemacht haben. Das ist kein richtiges Album. Mehr so eine Art Promo-EP zum kostenlosen Download.
Wird es denn heute abend auch einen Unplugged-Teil geben?
Fares: Nein.
Schade eigentlich...
Tim: Das heisst aber nicht, dass da nicht auch wieder so etwas kommen könnte. Diese Unplugged-Geschichte ist damals auch eher aus einem Zufall heraus entstanden. Im Rahmen unserer 2007er Tour hatten wir eine Anfrage aus Berlin, ob wir nicht in einer Live-Radioshow spielen wollen. Da habe ich gesagt: Ja klar, gerne. Dann hat der Radiomensch gesagt, bei uns ist aber nur unplugged. Wir haben das dann für diese Show einfach mal ausprobiert und es lief auch ganz gut. Dann gab es noch eine andere Situation, auch in Berlin. Da kamen die Bullen nach der Hälfte des Auftritts und wollten die Anlage kassieren, wenn noch einmal ein lauter Ton kommt. Also haben wir den halben Auftritt umgeswitcht auf Unplugged. Damit hatte keiner gerechnet und das war schon eine ziemlich geile Stimmung. Seitdem haben wir das hier und da mal eingestreut. Als Zugabe oder so. Aber das ist nicht unser Kerngeschäft. Heute abend ist ein Rock-Konzert.
Fares: Das macht auch Spass. Du interpretierst deinen Song quasi neu. Da haben wir auch schon an einigen der neuen Songs rumgespielt. Das ist schon immer eine coole Sache.

"Im Kölner Musikumfeld gibt es schon eine grosse Verbundenheit".
Also ist "Feuerengel" damit euer zweieinhalbtes vollwertiges Album. Nun sagt man ja oft, dass es beim zweiten Album zünden muss.
Fares: Deshalb bist du jetzt hier (lacht).
Deshalb bin ich jetzt hier. Aber mit welchen Hoffnungen und vielleicht auch Ängsten veröffentlicht ihr dieses Album?
Tim: Hoffnung gibt es in jedem Fall. Angst gibt es bei mir nicht. Es gibt natürlich immer diejenigen, die das vergleichen und sagen, beim ersten Album wart ihr ja noch so und so. Aber die gibt es immer, egal wie es ist. Für mich ist die Hoffnung schlicht und ergreifend, dass wir mit diesem Album einen Schritt nach vorne kommen. Ich glaube, da spreche ich für uns alle. Einfach ein Level weiter zu kommen. Wir haben alle schon die Maseratis bestellt, das ist klar (lacht). In Wahrheit wollen wir halt einfach gucken, dass wir jetzt bessere Gigs bekommen und das Ganze einfach auf einem etwas höheren Level weiterläuft.
Fares: Hoffnung verbinden wir auch damit, dass wir coole Partner gefunden haben. Wir sind im Verlagsbereich gut aufgestellt und mit der Promotionfirma sind wir auch glücklich. Generell haben wir ein wohlwollendes Umfeld um uns herum.
Tim: Ja, stimmt. Es gibt auf jeden Fall mehr Leute, die auch ein bisschen was bewirken können und die auch an die ganze Sache glauben, als im Vergleich zum ersten Album. Da waren es im Prinzip nur wir. Es gibt auch eine gewisse Fanbase, die das erste Album kennt und wir hoffen, dass da jetzt durch ein bisschen Verbreitung noch ein paar dazu kommen.
Ihr habt heute in der Werkstatt ein Heimspiel. Wie äußert sich euer Lokalpatriotismus? Im Bier? Oder im Fussball?
Fares: (lacht) Ich glaube weder noch. Wir sind alles Pilstrinker.
Tim: Wir haben hier innerhalb Kölns schon ein unglaublich grosses Umfeld. Ob das jetzt andere Bands sind oder kreative Leute in allen Bereichen wie Foto oder Video. Und die unterstützen uns schon stark. Wir könnten es uns ja überhaupt nicht erlauben, hier grosse und teure Produktionen zu starten. Wir profitieren davon, dass wir in Köln einen grossen Bekanntenkreis haben und uns kennen halt echt auch schon ein paar Leute hier. Insofern gibt es im Kölner Musikumfeld schon eine grosse Verbundenheit. Vielleicht ist das eine Art von Lokalpatriotismus.
Wenn man eine neue Band kennenlernt, zieht man automatisch verschiedene Schubladen auf und guckt, in welche Schublade packt man die jetzt rein. Bei euch mache ich da die Schublade mit Tool auf und die mit ein wenig Prog-Rock oder Alternative-Rock. Inwieweit gehen euch solche Vergleiche oder Kategorisierungen auf den Keks?
Fares: Wir leben ja keine musikalischen Vorbilder. Wir haben uns aber an solche Vergleiche gewöhnt. Es fällt uns ja selbst schwer, uns einer Schublade zuzuordnen. Deswegen ist es völlig legitim, da andere Bandnamen zu nennen. Und dass Tool da immer wieder genannt werden, das ist okay. Ich finde, Tool sind eine geniale Band, da gibt es echt schlimmere Vergleiche. Auch wenn sich jeder, der sich mit Musik beschäftigt sagt, ja, vielleicht die Schublade, aber doch weit entfernt. Ich kann die Assoziation verstehen, aber es gibt auch grosse Unterschiede. Wir kennen die Schublade selbst nicht. Sind wir Alternativ-Rock? Oder Progressive-Rock? Irgendwie vielleicht von allem ein bisschen.

"Wir machen das, was uns Vieren am besten gefällt".
Tim: Du kennst ja nur das neue Album. Hast du da von dir aus diese Assoziation mit Tool gehabt, ohne dass du das vorher irgendwo gelesen hattest?
Am Anfang, muss ich ehrlich zugeben, hatte ich sogar ein wenig diese Rammstein-Assoziation. Das liegt aber eher am Gesang. Tool ist ja nur ein Beispiel. Diese Reihe könnte man ja fortsetzen.
Tim: Ich frage nur deshalb, weil Tool von allen Bands, die genannt werden, am häufigsten als Vergleich zu uns genommen werden. Ich versuche halt selber, das nachzuvollziehen. Bei der ersten Platte kann ich das noch ganz gut verstehen, bei der neuen Platte höre ich da aber viel weniger von. Deshalb frage ich, ob dir das beim Hören selbst in den Sinn gekommen ist oder weil es ständig so kolportiert wird.
Ich mache es üblicherweise so, dass ich mir vor dem Hören einer neuen CD das Labelinfo nicht durchlese. Das beeinflusst zu sehr. Zumal da ja selten Schrott drinsteht, sondern immer eine Menge Lobhudelei. Ich höre mir erst die Musik an und gucke dann vielleicht mal in das Info. Insofern kam mir der Gedanke mit Tool schon von alleine. Aber anderes Thema: Eure Texte sind alle auf Deutsch. Habt ihr nicht mal daran gedacht englische Texte zu verwenden?
Fares: Nur ganz kurz vor vielen, vielen Jahren (lacht). Dann habe ich es einmal auf Deutsch probiert und bin darauf hängengeblieben. Ich finde Texte zu schreiben ist megaschwierig, wenn sie etwas bedeuten und persönlich sein sollen. Das ist schon auf Deutsch schwierig genug. Das Gefühl für die Sprache habe ich nur in meiner Muttersprache und das ist eben Deutsch. Vielleicht ist das auch ein Alleinstellungsmerkmal das wir haben und nicht versuchen, die ganzen amerikanischen Alternative-Rockbands zu imitieren.
Tim: Wir haben ja nie dieses Kalkül bei der Musik, dass wir überlegen, was besser ankommt. Wir machen das, was uns Vieren am besten gefällt. Es wird auch nichts aufgenommen oder gespielt, wo nicht jeder seinen Stempel draufsetzt. Da gibt es nie die Überlegung, dass man dieses oder jenes so und so macht, damit man bessere Chancen hat, bei was auch immer.
Fares: Das ist die einzige Einstellung, die was taugt. Ich meine, wir machen das ja wirklich aus Leidenschaft. Wir machen das nicht für die Kohle oder sonst was. Wir müssen alle normale Jobs machen, um davon leben zu können. Das kostet viel Energie, gibt einem aber auch sehr viel. Und das kann dir nur dann etwas geben, wenn du es mit Herzblut machst.
Also ist euer Songwritingprozess eher ein gemeinschaftlicher Prozess?!
Fares: Absolut. Anders würde es auch nicht funktionieren. Deswegen brauchen wir auch lange zum Songschreiben. Wir warten so lange, bis wir auf einer Welle sind.
Tim: Jam ist immer der Anfang. In der Regel gibt es einen magischen Kern, aus dem dann ein Lied entsteht. Es ist nie so, dass sich jemand zuhause was ausdenkt.
Fares: Das Coole ist, wenn wir dann einen Song fertig haben, dann sagt auch jeder, das ist mein Song.
Tim: Deshalb war es uns auch wichtig, bei "Feuerengel" einen fünften Mann dabei zu haben. Einen Externen, der was den Produktionsprozess angeht, Erfahrung und einen besseren Überblick hat. Dann nimmst du als Band auch eher etwas an, als wenn es einer aus dem inneren Zirkel ist. Der hat uns sehr geholfen ziemlich gutes Material noch zu veredeln und es wirklich in die Form zu bringen, in der wir es jetzt aufgenommen haben. Das war eine super Erfahrung für uns alle. Ich denke, beim nächsten Album würden wir auch wieder so jemanden hinzuholen.
Was macht mehr Spass? Im Studio an den Songs zu feilen oder auf der Bühne zu stehen?
Fares: Beides ist cool. Insbesondere die beiden Beispiele, die du bringst. Im Studio ist natürlich mehr Disziplin gefragt. Das ist Maloche, auch wenn man es nicht glaubt. Auf der Bühne hast du natürlich mehr den Spassfaktor. Ich glaube, es liegt daran, dass wir uns beim Songschreiben so viel Zeit lassen, dass die alten Stücke immer noch so viel Bock machen. Ich habe kein einziges Mal das Gefühl, oh Gott, jetzt kommt wieder der oder der Song.
Tim: Das eine geht halt ohne das andere nicht. Der Spass wird nicht grösser, wenn du das gleiche Stück zum fünfhundertsten Mal spielst. Ich freue mich auch jetzt total auf den Abend. Weil es halt geil ist mit neuem Material auf die Leute loszugehen. Dafür musst du halt vorher ins Studio.

"Das ist für uns das Wichtigste in diesem Jahr. So viel, so oft, so überall wie möglich zu spielen".
Ich habe mal versucht die Texte zu verstehen. Wie viel davon ist autobiographisch und wie viel kommt von außen?
Fares: Sie sind entweder autobiographisch oder kommen aus meinem Umfeld. Es ist nichts aus irgendwelchen Büchern oder Filmen abgeguckt oder so. Nicht alles, was ich da beschreibe, ist mir persönlich passiert. Aber es ist schon vieles, das ich in irgendeiner Weise emotional erfahren habe.
Wenn ihr morgen auf eine einsame Insel auswandern müsstet, welche fünf Alben würdet ihr dann mitnehmen?
Tim: Boah, das ist eine schwierige Frage. Die ist ja temporär. Also, wenn du mich da in einem Jahr noch mal fragst...
Fares: Es wären tatsächlich echt alte CDs. Auf jeden Fall die "Ænima" von Tool, die "Davidian" von Machine Head, die erste von Vast Â… (überlegt) Â… es könnte auch Kyuss dabei sein. Und irgendwas von Mother Tongue.
Tim: Welche auf jeden Fall und welche auch in einem Jahr oder in sechs Jahren dabei wäre, ist die "Appetite For Destruction" von Guns `N Roses. Das ist meine absolute Lieblingsplatte. Für mich der Einstieg in die E-Gitarre. Was ich wahrscheinlich auch mitnehmen würde, ist "Blood Sugar Sex Magic" von den Chili Peppers. Dann ein Spezialistending. Von Pat Metheny gibt es eine Akustikplatte, die heisst "Beyond The Missouri Sky". Das ist nur Akustikgitarre und Kontrabass. Die würde ich mitnehmen, weil es die gechillteste Platte ist, die ich besitze. Da muss auf jeden Fall noch eine Reggae-Scheibe mit. Und zwar von den Nativos, eine brasilianische Reggae-Band. Was zum Fliegen nochÂ… Daniel Lanois "Here Is It"! Diese fünf, für jede Lebenslage eine.
Fares: Du bist so clever.
Tim: Ja, du stehst jetzt da mit fünf Metalplatten und überlegst dann beim Sonnenuntergang was du auflegst (alle lachen).
Fares: Ach, auf jeder Metalplatte ist am Ende noch eine Ballade. Die kann ich dann genug hören.
Im Labelinfo stand auch, dass ihr einige Sachen in den USA gemacht habt. Was hatte es denn damit auf sich?
Fares: Das stimmt. Ein Kollege von Radio Goethe ist da auf uns aufmerksam geworden. Der sitzt in San Francisco und hat einige Shows gemacht. Wir haben drüben über CD Baby, einen Independent-Vertrieb, auch schon unsere alte Platte verkauft. Wir haben dann über MySpace und Konsorten, über Radio und so gemerkt, dass das den Leuten drüben gefällt. CDs wurden verkauft, online aber auch physikalisch. Die Leute haben nachgefragt und wir wurden kontaktiert. Das nimmt gerade eher zu. Wir wurden auch schon von einer amerikanischen Bookerin angefragt, ob sie nicht mal eine Tour für uns klarmachen soll. Wir bekommen da einfach viel Feedback. Kann sein, dass Rammstein da gute Vorarbeit für deutschsprachige Musik geleistet haben. Wenn dem so ist, sagen wir da nicht nein, gucken uns das aber erstmal an. Es muss sich natürlich lohnen da rüber zu fahren. Das ist auch der Grund, warum wir jetzt versuchen mehr zweisprachig zu sein. Auf der Homepage (http://www.geistreich.org/, d.Red.) haben wir das nun auch so eingerichtet, weil die Leute sich dafür interessieren.
Heute steht das Release-Konzert zur CD an. Wie geht es danach weiter? Habt ihr schon Pläne für die nähere Zukunft?
Fares: Die Tourplanung steckt noch ein bisschen in der Schublade. Das ist für uns das Wichtigste in diesem Jahr. So viel, so oft, so überall wie möglich zu spielen. Wir wollen wahrscheinlich noch mal ein Video drehen. Das erste zeigt ja eher die rockige Seite, die wir haben. Wir haben aber durchaus auch noch eine andere Facette. Wenn du dir das Konzert heute anguckst, wirst du das merken. Du hast es ja auch auf der Platte gehört.
Tim: Live-Konzerte sind eh das Wichtigste. Konzerte sind für uns letzten Endes auch die Haupteinnahmequelle. Es geht mir ja auch so. Wenn ich auf dem Konzert einer Band bin, die ich nicht kenne, und ich finde das Konzert geil, dann ist diese Band ab sofort in meinem Gehirnroster drin. Wir wollen halt gerne so eine gebündelte Tour präsentieren und da doktern wir gerade dran. Im Sommer kommen hoffentlich noch ein paar Festivals dazu und im Herbst dann noch mal eine Tour. Also, dieses Jahr wollen wir recht viel unterwegs sein.
Prima, dann sehen wir uns ja dieses Jahr vielleicht noch häufiger. Erstmal danke ich euch beiden für das sehr schöne Gespräch!
Vielen Dank auch an Florian Reiser von Brainstorm Music Marketing für seine freundliche Unterstützung!
Und last but not least haben wir hier noch das Video zu "Feuerengel" für euch: