Interview mit Jimmy Urine von Mindless Self Indulgence, Grünspan Hamburg - Deutsche Version

(Mindless Self Indulgence)

06.02.2009 von Melanie Schupp

Bereits zum zweiten Mal wurde uns die Ehre zu Teil mit Mindless Self Indulgence ein Interview zu führen. Wie immer erfrischend anders und freundlich plapperte Jimmy Urine aus dem Nähkästchen. Doch zuerst wurde sofort das Diktiergerät von ihm inspiziert und getestet.

Jimmy Urine: Hallo hallo!

Ich glaube das Diktiergerät funktioniert.

Jimmy Urine: Ich weiß… ich mag diese oldschool Diktiergeräte.

Ja ich auch. Und es sind die besten.

Jimmy Urine: Ja das ist mir bekannt.

Gelächter

Wirklich?

Jimmy Urine: Yah yah

Hat der Titel einen tieferen Sinn oder habt ihr einfach ein Wort gewählt, aus dem sämtliche Journalisten und Fans wild interpretieren können?

Jimmy Urine: Nein nein. Es hat eine Bedeutung. Eine visuelle… wir sind eine ziemlich grafisch orientierte Band. Bei uns ist alles relativ lang: wir verwenden lange Namen, die ganze Welt verwendet lange Namen. Also wollten wir visuell einfach ein kleines Wort nehmen, das man sehr groß ziehen kann. Und aus der gesamten Auswahl an kleinen Wörtern, war dies das Beste, denn es kann einfach alles bedeuten und hat somit ein offenes Ende. Und das ist etwas, das ich mag.
Ich denke viele Bands verhalten sich nach dem Motto ‘Wir glauben and dies und jenes, also solltest du auch daran glauben!’ oder ‘Wir kämpfen für blablabla…’. Bei uns sollte man einfach kurz darüber nachdenken und dann findet man es schon für sich selbst heraus. Ich könnte etwas in meinem Songtext sgen und der Hörer interpretiert es komplett anders. Der eine hasst es vielleicht und ein anderer denkt ich spräche über Selbstmord. So läuft das eben und jeder interpretiert Kunst unterschiedlich. Es ist offen für was auch immer die eigene Interpretation sein wird. Und das ist wie wir sind, ebenso bei unseren Liveshows. Ich meine viele Leute denken nicht selbst nach und laufen blind hinterher. Speziell im Rock n Roll – wenn die Leute denken jemand sei ein Rockstar folgen sie dieser Person oft blind. Und das ist totaler Bullshit. Niemand ist ein zweiter Jesus!

Ihr wart mit The Birthday Massacre auf Tour...

Jimmy Urine: Hm hmmm….

Wie lief das? Wie gefiel den TBM Fans eure Show?

Jimmy Urine: Ich denke du solltest die Frage umkehren: Wie gefiel MEINEM Publikum DEREN Show?

Ich hatte ein Interview mit Big Boy vor ein paar Minuten...

Jimmy Urine: Ah yeah nette Jungs.

Ich soll dich fragen, wie du sie findest…

Jimmy Urine: Oh ich mag… WIR mögen die Jungs. Ich mag sie sogar sehr. Es ist schade, dass sie uns nicht auch bei den restlichen Europashows supporten können. Sie sind nur in Deutschland dabei. Ich mag was sie machen: es ist etwas elektronisch, sehr elegant, mit einer Prise Energie… und sie sind sehr nett backstage. Und es scheint als würde jeder sie mögen, wenn sie ihre Show machen.

Wer wird heute den Bass bei MSI übernehmen?

Jimmy Urine: Johnny spielt an Lyn-Z’s Stelle, da Lyn schwanger ist und nicht mit uns touren kann im Moment. Das ist schade, doch es ist ja kein Krankenhausaufenthalt aufgrund einer Verletzung oder Ähnliches. Das hatten wir auch schon zur Genüge. Aber dies ist ein schöner Anlass – ein Baby!
Also haben wir Johnny am Bass. Wir brauchten einfach jemanden, der das Setup beherrscht. Aber nicht nur…! Du musst bei uns das Bass spielen und das Bass spielen in einem bizarren Song mit unserem Timing beherrschen. Du musst mit dem Publikum kommunizieren und rumspringen. Niemand hat so etwas wie unsere Show zuvor gesehen. Du musst da auf der Bühne mit deinem Bass auftreten und die Leute müssen dabei ausrasten. Johnny hat uns schon viele Male live gesehen und weiß wie es funktioniert.

Steve wird ja auch bald Vater. Wie stehts mit dir? Wirst du vielleicht Taufpate werden?

Jimmy Urine: Aaaah, ich weiß nicht. Bis jetzt wurde ich noch nicht gefragt.

Oder hast du auch schon Vatergedanken?

Jimmy Urine: Naja irgendwann vielleicht, aber ich habe noch Zeit. Ich möchte etwas damit warten. Aber Taufpate… das würde ich machen.

Stell dir vor du hättest genügend Geld – wie sähe deine Traum-Live-Show aus?

Jimmy Urine: Ich mache bereits diese Liveshow. Aber wenn ich unglaublich viel Geld besäße, wäre jede Show anders. Wir würden morgens aufwachen und es wäre so wie ‘Tschüß Elefanten, heute möchte ich mich wie eine Uhr verkleiden, 50 Mädels auf der Bühne…’ was auch immer man möchte, man kann es einfach haben. Das wäre super.
Ich sehe mir gerne solch riesige Acts an, die viel Kohle besitzen, denn üblicherweise geben sie das Geld auch gerne aus. Entweder es ist etwas aufregend künstlerischen wie Nine Inch Nails, die das Geld für die Lichter ausgeben oder etwas poppiges wie Backstreet Boys. Das steckt soviel Geld dahinter – eine große Produktion ist immer interessant und etwas Besonderes.

Bei unserem letzten Gespräch sprachen wir über das Kinderschokolade Kind. Hast du ihn denn jetzt mal getroffen?

Jimmy Urine: Nein immer noch nicht. Ich hab’s versucht und ein paar Email verschickt, aber ich konnte keinen Kontakt aufbauen. Aber die Fans bringen mir immer noch Kinderschokolade mit dem alten Gesicht auf der Packung. Mir gefällt das.

In all deinen Interviews wirst du über Musik ausgefragt. Natürlich ist dies dein Job, aber eigentlich interessierst du dich viel mehr für Comicbücher und Filme. Geht dir dieser Teil deiner Arbeit manchmal auf die Nerven?

Jimmy Urine: Nein, ich spreche gerne über Musik, denn ich denke wir machen nicht nur Musik sondern mehr eine Art Entertainment – also der Act als Gesamtes. Und ich habe die Gelegenheit nicht nur die Musik alleine zu machen. Ich kann das Albumcover und das gesamte Artwork gestalten. Wir sind alle künstlerisch drauf, das macht Spaß.
Die Interviews gehen mir nur auf die Nerven wenn die Interviewer unvorbereitet sind. Du hast dich informiert und recherchiert und du weißt wer wir sind. Aber wenn da Leute kommen und Fragen stellen wie ‘Welches ist dein Lieblingssong?’ und solche Sachen… jeder kann das beantworten. Das ist sehr eindimensional.

Aber ich spreche gerne darüber was wir sind – unsere Band.

Könntest du dir vorstellen dein eigenes Comicbuch zu entwerfen?

Jimmy Urine:  Oh ja. Und es wäre überhaupt nicht wie Mindless Self Indulgence. Wahrscheinlich würe es kein einziger hier mögen. Es wäre wahrscheinlich sehr historisch. Ich mag Geschichte sehr. Es wäre nicht wie unsere Band. Nicht so verrückt, durchgeknallt, cartoony, lustig… so ist unsere Band. Aber wenn ich ein Comicbuch entwerfen würde wäre es überhaupt nicht in diesem Stil. Ich würde es sehr gerne schreiben und zeichnen. Aber ich habe nicht soviel Zeit, also würde ich es wahrscheinlich schreiben und zeichnen lassen. Es bliebe wohl ein Traum beides selbst zu machen. Und ich möchte auch keine Comicreihe machen. Ich habe nicht diese Idee eines Superhelden wie ‘Der Unglaubliche Spiderman – Ausgabe 1 – Ausgabe 2… 233’ ich mag diese Comicreihen zwar, aber ich würde das nicht machen. Ich mag die Europäischen Künstler wie Möbius… viel Französisches und Europäisches – und auch die japanischen Künstler!

Du hast also keine Superheldenidee, aber was für Superkräfte würdest du für dich selbst wählen wenn du könntest?

Jimmy Urine: Das kann ich dir so schnell sagen (schnippt mit den Fingern). Die Leute denken ja immer ‘Oh ich würde fliegen wollten’ – ‘Ich möchte den Röntgenblick’ oder sowas in der Art, aber das Beste ist doch die Zeit anzuhalten. Du kannst einfach die Zeit stoppen und aaaaaalles tun was du willst.

Würde man denn altern während man die Zeit stoppt?

Jimmy Urine: Ja man würde altern. Aber ich würde die Zeit ab und zu mal für einen Tag stoppen. Also ihr wärt alle eingefroren und ich kann einen Tag weiterleben. Aber alles in allem würde man vielleicht ein Jahr seines Lebens verlieren oder so. Aber das ist doch cool: du stoppst die Zeit wann immer du willst und stellst sie wieder an wann du willst. Stop die Zeit, geh zur Bank. Stop die Zeit, repariere den Wagen. Das ist viel besser und viel gerissener. Es ist unglaublich praktisch.

Falls eines deiner Lieblings-Comicbücher verfilmt würde, welches sollte es deiner Meinung nach sein? Und würdest du eine Rolle darin übernehmen, wenn dir eine angeboten würde?

Jimmy Urine: Hmm das ist eine gute Frage… ich bin mir nicht sicher, ob ich eine Rolle übernehmen würde wenn es eine seriöse Verfilmung wäre. Aber ich liebe auf jeden Fall Voice Over Cartoons. Das ist etwas, das ich noch nicht getan habe. Weißt du ich geh auf die Bühne und ich bin sehr zufrieden mit meinem Job – ich mache etwas Artwork und ich bin zufrieden, ich tanze rum und mache Entertaining und ich bin sehr zufrieden damit. Aber ich liebe Voice Over Cartoons und ich ich würde gerne mal einem Cartoon wie ‘Animaniacs’ meine Stimme leihen.
Ich würde vielleicht etwas von Möbius für eine Verfilmung wählen. Er hat mal was mit Alejandro Jodorowsky, der den Film “The Holy Mountain” gedreht hat, zusammen gemacht. Das Comicbuch heißt “L’Inical” – das wäre eine gute Verfilmung und ich würde jede Rolle annehmen, die ich bekommen könnte!

Ist es manchmal schwierig für dich, auf Knopfdruck unterhaltsam zu sein?

Jimmy Urine: Weißt du wenn du soviele Shows nacheinander hast – zum Beispiel sechs nacheinander – ist es schon manchmal schwierig. Aber man kanns nie wissen. Man kann aufwachen und einen total schlechten Tag haben und sich schlecht fühlen. Und dann geht man auf die Bühne und liefert eine der besten Shows. Aus irgendeinem Grund machts dann Klick. Und manchmal kann man sich total ausgeruht fühlen und du gehst da raus und bringst es einfach nur hinter dich. Du verstehst was ich meine…?!

Und wie fühlst du dich heute?

Jimmy Urine: Ich fühle mich beschissen. Also wird es wohl eine gute Show werden!

Gelächter

In euren Shows stellt ihr Dinge mit dem Publikum an wie Köpfe rasieren oder mit Edding bemalten. Habt ihr jemals Ärger bekommen wegen solcherlei Aktionen?

Jimmy Urine: Nein. Wir machen nie etwas richtig Schlimmes.

Klar, aber wenn zum Beispiel jemand seine Haare liebt…

Jimmy Urine: Dann sollte diese Person nicht zu uns auf die Bühne kommen. Man hat einfach soviel Macht auf der Bühne, also tut man solche Dinge einfach. Man kann sehr ausgefallen sein und das ist es was soviel Spaß macht! Wenn die Leute auf die Bühne kommen reagiert man oft ‘Yeah mach weiter, tu irgendwas!’ und man kann das Spielchen sehr weit treiben. Es gibt aber vieles, was wir nicht mehr machen. Einerseits weil wir spontan sind und vieles schonmal gemacht haben, wie diese Kopf-rasier-Geschichte. Und andere Dinge möchten wir wiederum nicht tun, weil das einfach nicht geht. Es könnte passieren, dass wir Clubverbot bekämen oder ‘Oh du hast diesem Mädchen den Finger gebrochen…’ das hätte dann seine Konsequenzen. Und nichts was wir tun ist gewalttätig. Wir sind viel brutaler zu uns selbst als zu unseren Fans.

Hat sich irgendein Fan jemals gerächt?

Jimmy Urine: Ja das tun sie öfters. Ich wurde ab und zu direkt ins Gesicht geboxt.

Geboxt? Das ist aber nicht lustig...

Jimmy Urine: Bam! Und das nicht, weil sie mich hassen. Sie tun das weil sie wollen, dass ich sie zurück schlage. Sie wollen etwas total verrücktes tun ‘Yeah wir sind verrückt, lasst uns Verrücktes tun!”. Das ist nicht lustig, aber ich wehre mich nie, denn dafür sind die Securitys da.

Aber hat schonmal jemand auf lustige Weise Rache genommen? Denn boxen ist ja nicht harmlos.

Jimmy Urine: Oh ja. Unsere Fans sind nämlich gerissen. Viele Leute, die zu unseren Shows kommen sind gerissen und kreativ. Zum Beispiel wirst du viel mehr Kids in unserem Publikum finden, die später Hacker werden anstatt Banker. Sie sind so gewieft, sie könnten dies eigentlich nutzen um Arzt oder Ähnliches zu lernen, aber sie bevorzugen es ein Computersystem außer gefecht zu setzen. Und das ist die Art von Leuten, die zu unseren Shows kommt. Üblicherweise legen sie uns rein und wir legen sie rein, wir machen Witze übereinander… es ist wie ein andersartiges kleines Fest der Liebe.

Du warst vor einiger Zeit im Gefängnis und sagtest in einem Interview du hättest einige Freunde gefunden. Hast du schonmal darüber nachgedacht ein Konzert in diesem Gefängnis zu geben? So wie Johnny Cash es getan hat?

Jimmy Urine: Haha ich wollte eben sagen „Wie Johnny Cash“. I walk the line in my pink suit. Nein darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Das ist gut. Vielleicht das nächste mal wenn ich drin bin – sieht also so aus als müsste ich dafür wieder ins Gefängnis. Los! Ich muss verhaftet werden!

Warst du dieses mal schon auf der Reeperbahn?

Jimmy Urine: Nein! Nein. Nein. Ich möchte wirklich mal gehen. Steve ist schon hoch und runter gelaufen und über den gesamten Platz. Er meinte ‚Das ist wie in den 70ern in New York!’ – weißt du, so sieht es ja mittlerweile nicht mehr aus in New York. Wir sind in Manhattan aufgewachsen und New York war in den 70ern und 80ern… auch noch in den 90ern, so wie es hier ist. Sexshops, Prostituierte und das ganze Programm aber nichts davon existiert mehr. Es wurde komplett aufgeräumt. Die Leute schauen Filme wie „Taxi Driver“ und denken es würde dort immer noch so aussehen, aber das ist nicht der Fall. Aber HIER sieht es sehr danach aus.

Gibt es denn irgendwelche Unterschiede hinsichtlich des Publikums seit der letzten Tour?

Jimmy Urine: Yeah unser Publikum ändert sich kontinuierlich. Ich sage immer, dass wir wie Highschool Lehrer sind. Das ist ein 4-Jahres-Programm. Wenn ein neuer Fan ankommt ist es für ihn wie ‚Oh ich habe sowas noch nie gesehen – die sind super!’ und kommt wieder und wieder – regelmäßig. Man sieht das Gesicht immer wieder in der Menge. Dann werden sie ein wenig pissig nach dem Motto ‚Ah das habt ihr letztes Mal schon gemacht’ oder ‚Ihr habt den und den Song nicht gespielt’ und sie werden größer und schauen zurück ‚Ich erinnere mich daran, als ich noch MSI gehört habe – da war ich so ein Kind!’ und gehen weiter.
Seit unseren Anfängen bis heute ist das so. Es ist wie eine Endlosschlaufe – immer und immer wieder… also besteht unser Publikum ständig aus Kids zwischen ungefähr 13 und dem Collegealter. Natürlich sind auch immer ein paar ältere Leute dabei die nach wie vor kommen – aber die stehen normalerweise an der Bar ‚Oh ich habe euch bereits 1999 gesehen!’. Grundsätzlich jedoch liegt das Durchschnittsalter zwischen 13 und 20. Es ist merkwürdig, ich fühle mich wie ein Highschool Lehrer. Ich sehe manche Gesichter über Jahre hinweg und nach 5 Jahren kommen sie ‚Hey ich habe jetzt einen richtigen Job!’

Nachdem sie eure Highschool abgeschlossen haben…

Jimmy Urine: Yeah nachdem sie die MSI Academy bestanden haben. Das ist echt ein Phänomen. Aber es ist auch cool, somit unterrichte ich den kleinen Bruder, die kleine Schwester… die gesamte Familie!

Trittst du eigentlich lieber in großen Venues auf oder bevorzugst du die kleineren Clubs?

Jimmy Urine: Das Beste an den kleineren Clubs ist die Intimität. Du kannst eine Grimasse schneiden und jeder im Raum bekommt es mit. Wenn du allerdings in einer großen Location spielst hat das auch seine Vorzüge: du hast aaaaaall diese Leute mit denen du Sachen anstellen kannst. Es ist riesig! Du kannst sie singen oder springen lassen… und noch verrücktere Dinge anstellen.
Ich mag beides gerne.

Frustriert es dich wenn ein Konzert schlecht besucht ist oder die Leute demotiviert sind?

Jimmy Urine: Manchmal schon. Aber meist motiviert es mich umso mehr etwas zu tun. Es gab Nächte auf dieser Tour, in denen Steve, Kitty und ich versuchten uns gegenseitig zum Lachen zu bringen. Wir machen diesen Insiderwitz mit dem Finger. Wenn jeder sein Ding auf der Bühne durchzieht wie Gitarre spielen, Schlagzeug und all das, und dann wenn man es nicht erwartet laufe ich einfach zu den anderen und ‚Tadaaaa’ (Jimmy hebt seinen Mittelfinger) und du erwartest es nicht.

Dann war unsere Interviewzeit auch schon abgelaufen. Wir möchten uns recht herzlich bei Jimmy Urine für das interessante und immer wieder erfrischende Gespräch bedanken Ebenso danken wir FKP Scorpio, die uns das Interview ermöglicht haben.

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