Interview mit Jimmy Urine & Steve, Righ? im Magnet Club Berlin

(Mindless Self Indulgence)

12.04.2008 von Melanie Schupp

Vor der Show von Mindless Self Indulgence im Magnet Club Berlin eröffnete sich uns die Möglichkeit mit Sänger Jimmy Urine ein Interview zu führen. Da das Magnet noch geschlossen war, nahmen wir im Tourbus Platz. Wir hatten noch nicht angefangen, als Steve, Righ? sich hinzu gesellte und erst einmal begeistert von seinen Schnäppcheneinkäufen im Armyladen um die Ecke berichtete. Bzw. Kitty Schnäppchen, denn sein erstandener Hoody schien das einzig teure in dem Laden gewesen zu sein.

Froh, gleich zwei Bandmitglieder zum Interview vor der Nase zu haben, konnte es los gehen.

Ready?

Jimmy Urine: Aaaa…. Uuuuund – LOS!

Auf eurer letzten Tour…

Jimmy sieht meine Schuhe

Jimmy Urine: Hast du diese Boots aus dem Army Store?

Nein, die habe ich schon vor 4 Jahren gekauft. Die sind aus dem Converse Laden in Berlin.

Jimmy Urine: Mmmmh hübsch.

Auf eurer letzten Tour durch Deutschland habt ihr im Vorprogramm zu My Chemical Romance gespielt. Was war der größte Unterschied bei dem Publikum dort und jetzt? Hat sich irgend etwas geändert?

Jimmy Urine: Nein es hat sich nicht wirklich geändert. Wir sind schon öfter in Deutschland gewesen. Es ist immer noch dasselbe. Wir spielen an den gleichen Orten und wir haben viel Spaß. Gestern haben wir die Location zerstört.

Steve, Righ?: Ich habe mich geschnitten…

Jimmy unterbricht ihn begeistert

Jimmy Urine: Ich habe mich auch an der Hand verletzt.

Steve, Righ?: Oh wirklich?

Jimmy Urine: Yeah, ich habe hier und hier und hier und hier einen Schnitt (zeigt mir all die Stellen mit Schnitten an seiner Hand)

Wo wart ihr letzte Nacht?

Jimmy zieht das Shirt an der Schulter runter und zeigt mir ein größeres Pflaster, das eine Wunde verbirgt.

Ah ja ich sehe…

Jimmy Urine: Wo waren wir letzte Nacht?

Steve, Righ?: In Hamburg.

Wart ihr auch am Kiez / Reeperbahn?

Jimmy Urine: In dem Rotlichtbezirk? Wir haben davon gehört, aber wir waren nicht da.

Steve, Righ?: Wir machen eigentlich nicht mehr soviel Party.

Ich habe gehört dass…

Jemand aus der Crew betritt den Bus.

Hallo!

Jimmy Urine (zum Crewmitglied): Sag “Hi”

Crew Mitglied: Hi

Ich habe gehört, dass ihr “clean versions” eurer Alben in America habt. Was bedeutet das genau?

Jimmy Urine: Die Amerikaner wollen sauberes Material in den großen Stores wie Walmart sehen. Oft gehen die Kids mit ihren Müttern in den Laden und möchten unser Album haben und da sind all diese schmutzigen Wörter drauf. Also gibt es eine cleane Version für die Kids. Es hat ein anderes Artwork und manchmal vielleicht ein paar Extras, das es für die Kids besonders macht.

Nehmt ihr die Songs dann neu auf oder legt ihr einfach ein “beep” über die betreffenden Stellen?

Jimmy Urine: Einach ein beep.

Ihr habt bereits mit Bands wie Marilyn Manson, KoRn und Rammstein gespielt. Ihr selbst tretet jedoch immer noch in kleineren Venues auf. Warum denkt ihr, ist das so?

Jimmy Urine: Es kommt drauf an... unsere Musik ist scher zu verstehen. Unsere Musik ist nicht gerade leichte Kost… es ist sehr speziell. Aber wir haben ein Publikum, das aus all diesen verschiedenen Zuschauern zusammen gemischt ist. Aber nur ein paar, denn wir machen kein Metal oder Punk Rock – und wir machen auch keinen Rock. Doch wenn wir als Vorgruppe zu all den großen Bands spielen erreichen wir vielleicht den ein oder anderen Metalfan, der dann sagt “Verdammt, das ist das Beste, das ich in meinem ganzen Leben gehört habe!” So setzte sich diese eigenartige Gruppe zusammen, die letztendlich unser Publikum bildet.

Euer Album “You’ll Rebel To Anything”das 2005 in Nord Amerika veröffentlicht wurde, kam in Deutschland Ende 2007 auf den Markt. Was sind eure nächsten Pläne für Länder wie Deutschland?

Jimmy Urine: Das neue Album wird ein wenig später erscheinen, jedoch nicht wieder 2 Jahre später. Ich denke vielleicht einen Monats päter. Hmmm es riecht gut hier…..

Eine Wolke Vanilleduft weht herein

Vanille.

Jimmy Urine: Ein automatisches Vanillespray.

Steve, Righ?: Ein automatisches Vanillespray?

Jimmy Urine: Ja, damit es hier nicht so übel riecht. Also, genau, in Amerika wird unser neues Album am 29. April erscheinen und in England ca. im Mai. Sowas um den Dreh rum… jedenfalls wird es nicht wieder 2 Jahre später werden. So yeah in America the new record comes out on 29th of April and in the UK it is like May.

Euer neues Album nennt sich “IF”. If what…?

Jimmy Urine: Es soll ausdrücken wie wir uns fühlen und wie sich viele Leute fühlen. Es geht darum was passieren kann… wir können nur abwarten was geschieht.

Sag “Hi”!

Ein weiteres Crew Mitglied kommt in den Bus.

Crew Mitglied: Hi!

Jimmy Urine: Auf unserem letzten Album gab es eine eindeutige Message und ich denke dieses Mal ist die eindeutige Aussage, dass mehr passiert als vermutet und viele Dinge, von denen man nichts weiß.

Wie lange dauerten die Aufnahmen und ist irgendetwas Außergewöhnliches passiert währenddessen?

Jimmy Urine: Wir versuchen uns ständig in neuen Sache. Wir schreiben eine Zeit lang song, dann sind wir unterwegs, schreiben Songs während wir unterwegs sind oder nehmen Vocals in aller Ruhe auf oder arbeiten im Flugzeug an den Sachen.

Die Aufnahmen waren in Vancouver. Wir sind rüber geflogen und haben in Schichten aufgenommen.

Steve, Righ?: Nimmt man also alles zusammen inklusive Artwork und all das… dazwischen waren wir auch noch auf Tour. Doch die eigentlichen Aufnahmen im Studio mit der Band dauerten ungefähr 1,5 Monate. Das Studio befand sich irgendwo im Wald auf einer Insel der Küste Vancouvers. Und das bizarrste Erlebnis war, dass wir von einem Bären angegriffen wurden.

Ein Bär??

Jimmy Urine:  Ja ein Bär. Wir haben mit einer kleinen Pistole auf Flaschen und Dosen geschossen. Es war irgendwo im Wald. Als ich die Dosen wieder aufstellte und zurück kam stand da ein riesiger Bär. Doch der entschloss sich einfach an mir vorbei zu gehen ohne etwas zu tun. Wahrscheinlich mochte er unser Album.

Nicht viele Leute begegnen einem Bären wenn sie ein Album aufnehmen. Manche haben Drogen, aber keinen Bären.

Wo ist denn euer größtes Publikum derzeit?

Jimmy Urine: In Amerika haben wir die meisten Fans. Vom ersten Tag an waren wir eine “Band für Bands”. Ich denke es gibt einige Bands und sonstige Leute aus dem Business, die große Fans von dem sind, was wir tun. Denn wir tun einfach was immer wir wollen. Für viele andere ist die Musik, die sie machen einfach “okay” und sie haben großen Erfolg damit. Und das macht es ihnen weiterhin möglich in diesem Business weiter zu machen.

Für diese Bands sind wir meist der Opening Act und dann spielen wir auch schon mal in Stadien. Wir lieben das – wir spielen an Orten, an denen zuvor noch keiner von uns war.

Wenn wir alleine unterwegs sind, kommt es immer darauf an wo wir spielen. Wir können zum Beispiel nach L.A. gehen und ein paar tausend Leute sind dort. Dann in New York auch wieder ein paar tausend. Und dann spielen wir in einer anderen Stadt vielleicht vor 200 Leuten.

Aber ich habe festgestellt, wenn du in einer richtig großen Stadt spielst sind die Leute oftmals nach dem Motto “Oh, das habe ich alles schonmal gesehen. Das macht keinerlei Eindruck auf mich!” und wenn du in Fuck-Nirgendwo auftrittst, dreht das Publikum total durch. Von der ersten Minute an gehen die richtig ab.

Wir haben in Schottland gespielt und die sind da ausgerastet. Wir waren schon zuvor relativ bekannt in Schottland, ebenso in England… und Europa. Wir sind auch nach Australien, wo wir noch nie zuvor waren. Wir sind da also zum ersten Mal hin und die Leute waren sofort dabei. Ein paar der Konzertlocations waren ausverkauft und das Konzert wurde in größere verlegt. In Cleveland Ohio inmitten von Fucking-Nirgendwo liebten uns die Leute. Die meisten Leute bekommen sofort das richtige Gefühl für unsere Musik und sehen, dass wir einen Scheiß darauf geben was andere darüber denken.

Wie war denn euer Eindruck vom deutschen Publikum?

Jimmy Urine: Ich denke die Deutschen sind hart zu knacken. Aber wenn man zu euch durchkommt, dann seit ihr riiiiiiiiiichtig geknackt! Als wir das erste Mal in Köln spielten, waren wir alleine unterwegs. Es waren nicht allzu viele Zuschauer da, aber die sind total abgegangen. Und dieses Mal spielen wir an unterschiedlichen Orten und die sind größtenteils ausverkauft.

Steve, Righ?: Aber Deutschland ist wirklich hart zu knacken. Und das ist nicht nur mein Eindruck, ich habe schon mit mehreren gesprochen, die dasselbe meinten.

Was war das Peinlichste, das euch jemals auf der Bühne zugestoßen ist? Oder gibt es bei MSI überhaupt etwas, das peinlich sein kann?

Steve, Righ?: Das meiste, das auf der Bühne geschieht ist uns scheißegal. Das einzige bei dem alle peinlich berührt sind ist wenn etwas passiert, das wir nicht beabsichtigt haben. Oder technische Probleme. Oder wenn mein Shirt hochrutscht und man meinen Bauch sehen kann – DAS ist peinlich. Aber grundsätzlich ist es schwer diese Band in eine peinliche Situation zu bringen.

Jimmy Urine: Meistens merken es die Leute erst gar nicht. Wir springen z.B. auf den Monitor und dann haut es uns auf den Arsch…

Steve, Righ?: …aber das ist Fun. Das ist uns nicht peinlich. Es sei denn Finchi kommt hier in den Bus und sagt nicht “Hi”.

Crew Mitglied Finchi betrat soeben den Tourbus - Gelächter

Was war das Erste, das ihr tatet, nachdem ihr den ersten Plattenvertrag unterschrieben habt?

Jimmy Urine: Das ist ganz schön lange her…

Steve, Righ?: Wir sind schlafen gegangen.

Jimmy Urine: Ja wir haben uns schlafen gelegt. Es gibt eine Menge typische Sachen wie Sex und Partys aber da gibt es auchdie andere Seite, die nicht so hip ist. Wir kennen das Business mittlerweile gut genug und wissen, dass es auch voll Mist ist. Viele Fallen… vielleicht nicht gerade Fallen, eher Missverständnisse. Zum Beispiel denken viele Leute “Oh ihr habt einen Plattenvertrag, das ist ja wie ein Lotteriegewinn!!”. Aber so ist das nicht. Es ist nicht dein Geld, das Geld gehört jemand anderem und es ist ganz und gar nicht, als hättest du eine Million Dollar gewonnen.

Manchmal bauen wir diese Sachen in unsere Texte ein und ein paar Leute checken das. Und es ist wahr. Manchmal kommen die Leute zu uns “das ist meine Lieblingsband, und das ist meine Lieblingsband. Ihr geht zusammen auf Tour?! Wie kommt das?”. Es ist einfach so, dass Deals gemacht werden. Es ist einfach nur Business. Es ist langweilig… es ist ein langweiliges, langweiliges, langweiliges, langweiliges Business!

Steve, Righ?: Das erste was sie mit uns machten war, uns an die Arbeit zu setzen.

Jimmy Urine: Ja wir wurden direkt ins Studio geschickt, was allerdings gut war!

Steve, Righ?: Ja, wir haben also keine Party veranstaltet oder Ähnliches…

Spielt ihr denn auch an ein paar Festivals in Deutschland dieses Jahr?

Jimmy Urine: Ja ich glaube. Ich bin immer der Letzte, der sowas mitbekommt. Ich wache im Bus auf “Aaaaah, wo sind wir denn heute?!”. Ich glaube wir spielen am Reading Festival in England und eins in Belgien vielleicht. Keine Ahnung.

Steve, Righ?: SIE weiß es bestimmt!

Jimmy Urine: Weißt du wo wir spielen? Ist das irgendwo da auf deinem Zettel?

Nein leider nicht.

Geht es dir dann auch mit deinen freien Tagen so? Wachst du auf und denkst, es stünde eine Show an?

Jimmy Urine: Haha ja das passiert oft. Ich wache auf und will mich vorbereiten und die anderen fragen mich “Was machst du heute, es ist unser freier Tag?!” ich glaube morgen haben wir frei. Nagel mich nicht fest, aber ich SCHÄTZE morgen ist ein freier Tag.

Was war das Merkwürdigste, das ihr jemals in einem Interview gefragt wurdet?

Jimmy Urine: Hmmm da gab es sicher einiges…

Steve, Righ?: Naja, es gibt verschiedene Katergorien von “merkwürdig”. Manchmal fragt man sich “Wer zur Hölle möchte das schon wissen?!”. Oder wenn es sehr politisch wird.

Jimmy Urine: Oh ja ich erinnere mich an einen Typ, der sehr eigenartig war.

Steve, Righ?: Da war so ein Typ… ich war mir sicher er würde seine gesamte Wut an uns auslassen. Er befragte uns nach unserer Meinung zur Redefreiheit und all so Zeugs. Und ja das ist toll usw. Ich verstehe, dass er aus einem ganz anderen Land als wir kommt und wir sind eben aus Amerika. Aber es ist keine Streitfrage – es geht hier nicht um Gut oder Böse.

Jimmy Urine: Er war wirklich komisch. Er fragte Sachen, die so überhaupt nichts mit uns und der Band zu tun hatten.

Steve, Righ?: Und ich denke auch, dass es niemandem der es gelesen hat in irgendeiner Weise weitergeholfen hat. Das war so irrelevantes Zeug!

Jimmy Urine: Ja es war total irrelevant für unsere Fans.

Steve, Righ?: Und danach wollte er wissen warum wir uns nicht gegenseitig angegriffen haben. Im Ernst, der Typ war klasse!

Jimmy Urine: Er sah aus wie Tom Cruise.

Steve, Righ?: Eine Mischung aus dem neuen Tom Cruise und dem alten Brad Pitt.

Gibt es irgendwelche Pläne bezüglich The Left Rights?

Steve, Righ?: Ich weiß nicht… wo waren denn all die Leute, als wir die CD verkaufen wollten?

Im Prinzip sind wir jeden Tag The Left Rights. Wir reden kaum miteinander, wir SINGEN alles was wir uns zu sagen haben. Wir nehmen es nur nicht auf. Wenn wir also irgendwann mal entscheiden das Aufnahmegeräte einzuschalten, dann werden wir ein neues Album der The Left Rights machen.

Jimmy macht einen Witz, den ich akustisch nicht höre.

Steve, Righ?: Ich glaube sie hat den Witz nicht geblickt.

Nein hab ich echt nicht. Tut mir leid. Ich bin etwas müde, da wir letzte Nacht aus waren.

Jimmy Urine: Wo wart ihr?

Es nennt sich “Bang Bang Club”.

Jimmy & Steve,: Woooh…

Jimmy Urine: I’ve been to Bum Bum and Smack Smack but I’ve never been to Bang Bang!

Gelächter

Da waren viele jüngere Leute.

Steve, Righ?: Und du bist hinter ihnen her gejagt…?!

Neeeeein…

Jimmy Urine:Die waren zu schnell…?!

Gelächter

Jimmy macht einen Witz über The Left Rights.

Fragen denn so viele nach The Left Rights?

Steve, Righ?: Ja. Aber man muss dazu sagen, dass dies erst seit den letzten 2 Jahren der Fall ist.

Jimmy Urine: Yeah davor war ein großes Loch. Und in den letzten 2 Jahren… in jedem Interview, bei jeder Show… diese Kids kommen und schreien mitten im Song danach. Und wenn wir Autogramme geben fragen sie auch oft nach The Left Rights. Und es ist völlig unabhängig davon in welcher Stadt wir sind.

Ich versuche mich gerade daran zu erinnern, wo ich darüber gelesen habe.

Jimmy Urine: Ich denke du hast es sicherlich von den jungen Kids im Bang Bang Club “Fang mich, fang mich!”

Gibt es eine Frage, die ihr nicht mehr hören könnt?

Jimmy Urine: Die Top 3 wäre: Warum seid ihr zusammen gekommen? Was bedeutet der Bandname Mindless Self Indulgence? Und da gab es noch eine… da war noch was… aber das kommt so rüber, als hätte diese Person noch nie von uns gehört.

Steve, Righ?: Ich finde immer, das verschließt sofort. Wenn jemand ankommt und… du weißt schon… man kann überall was über uns rausfinden. Wir sind nun lange genug dabei.

Jimmy Urine: Wenn man ein Interview mit einer Band macht, sollte man zumindest auf wikipedia ein wenig nachlesen, was sie bereits gemacht haben.

Steve, Righ?: Wir haben das verdient. Wir haben vielleicht nicht viel verdient, aber zumindest das. Uns gibt es lange genug.

Jimmy Urine: Jeder Journalist sollte die Basics wissen. Die können ja auch nicht in ein Interview mit Tom Cruise gehen und ihn fragen “Woher kommt dein Name?” oder “In welchen Filmen hast du schon mitgespielt”.

Ich habe noch zwei Fragen, die ich immer zum Ende stelle.

Was ist das Erste, das ihr tun werdet, wenn ihr zu Hause seid?

Jimmy Urine: Wieder auf Tour gehen. Das ist alles was wir tun: touren, touren, touren. Wir steigen aus dem Flugzeug und gehen direkt in den Bus. Und das nächste mal gehen wir vielleicht aus dem Bus direkt in den nächsten Bus.

Was verbindest du mit Deutschland?

Jimmy Urine: Kinder.

Kinder Schokolade?!

Jimmy Urine: Und der Grund ist folgender: du kennst ja das Kinderschokolade Kind. Ich bin mit ihm Verwandt. Warte, stell dir folgenes vor: dieses Kinderschokolade Kind ist ein ganz normales Kind. Seine Mutter nimmt ihn zum Fotoshooting… die nehmen das Bild auf und er kriegt vielleicht 500,-, okay? Es geht so unter der Hand durch, er kriegt keine richtige Gage oder Vertrag. Das Kind sieht also immer noch so aus, als er zur Schule geht und du weißt ja, die Kinder hätten ihn aufgezogen “du bist das Kinderschokolade Kind, du bist das Kinderschokolade Kind…”. Und er denkt sich “Fuck you, ich erzähle niemandem wer ich bin!” – er wird älter und erzählt es niemandem nach dem Motto “Ich war jung und brauchte das Geld”. Und nun im Alter von ungefähr 35 Jahren geht er plötzlich an die Öffentlichkeit damit. Man kann es auf wikipedia finden und sein Nachname ist derselbe wie meiner. Ich fand heraus, dass er ein Kusin eines Kusins, dessen Kusins ist…

Wirklich? Ich habe natürlich darüber gelesen, aber ich dachte immer es wäre nur ein Witz von dir!

Steve, Righ?: F***. Das wusste ich gar nicht. Ich dachte echt es wäre ein Witz!

Jimmy Urine: Nein darum mache ich ja diese Witze. Und niemand glaubt mir… wirklich niemand!

Aber jetzt ist ja seit einer Weile ein neues Gesicht auf der Verpackung.           

Jimmy Urine: Ja. Aber das alte 70ies Kinderschokolade Kind ist über viele Ecken mit mir verwandt.

Steve, Righ?: Seht ihr euch ähnlich?

Jimmy Urine: Nein mehr wie ein Kusin meines Vaters.

Das ist die beste Schokolade.

Jimmy Urine: Die Überraschungseier. Das sind die besten!

Wenn es immer noch das alte Kinderschokolade Kind auf der Packung wäre, würdest du ein verwandtes Gesicht in jedem Laden Deutschlands sehen!

Jimmy Urine: Oh Gott! Wenn er nur wüsste!!

Naja, vielleicht findet das Kinderschokolade Kind eines Tages raus, wer mit ihm verwandt ist und vielleicht gibt es dann eine Kooperation…

Vielen Dank an Jimmy Urine und Steve, Righ? für das nette Interview. Ebenso möchten wir uns bei Hardbeat Promotion bedanken, die uns das Interview ermöglicht haben.

Amazon, Musicload, Napster & AOL-Download

Amazon.de Musicload

Mehr zum Thema:

Musicheadquarter Twitter RSS Feed abonieren! Musicheadquarter bei Facebook
Rhingtön
Digg Reddit Del.icio.us Facebook Twitter Google Yahoo! MyWeb Furl" BlinkList Technorati Mixx Windows Live MySpace Mister Wong
Grease - Das Musical - Köln